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Joel Kiassumbua: Wir sind U17-Weltmeister! PDF Drucken
Autor REGIOfussball.ch   

Mit Torhüter Joel Kiassumbua stand ein Luzerner im Kader der Nationalmannschaft an der U17-Weltmeisterschaft in Nigeria. Joel und der SFV berichteten während der WM über die Schweizer Nati direkt aus Lagos.

Joel Kiassumbua ist neben Benjamin Siegrist (Aston Villa FC) und Raphael Spiegel (Grasshopper Club Zürich) einer von drei aufgebotenen Torhüter im Team der Schweizer Nachwuchs-Nationalmannschaft. Die schwierigen Schweizer Gegner in der Gruppenphase (Gruppe B) heissen Mexiko, Brasilien und Japan. Im Achtelfinal hiess der Gegner Deutschland, im Viertelfinal Italien und nun steht im Halbfinal Kolumbien gegenüber. Im Final schlägt die Schweiz auch den letzten Gegner, die Gastgeber Nigeria, mit 1:0 Toren und ist damit Weltmeister!!

 

Übersicht Berichterstattung auf REGIOfussball.ch

  • Tagebuch Joel Kiassumbua und Schweizer Fussballverband weiter unten auf dieser Seite
  • Bildergalerie: So lebte unsere U17 in Afrika  » weiter
  • Bildergalerie: Grandioser U17 Empfang in Emmen  » weiter
  • Interview: «Die Schweiz ist unsere Heimat»  » weiter 
  • Audio: U17 Podiumsdiskussion mit Joel und Haris  » weiter 
  • Bildergalerie: Empfangsfeier U17-Nati  » weiter
  • Audio/Interview: U17: Welcome back in Switzerland  » weiter 

 

Joel Kiassambua

   Zur Person

  NameJoel Kiassambua 
  WohnortEmmenbrücke
  Geburtsdatum 06.04.1992 
  Grösse 190 cm 
  Gewicht 77 kg 
  U-18 seit 01.07.2009 
  Verein FC Luzern 
  Nationalität CH 
  Bisherige Stationen           FC Südstern, FC Luzern 

 

 

 

 

 

 

 

Tagebuch Schweizer Nationalmannschaft U-17

Luzerns Torhüter Joel Kiassiumbua berichtet an dieser Stelle für REGIOfussball.ch in Wort und Bild (sofern die Internetleitung funktioniert) über seinen Aufenthalt in Nigeria, direkt aus Lagos. Zudem veröffentlichen wir an dieser Stelle die Tages-Berichte des Schweizer Fussballverbandes (SFV).

 

Montag, 16. November 2009

Joel

WIR SIND OFFIZIELL WELTMEISTER und im Moment fehlen mir die Worte, es ist unbeschreibbar was wir gestern erleben durften. Wir schlugen Nigeria vor ihrer eigenen Kulisse (70000) und holten den Kübel. Ich möchte mich bei allen recht herzlich für die super Unterstützung bedanken, ohne die wären wir nie soweit gekommen. Ein besonderes Dankeschön an REGIOfussball.ch für die Veröffentlichung meines Tagebuches!!! Liebe Grüsse und bis morgen Joel Kiassumbua. 

 

Sonntag, 15. November 2009

SFV

64 000 im Stadion und Millionen im westafrikanischen Epizentrum des Fussballballs formierten sich hinter den "Golden Eaglets". Die Schweizer kämpften gegen eine Wand - und durchbrachen sie, die Schallmauer, überschritten die vermeintliche Grenze des für Schweizer Fussballer Machbaren. Am Ende jubelten die "Swiss Boys". Sie stoppten den seit sechs Jahre ungeschlagenen Champion. Der unglaubliche Coup der Schweizer ist märchenhaft und an sich kaum mit den passenden Worten zu beschreiben. In den letzten vier Wochen fabrizierte die SFV-Talent-Fabrik eine Sensation - den WM-Titel in der weltweit wichtigsten Sportart.

Alle räumten Rysers "Riesen" aus dem Weg. Der frühere Weltmeister Mexiko, Europameister Deutschland, das Top-Team Italien, dann die völlig überrollten Kolumbianer und nun in der Hauptstadt Nigerias den WM-Gastgeber, den dreifachen Titelträger. Ohne Verlustpunkt, ohne Aussetzer, ohne Schwäche! Diese Bilanz ist (fast) beispiellos.

Eine zweite Sturm- und Drangphase liessen die Schweizer nicht mehr zu nach der Pause. Im Gegenteil: Sie näherten sich schrittweise selber einem ersten Vorteil. Seferovic und Ben Khalifa, das Top-Duo im Sturm, setzte erste Nadelstiche. Auf den Rängen sank der Lärmpegel. Die Zuschauer spürten, dass ihre "Eaglets" keinen Aufwind mehr hatten. Stattdessen gerieten die Jungadler in Turbulenz -- verursacht von Haris Seferovic. Der GC-Stürmer verwertete einen perfekten Corner Buffs mit einem wunderbaren Kopfball. Das fünfte Turniertor von Seferovic zog für die Einheimischen eine Schockwirkung nach sich. Mit diesem Szenario hatten sie, die am Vortag bereits den Pokal küssten, offenkundig nicht gerechnet.

Mit ihren Vuvuzelas produzierten die wilden Anhänger der "Golden Eaglets" schon Stunden vor dem Showdown ein ohrenbetäubendes "Summkonzert". Das randvolle National Stadium verwandelten die weit über 60 000 Fans so in ein gigantisches Bienenhaus. Nur während den Nationalhymnen verstummten die Blasinstrumente. Schwarmartig griffen dann auch die Nigerianer an. Sie bestürmten die Schweizer von der ersten Sekunde an. Bereits in der 4. Minute wankten die Gäste bedrohlich. Janick Kamber bewahrte seine Equipe mit seiner Rettungsaktion auf der Linie vor einem womöglich fatalen Fehlstart. Am Bild änderte sich auch in den folgenden Minuten nichts. Die Schweizer wurden regelrecht belagert.

Das bombastische Schlussfurioso am Nachthimmel von Abuja verdienten sich die Schweizer Jungstars und ihr Coach Dany Ryser. Sie überwanden in Nigeria alle Hindernisse. Von nichts und niemandem liess sich diese aussergewöhnliche Generation aufhalten. Teamwork pur lebten sie vor. Selbst die Nigerianer, vom Stolz einer 140- Millionen-Nation angetrieben und Teil eines millionenschweren Staatsprogramms, scheiterten an dieser verschworenen Einheit. An einem Kollektiv mit herausragenden Charakterköpfen und befeuert von immens viel Talent.

Die Schweizer U17-Weltmeister sind auch Champions der besonderen Gesten und mentalen Vorbereitung. Sie erfüllten sich so einen verwegenen Traum. Der Game-Plan von Dany Ryser hörte sich nach dem Weltmeisterstück ganz simpel an: "Ihr sollt es geniessen, freut euch über die wunderbare Stimmung in diesem Stadion." Mit diesen Worten wollte Ryser seinen Spielern die Furcht vor der Zuschauermasse und den speziellen Umständen nehmen. Seine Botschaft ist angekommen. Von einem "irrsinnig schönen Erfolg" sprach der Erfolgscoach hinterher. So ruhig wie er die Equipe zur beispiellosen Siegserie führte, so sachlich analysierte Ryser den grössten Coup der SFV-Geschichte. Dann deutete er doch noch an, welch grosse Emotionen ihn in diesem ausserordentlichen Moment bewegten: "Für den Schweizer Fussball ist das ein historischer Moment."

Sicht- und hörbarer verschafften die neuen U-17-Weltmeister ihren Emotionen freien Lauf. "Wir sind die Besten der ganzen Welt", sangen sie im Chor. Alle trugen ihre Shirts umgekehrt. Nichts hätte in dieser historischen Stunde besser gepasst: Die Fussballwelt der Jugendlichen stand in der Tat kopf. "Wir wussten, dass Nigeria nicht über 90 Minute ein solches Tempo gehen kann", erklärte Haris Seferovic hinterher. Sie hätten nach den Startproblemem besser und besser ins Spiel gefunden. Auch der Schütze des goldenen Tors rang danach nach den richtigen Worten. "Ich bin mir noch gar nicht richtig bewusst, wie wichtig dieses Tor war."

Ein Schweizer erzählte gleich mit doppeltem Goldschmuck vom Highlight seiner noch jungen Karriere: Benjamin Siegrist. Der Basler Keeper mit Vertrag in England (Aston Villa) stand gleich mehrfach im Brennpunkt. Am Anfang und in den letzten Minuten verhinderte er mit brillanten Paraden den Ausgleich. Nur über die heikelste Szene auf dem Weg zum WM-Titel wusste Siegrist nicht mehr Bescheid. Der Zusammenprall mit Emmanuel raubte ihm kurz das Bewusstsein.  "Nein, ich habe davon nichts mitbekommen. Irgendwann hörte ich dann den Physio sprechen." Bis zur Pause sei seine Sehschärfe eingeschränkt gewesen. "Ich war froh, irgendwie in die Halbzeit zu kommen. Danach fühlte ich mich wieder besser. Das WM-Gala-Dinner genossen die Weltmeister im internen Kreis, in der noblen Unterkunft Hilton. Die fünf Sterne der Herberge hatten sich die 21 neuen Schweizer Fussball-Stars verdient - und die rauschende, aber alkoholfreie Party ebenfalls. "Heute gehen wir nicht früh ins Bett, das steht fest", freute sich Seferovic.

Telegramm Nigeria - Schweiz 0:1 (0:0)

Datum: Sonntag, 15. Novmber 2009, 19.00 Uhr.

Spielort: National Stadium, Abuja; 64 000 Zuschauer (ausverkauft)

Schiedsrichter: Vazquez, Uru.

Tore: 63. Seferovic 0:1.

Schweiz: Siegrist; Martignoni (68. Gonçalves), Chappuis, Veseli (78. Hajrovic), Rodriguez; Xhaka (90. Nimeley), Buff, Kasami, Kamber; Seferovic, Ben Khalifa.

Nigeria: Paul; Oliha, Chukwudi, Omeru, Aliyu; Egbedi (71. Kayode), Azeez, Ajagun, Envoh; Omeruo, Emmanuel (77. Otubanjo).

Verwarnungen:  20. Buff, 53. Martignoni, 80. Xhaka (alle Foul).

Bemerkungen: Schweiz komplett.  78. Kopfball von Otubanjo an die Latte. 88. Schweizer Mauer lenkt Freistoss von Ajagun an die Latte ab.

 

Copyright Fotos: Joel Kiassumbua und getty images (übermittelt von Joel Kiassumbua)

 

 

Samstag, 14. November 2009

Joel

Am Samstag gab es erst um 10 Uhr Frühstück. Danach hatten wir eine Theoriestunde,  in der wir die Nigerianer ein wenig genauer anschauten. danach war eine Stunde Medienzeit. Nach der Medienzeit gingen wir essen. Jetzt ist bis um 16.00 Uhr Ruhe angesagt und danach haben wir unser Abschlusstraining. Morgen ist es soweit. Wir treten gegen Nigeria im Finale an und können es kaum noch erwarten. Wir hoffen auf eure Unterstützung und werden unser Bestes geben. Liebe Grüsse aus Abuja, Joel Kiassumbua.

 

Freitag, 13. November 2009

Joel

Am Freitag war reisen angesagt, wir mussten wieder zurück nach Abuja wo wir den Final spielen. Die Reise war sehr mühsam und wir flogen mit 2 stunden Verspätung ab. Am abend kamen wir dann in Abuja an und konnten uns im Pool noch ein wenig bewegen bevor wir Nachtruhe hatten.

 

Donnerstag, 12. November 2009

Joel

Am Donnerstag hatten wir um 08.30 Uhr Frühstück. Endlich war es soweit. Um 4 Uhr würden wir gegen Kolumbien in den Halbfinal treten. Jeder meiner Mitspieler freute sich auf dieses sSpiel und konnte den Match kaum noch erwarten. Nach dem Morgenessen hatten wir ein kleines Tonisieren, in dem wir uns langsam aufwärmten. Danach hatten wir Mittagessen. Nach dem Mittagessen hatten wir dann wieder eine kleine Thoerie und danach ging es ab ins Stadion.
 
Heute war es anders als sonst. Schon vor dem Stadion hatte es mehrere Tausend Fans die mächtig stimmung machten. Als wir im Stadion ankamen war es unglaublich, das Stadion war ausverkauft und die stimmung brilliant. Das Spiel lief super für uns und nach 15 Minuten gingen wir schon 1:0 in Führung. Danach hatten wir das Spiel im Griff und gewannen das Spiel überraschend einfach mit 4:0. Dies war wieder einmal ein historischer Tag für den Schweizer Fussball. Als erstes Team erreichen wir ein WM-Finale in der Geschichte des Schweizer Fussballverbandes!!! Nach dem Spiel feierten wir noch auf dem Platz den Finaleinzug mit den Fans, dies war unvergesslich.

 

SFV

Am Ende der Vorführung umrundeten die euphorisierten Schweizer die Leichtathletikbahn. Sie liessen sich von den begeisterten Fans feiern. Die Jubel-Szenen waren so beeindruckend wie der Auftritt zuvor auf dem Kunstrasen.  Tanzende Fans, eine Welle der Begeisterung - ausgelöst von den Schweizern. Das nicht zu stoppende Duo Nassim Ben Khalifa (14.) und Haris Seferovic (36.), zusammen für acht Turniertore verantwortlich, spurte mit der Doublette vor. Nach der Pause erhöhten die stürmenden Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez und Bruno Martignoni auf 4:0. Selten zuvor war ein südamerikanisches Top-Team von einer vermeintlich kleinen Nation derart gedemütigt worden.Unaufhaltsam stürmen die U-17-Junioren dem wohl grössten Erfolg der SFV- Geschichte entgegen. 90 Minuten trennen sie noch vom ersten WM-Titel einer Schweizer Auswahl. Mit absolut unbelfeckter Bilanz haben sich die Hochbegabten für den Final qualifiziert. Sechs Siege reihten sie aneinander - gegen die vereinigte globale Fussball-Prominenz.

Unabhängig vom Ausgang der gloriosen Kampagne steht fest, dass die jugendlichen Schweizer die Sympathien in der fernen Heimat und auch die der afrikanischen Fussball-Anhänger im Sturm erobert haben. Kaum eine andere Equipe hat mehr Spektakel zu bieten als die Equipe von Dany Ryser. Der Torschnitt von 2,8 ist nur das statistische Dokument dieser märchenhaften WM-Expedition. Nach dem frühen Ausschluss des Kolumbianers Santiago Arias inszenierten die Schweizer eine Show erster internationaler Güte. Ballsicher, ausnahmslos mit dem richtigen Timing beim Passpiel, und auf jedem Quadratzentimeter des Platzes diszipliniert bot Rysers Ensemble multinationaler Prägung eine grossartige Vorstellung.

Eine Szene veränderte alles und zwar ausschliesslich zu Gunsten der Schweizer. Ben Khalifa, der brillante Topskorer, verwickelte gleich mehrere Kolumbianer in eine Aktion mit einschneidenden Folgen für die Südamerikaner. Zunächst erzwang der GC-Stürmer einen Abpraller des Keepers, ehe er mit seinem Nachschuss das fatale Hands von Arias im Strafraum provozierte. Für die Kolumbianer begann der Halbfinal deshalb denkbar schlecht - mit Rot und dem berechtigten Handspenalty Ben Khalifas zum 0:1. Von jenem misratenen Auftakt erholten sie, die sich selber zum WM-Anwärter deklariert hatten, nicht mehr. Die unwiderstehlichen Schweizer spielten mit mehr Man-Power auf dem Kunstrasen ihren Kontrahenten nach allen Regeln der Fussballkunst aus. Und einer ragte erneut aus dem besten Kollektiv dieser Junioren-WM heraus: Nassim Ben Khalifa. Der elegante Finisseur aus der Romandie mit Ausbildungsplatz in Zürich entzückte im "Teslim Balogun" die gegen 24'000 Zuschauer. In der 29. Minute verhinderte Goalie Bonilla das fünfte Turniertor des tunesisch-schweizerischen Doppelbürgers um Haaresbreite, ehe Ben Khalifa wenig später mit einem herrlichen Pass die Zäsur einleitete..

Am Ende der wunderbaren Schweizer Co-Produktion von Ben Khalifa und Seferovic stand das hoch verdiente 2:0. Und wieder demonstrierten die SFV-Stürmer in jenem entscheidenden Moment ihre beeindruckende Gelassenheit vor dem Abschluss. "Es ist schon aussergewöhnlich, über zwei solch starke Angreifer zu verfügen", freute sich Gérard Castella, der Schweizer "Chef-Scout" auf der Tribüne. Auch was die jungen Schweizer im zweiten Teil ihrer Gala fabrizierten, quittierte Castella mit einem Lächeln und einem anerkennenden Schulterzucken: "Unglaublich gut war das. Und was mich besonders beeindruckt: Leichter ging es zuvor fast nie."

Im Final vom Sonntag (19.00 Uhr) trifft die Schweiz auf Gastgeber und Titelverteidiger Nigeria, der die Spanier 3:1 (1:0) bezwang. Rund um den zweiten Halbfinal herrschten chaotische Zustände. Von aussen drängten massenhaft Fans ins bereits ausverkaufte Teslim-Balogun-Stadion. Ein Absperrgitter hielt dem Gedränge nicht stand. Durch die Lücke strömten Tausende ohne Ticket ins innere Areal. Die Sicherheitskräfte waren komplett überfordert. Laut Augenzeugenberichten wurden mehrere verletzte Menschen auf Tragbahren abtransportiert. Gemäss George Akin, dem medizinischen Verantwortlichen des Organisationskomitees, befanden sich mehrere Personen aufgrund von Kopfverletzungen in kritischem Zustand. Ein FIFA-Sprecher nannte keine Zahl, bestätigte aber, dass Leute ohne Billett ins "Teslim Balogun" gestürmt seien.

 

Mittwoch, 11. November 2009

Joel

Am Dienstag hatten wir ein leichtes Training im Hotel und am Nachmittag hatten wir frei. Am Mittwochmorgen besuchten wir nach dem Frühstück eine Theorie ,in der uns die Kolumbianer vorgestellt wurden.Nach dieser Theorie hatten wir dann das Mittagessen und danach ein wenig Ruhezeit. Um 4 Uhr ging es dann los ins Training wo wir uns aufs Spiel gegen kolumbien vom nächsten Tag vorbereiteten und uns wieder ans Stadion in Lagos gewöhnten. Am Abend hatten wir dann noch eine Theorie bevor wir schlafen gingen.

 

SFV

Ein erster freundlicher Augenkontakt mit den letzten Konkurrenten fand bereits statt. Die besten vier Teams der U17-WM logieren im gleichen noblen FIFA-Hotel. Die Jungstars aus der Schweiz, Spanien, Nigeria und Kolumbien bewegen sich in der Lobby ungestört. In der Ruhe-Oase der pulsierenden und ausnahmslos lauten Millionen-Stadt herrscht eine angenehm gelassene Atmosphäre. Aber das lockere Kartenspiel der Schweizer in der Empfangshalle täuscht. Es ist nur eine kurze Momentaufnahme. Im Inneren sind die SFV-Talente bereits fokussiert auf die grösste Herausforderung ihrer Karriere. Hinter den Kulissen wird hoch konzentriert gearbeitet. Gérard Castella, der frühere Servette-Coach, hat zusammen mit den Junioren anhand von Video-Sequenzen die Spielweise der Südamerikaner im Detail studiert.

"Uns erwartet ein physisch starker Gegner, der uns mit drei Stürmern überrollen will", kennt Janick Kamber, der Stratege und Mittelfeld-Antreiber, die Vorzüge der Kolumbianer. Aber für den Jugendlichen aus dem FCB-Nachwuchs ist der Körper in diesem späten Turnierstadium nicht mehr der entscheidende Faktor. "Müde sind wir alle. Jetzt ist alles eine Kopfsache. Wer ist bereit, mehr zu leiden?" Nervenstärke bewiesen in hohem Mass auch die Kolumbianer. Gegen Argentinien erzwangen sie im Achtelfinal in den letzten Minuten die Wende vom 0:2 zum 3:2. Im Spiel gegen die Türken glichen sie in letzter Sekunde aus und trafen im Penaltyschiessen fünfmal. Und doch war bei den "Los Cafeteros" eine gewisse Anspannung spürbar. 24 Stunden vor dem Halbfinal verhängte Coach Juan Saiz eine "Silenzio Stampa".

Die massive Zunahme des öffentlichen und medialen Interesses haben die jungen Schweizer gespürt. Täglich sind im Hotel mehrere Telefonlinien für sie reserviert. Sie gehen mit dem (erfreulichen) Zusatzaufwand professionell um. Ihre Vorbereitung leidet darunter nicht. "Wir können schon klar trennen und setzen die richtigen Prioritäten", betont Keeper Benjamin Siegrist. Den "Hype" um die Schweizer U17 empfinden die Direktbeteiligten vor allem als positiv und als Wertschätzung ihres Auftritts in Westafrika. Unter Druck fühlt sich deswegen keiner. Die höchsten Ziele setzen sich die forschen Schweizer ohnehin selber. "Wir brauchen nicht um den heissen Brei herum zu reden. Bei uns Spielern ist jetzt klar der Titel das Thema", erklärt Kamber den WM-Tarif ungeschminkt. "Jetzt wollen wir den Kübel in die Schweiz holen."

Bis anhin entpuppten sich die Schweizer als extrem leidensfähig. Sie arrangierten sich mit der drückenden Hitze. Sie liessen sich von einem 0:2- Rückstand (gegen Japan) nicht aus der Ruhe bringen. Selbst drei Ausschlüsse in fünf Spielen steckten sie fast problemlos weg. Nichts brachte sie aus dem Konzept. Für Ryser kommen die verblüffende Reife und Solidarität der U-17-WM-Debütanten nicht völlig überraschend: "Das hat sich in einem Prozess über Jahre hinweg entwickelt. Wir arbeiten nun schon drei Jahre lang zusammen. Das Ganze ist gewachsen." Die Rollen im Team seien klar verteilt - auch jene der Ersatzspieler. "Auch mit ihnen habe ich die Lage bereits im Voraus besprochen." Bei der Selektion habe man bewusst Spieler gewählt, die auch bereit seien, sich voll zu integrieren - speziell angesichts der multikulturellen Zusammensetzung der Equipe ein zweifelsfrei wichtiger Aspekt. 13 Spieler haben Wurzeln im Ausland, 12 verschiedene Nationalitäten sind in der SFV-Auswahl vereint.

Die Basis zum gelungenen Auftritt legten die Schweizer Verantwortlichen schon früh. Angesichts der subtropischen Bedingungen im westlichen Teil von Afrika fand ein reger Austausch mit Swiss Olympic statt. "Wir haben uns über die Erfahrungen bei den Spielen in Peking unterhalten", führte Ryser aus. Die medizinische Kommission beschäftigte sich umfassend mit dem Impfschutz. Im Vorfeld zog Ryser auch einen Ernährungsberater bei. Im Eko kocht mit Justus Lucas ein Schweizer. Für die Verlängerung des Aufenthalts kam ihm zupass, dass er auf die Vorräte der Deutschen zurückgreifen durfte. Der DFB überliess den Pastabestand trotz der 3:4-Niederlage den Schweizern. Und auch die Italiener (1:2 gegen Rysers Team) überliessen ihnen etwas: die Kaffeemaschine des früheren Weltmeisters Giancarlo Antognoni.

Telegramm Kolumbien - Schweiz 0:4 (0:2)

Datum: Donnerstag, 12. Novmber 2009, 16.00 Uhr.

Spielort: Teslim Balogun, Lagos; 24 000 Zuschauer.

Schiedsrichter: Hester, Neus.

Tore: 14. Ben Khalifa (Handspenalty) 0:1. 36. Seferovic 0:2. 50. Martignoni 0:3. 67. Rodriguez 0:4.

Schweiz: Siegrist; Martignoni, Chappuis, Hajrovic, Rodriguez; Gonçalves, Buff (67. Nimeley), Xhaka, Kamber (72. Tosetti); Seferovic, Ben Khalifa (72. Mijatovic).

Verwarnungen: 0. Buff, 45. Hajrovic, 57. Chappuis, 90. Murillo (Kolumbien/alle Foul).

Bemerkungen: Schweiz ohne Veseli, Kasami (beide gesperrt). 13. Rot gegen Arias (Kolumbien/Hands).

 

Copyright Fotos: getty images (übermittelt von Joel Kiassumbua)

 

 

Montag, 09. November 2009

Joel

Da ich jetzt eine Woche keinen Internetzugang hatte, fasse ich die letzte Woche in einem Kurzbericht zusammen.

Wie ihr sicher mitbekommen habt, haben wir am Mittwoch den Europameister Deutschland geschlagen. Dies gelang uns durch eine geschlossene Mannschaftleistung. Das Stadion tobte wie noch nie zuvor und die Stimmung war unglaublich (Laolawellen etc.). Natürlich genossen wir diesen historischen Sieg gegen unsere Nachbarn aus Deutschland und liessen uns noch auf dem Platz von den Fans feiern. als Höhepunkt des Abends bekamen jeder Spieler eine Wuwuzela (Blaströte) mit der wir im Hotel mächtig Stimmung machten und einheizten.

Am Donnerstag fuhren wir nach Ijebu ode wo wir den Viertelfinal gegen Italien bestreiten sollten. Die Fahrt dauerte ungefähr vier Stunden da es sehr viel Verkehr hatte. Am Freitag trainierten wir am Nachmittag und nahmen am Abend an einer kleinen Theorieeinheit teil. Am Samstagmorgen hatten wir dann die Theorie über unseren Gegner, die Italiener. Danach hatten wir am Nachmittag das Abschlusstraining im Stadion. Am sonntag war es dann soweit, der Viertelfinal gegen Italien lag vor uns, und der Mannschaft war die Spannung anzumerken. Leider gelang den Italienern den Start besser doch trotzdem gelang uns der erste Treffer durch Nassim Ben Khalifa. Dieser hilt aber nicht lang und die Italiener glichen nur acht Minuten später aus. In der Halbzeit hatten wir uns ein wenig gefangen und spielten offensiver, und prompt gelang uns der 2:1-Treffer durch Oliver Buff. Postwendend aber flog unser Captain Frederic Veseli wegen einer Notbremse vom Platz und es gab einen Elfmeter für die Italiener. Welcher zum Glück von Benjamin Siegrist parriert wurde. Jetzt mussten wir ungefähr noch 30 Minuten in Unterzahl überstehen. Dies gelang uns auch und wir gewannen unser fünftes Spiel hintereinander. Dieser moment war wirklich unglaublich und wird wohl für uns immer unglaublich bleiben. Wir waren für den Halbfinal qualifiziert. Wir hatten erneut Geschichte geschrieben. Wir waren die erste Schweizer Auswahl die einen Halbfinal an einer Weltmeisterschaft erreichte. diesen Sieg feierten wir ausgelassen bis in die Morgenstunden im Hotel. Am Montag morgen um 10 Uhr reisten wir dann zurück nach Lagos und trainierten am Nachmittag.

Jetzt steht der Halbfinal am Donnerstag im Fokus. Wir werden um 16.00 Uhr gegen Kolumbien um den Finaleinzug antreten. In dieses Spiel gehen wir mit einem gewissen Selbstvertrauen, und wissen jedoch die Kolumbianer nicht zu unterschätzen. Liebe Grüsse aus Lagos,  Joel Kiassumbua.

 

Copyright Fotos: Joel Kiassumbua und getty images (übermittelt von Joel Kiassumbua)

 

 

SFV

Und wieder einmal stand unserer U-17-Auswahl an der Weltmeisterschaft in Nigeria nach dem Viertelfinalsieg über Italien ein Zügeltag bevor. Heute Vormittag ging es von Ijebu Ode zurück nach Lagos, wo die Schweiz am Donnerstag zum Halbfinal gegen Kolumbien antritt. Die Aussicht auf die rund fünfstündige Fahrt zurück nach Lagos konnte der guten Stimmung im Schweizer Team keinen Abbruch tun. Zum einen sorgte immer noch der grossartige Erfolg gegen Italien für Hochstimmung, anderseits aber auch die Aussicht, in Lagos im mittlerweile bestens bekannten Hotel wieder über eine Küche zu verfügen, in welcher der Schweizer Koch Justus Lucas in seinem eigenen Reich seines Amtes walten kann.

„Die Stimmung bei uns könnte besser nicht sein, alle sehnen bereits den Donnerstag und das nächste Spiel gegen die Kolumbianer herbei. Das Team ist nach wie vor voller Tatendrang und will um jeden Preis ins Endspiel vordringen“, sagte Team-Manager Michel Schafroth heute am Telefon. Von einem „historischen Sieg“ sprach Cheftrainer Dany Ryser. „Es war erneut ein Spiel mit vielen Hochs und Tiefs. Nach einem schwachen Beginn und einem starken Italien in der ersten Halbzeit steigerten wir uns, erwachten nach dem Wechsel endlich und hatten unsere beste Phase nach dem Ausschluss gegen Captain Veseli“, sagte Ryser. Er freute sich auch über die taktische Meisterleistung, „dass wir Italien eigentlich mit ihren eigenen Mitteln schlagen konnten. Immer dann, wenn sich die Azzurri sicher fühlten, schlugen wir zu“, sagte Ryser.

Nach ihren Sperren gegen Italien kehren Haris Seferovic und Sead Hajarovic ins Team zurück. Verzichten muss Ryser im Halbfinal dagegen auf seinen Captain Frédéric Veseli. „Das ist auch eine Chance für die anderen“, sagt Ryser. Ihm bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. „Hajrovic, Martignoni, Vecchi und Buff können auf dieser Position spielen“, das haben sie schon verschiedentlich bewiesen“, gibt sich Ryser zuversichtlich.

Die Kolumbianer sind an der WM wie die Schweizer noch ungeschlagen, sie beendeten die Gruppenspiele nach einem Sieg über den EURO-Finalisten Holland und zwei Unentschieden gegen Iran und Gambia auf Rang 2, schlugen im Achtelfinal Argentinien 3:2 und behielten im Viertelfinal nach einem 1:1 nach Verlängerung im Penaltyschiessen (5:3) die besseren Nerven als die Türken. Die Schweizer Teamleitung besitzt Videos von den Spielen der Kolumbianer und Spielbeobachter Gérard Castella wird zusammen mit Dany Ryser das Team einmal mehr bis in alle Details auf den Gegner einstellen.

Der Schweizer Sturmlauf in den Halbfinal der U-17-WM stösst bei den Sportkonsumenten auf grosses Interesse. Die Live-Übertragung auf SF2 verfolgten am Sonntagabend bis zu 441'000 Zuschauer. Damit erreichte die Viertelfinal-Partie der Fussball-Junioren gegen Italien (2:1) einen Marktanteil von 21,4 Prozent. SF2 ist auch am Donnerstag beim Halbfinal gegen Kolumbien ab 16.00 Uhr live dabei.

  

Sonntag, 08. November 2009

SFV

Das Abenteuer geht weiter: Das Schweizer U-17-Team steht an der WM in Nigeria im Halbfinal. Gegen Italien siegte die Auswahl von Coach Dany Ryser 2:1 (1:1). In der Runde der vier weltbesten Junioren-Teams trifft die SFV-Equipe am nächsten Donnerstag (16 Uhr/live SF2) auf Kolumbien. Nassim Ben Khalifa (24.) und Oliver Buff (61.) zwangen die starke italienische Mannschaft mit ihren Treffern in die Knie. Und als eine Wende drohte, umklammerte Torhüter Siegrist den verblüffenden Sieg im Stile eines Champions.

Der Support der Afrikaner ist den Schweizern längst gewiss. Mit den Erfolgen gegen Top-Nationen wie Brasilien und Deutschland haben sie sich in die Herzen der Gastgeber und in den Fokus der Schweizer Fussball-Gemeinde gespielt. Nun folgte der nächste Coup: Der erstmalige Vorstoss in einen WM-Halbfinal. In der vorletzten Partie treffen die Schweizer in Lagos auf ein Team, das überraschend Argentinien (3:2) und auch die Türkei (2:1 n.P.) eliminiert hat. Kolumbien ist das "Last-Minute-Team" der WM. Gleich dreimal markierten die Südamerikaner das entscheidende Tor kurz vor oder nach der 90. Minute.

Die Schweizer hatten in Ijebu-Ode zwar erneut zu leiden und mehrere Rückschläge zu verkraften, aber sie verlängerten ihre Siegserie gleichwohl auf fünf Partien. Als Captain Veseli in der 63. Minute Rot sah und der Schiedsrichter auf den Penaltypunkt zeigte, hatten die SFV-Talente eine ungemütlichte Schlussphase zu befürchten. Weil Keeper Benjamin Siegrist den Ausgleich aber (erneut) verhinderte und die dezimierten Schweizer ihre taktische Ordnung nicht mehr einbüssten, waren sie nicht mehr vom Halbfinalkurs abzubringen. Dank dem zweiten kapitalen Erfolg gegen Italiens U 17 innerhalb von sechs Monaten und seit der EM in Deutschland (3:1) spielt Rysers Equipe nun am Donnerstag sogar um den Finaleinzug.

Vor der Nummer 10 im Schweizer Team haben an der U-17-WM mittlerweile alle Respekt: Nassim Ben Khalifa vereint fast alle Qualitäten dieser aussergewöhnlich starken SFV-Auswahl - Technik, Nervenstärke, Mut und Athletik. Der GC-Professional trickste die Italiener immer wieder aus. Nur der Makel der Ineffizienz trübte seine Bilanz. Er, der dreifache Turnier-Torschütze, hätte gegen Italien mehr als einen Treffer schiessen können. Beim Stand von 1:1 vergab der hochtalentierte Stürmer drei erstklassige Chancen, ein weiteres Mal hatte er mit einem Lattenknaller Pech. Weniger Aufwand, aber den gleichen Ertrag erreichte Oliver Buff. Der Zürcher Mittelfeldspieler traf nach einem Corner zum 2:1. Praktisch im Gegenzug reagierten die Azzurrini - mit Folgen für die Schweizer. Frédéric Vesli stoppte Italiens Topskorer Beretta im Strafraum mit einer "Notbremse". Der Schweizer sah Rot, Keeper Siegrist begrenzte den Schaden dann aber nach dem dritten Platzverweis im fünften Spiel; er hielt den Penalty Fossatis.

 Im Vergleich zur Partie gegen Deutschland (4:3) starteten die Schweizer eher verhalten in die Partie. Italien beanspruchte früh die ersten Vorteile. Entgegen den Erwartungen kontrollierten die Südeuropäer das Spiel zunächst ohne taktische Zurückhaltung. Dany Ryser hatte den italienischen Nachwuchs im Vorfeld als "Meister der Konter" bezeichnet. Den ersten schnellen Gegenzug lancierten dann aber die Schweizer gleich selber. Ben Khalifa schloss die Aktion mit einem wunderbaren Volleyschuss perfekt ab (24.). Die zu jenem Zeitpunkt eher glückhafte Führung hielten die Schweizer indes nicht lange. Acht Minuten später erzwang Federico Carraro mit einem präzisen Freistoss den Ausgleich. Unmittelbar nach der Pause verhinderte FCZ-Verteidiger Rodriguez in extremis das 1:2, als er den Ball für seinen geschlagenen Keeper Siegrist abfing. Während der Druckperioden der Italiener glänzte im Tor der Schweizer Benjamin Siegrist gleich mehrfach. Der Jugendliche aus der Organisation des englischen Premier-League-Vereins Aston Villa stoppte die Kontrahenten reihenweise.

Telegramm Schweiz - Italien 2:1 (1:1)

Datum: Sonntag, 08. Novmber 2009, 19.00 Uhr.

Spielort: Gateway International, Ijebu-Ode; 5000 Zuschauer.

Schiedsrichter: Kassai (Un).

Tore: 24. Ben Khalifa 1:0. 32. Carraro 1:1. 61. Buff 2:1.

Schweiz: Siegrist; Martignoni, Chappuis, Veseli, Rodriguez; Kamber (94. Vecchi), Buff, Kasami, Xhaka (83. Nimeley); Ben Khalifa, Buess (46. Gonçalves).

Verwarnungen: 69. Kasami (im nächsten Spiel gesperrt), 72. Camporese (beide Foul), 84. Siegrist (Spielverzögerung), 88. Beretta, 90. Carraro (beide Foul).

Bemerkungen: Schweiz ohne Seferovic, Hajrovic (beide gesperrt). 17. Flanke von Sini an die Latte. 63. Rot gegen Veseli (Notbremse). 64. Siegrist hält Foulpenalty von Fossati. 87. Lattenschuss von Ben Khalifa.

 

Mittwoch, 04. November 2009

SFV

Die Schweizer U-17-Auswahl ist an der WM in Nigeria nicht zu stoppen. Daniel Rysers Equipe besiegte den Europameister Deutschland in spektakulärem Stil in Lagos 4:3 nach Verlängerung. Am 8. November treffen die SFV-Talente nun mit Italien auf den nächsten Vertreter einer Top-Fussball-Nation. Dem talentiertesten Junioren-Team seit 2002 ist nach vier Siegen (u.a. gegen Brasilien) in Serie nun alles zuzutrauen.

Zweimal entglitt den Schweizern der Vorteil. Die dritte Führung durch den FCZ- Joker André Gonçalves (101.) hingegen liessen sie sich nicht mehr entreissen. Trotz 30-minütiger Unterzahl (Rot gegen Hajrovic) gestand die SFV-Equipe dem Favoriten keine Rückkehr mehr zu. Im Gegenteil: Nassim Ben Khalifa (GC), der überragende Stürmer auf dem Platz, erhöhte in der 116. mit einem Foulpenalty auf 4:2. Mallis 3:4 (118.) kam aus deutscher Optik zu spät.

Der euphorische Tanz am Ende war zwar verdient, aber keineswegs leichtfüssig erspielt. Die Schweizer hatten vor allem in der Schlussphase der regulären Spielzeit zu leiden. Gleich mehrere Tiefschläge hatten sie in jenem Abschnitt zu verdauen. Für ihre mangelnde Effizienz bezahlten sie "cash". Zunächst erzwang Trinks mit einem platzierten Freistoss den späten Ausgleich (78.). Dann verloren sie den kurz zuvor eingetretenen Sead Hajrovic wegen einer roten Karte. In der Verlängerung glich sich das Stärkenverhältnis nach einer gelb-roten Karte gegen Mustafi wieder aus.

Lange liessen die Schweizer in der ersten Hälfte nicht mehr als einen Weitschuss Trinks' zu. Sie hatten das derzeit beste europäische U-17-Team mehrheitlich diskussionslos beherrscht und führten dank FCZ-Verteidiger Ricardo Rodriguez 1:0. Eine Slapstick-Szene genügte aber, um dem Gegner das unverhoffte Comeback zu ermöglichen.Captain Veseli zögerte nach einem langen Pass ohne Grund unendlich lange, bis Keeper Siegrist aus dem Tor eilte und einen Prellball verursachte. Profiteur Götze gelangte so ohne grossen Aufwand zum glückhaften 1:1 (39.).

Auch nach der Pause diktierte Rysers Equipe das Geschehen bis zu den finalen Turbulenzen mehrheitlich. Dank Haris Seferovic, der im vierten Spiel sein drittes Turnier-Tor markierte (49.), setzte sie ohne Verzögerung den nächsten Akzent. Der robuste GC-Stürmer überwand den starken deutschen Goalie Ter Stegen nach einer smarten Vorlage Xhakas mit einem ansatzlosen Schuss. Wegen einer Verwarnung wird Seferovic im Viertelfinal aber gesperrt fehlen. In der Folge verpassten die Schweizer diverse hochprozentige Möglichkeiten, frühzeitig die Zäsur zu schaffen. Immer wieder scheiterten sie - speziell Nassim Ben Khalifa - am brillanten Ter Stegen. Der Junior von Borussia Mönchengladbach bewahrte seine Kollegen in mehreren heiklen Situationen vor dem Out. Siegrist, der Torhüter der Schweizer, rückte erst in 88. Minute wieder in den Mittelpunkt, als er den "Matchball" von Scheidhauer entschärfte.

Rund 6,68 Millionen Mitglieder zählt der DFB. Die Ressourcen sind im Vergleich zum Schweizer Verband nahezu grenzenlos. Auf höchster Ebene sind diese unterschiedlichen Dimensionen deutlicher spürbar. Seit 53 Jahren hat die A- Nationalmannschaft gegen die Deutschen nicht mehr gewonnen. Im Junioren-Sektor bewegt sich die Schweiz hingegen seit Jahren auf einem ähnlich hohen Niveau wie der DFB. Immer wieder stiessen die Auswahlen des SFV auf verschiedenen Altersstufen an den Endrunden unter die Top 8 vor. Dem aktuellen Team von Ryser attestieren Experten ähnlich hohe Qualitäten wie der Generation um Tranquillo Barnetta, die 2002 den EM-Titel gewann.

Telegramm Schweiz - Deutschland 4:3 (1:1)

Datum: Mittwoch, 04. Novmber 2009.

Spielort: Teslim Balogun, Lagos; 16'500 Zuschauer.

Schiedsrichter: Vazquez, Uru.

Tore: 35. Rodriguez 1:0. 39. Götze 1:1. 49. Seferovic 2:1. 78. Trinks 2:2. 101. Gonçalves 3:2. 116. Ben Khalifa (Foulpenalty) 4:2. 118. Malli 4:3.

Schweiz: Siegrist; Martignoni, Chappuis, Veseli, Rodriguez; Kamber, Buff (89. Gonçalves), Kasami (84.Hajrovic), Xhaka (112. Nimeley); Ben Khalifa, Seferovic.

Verwarnungen: 90. Rot gegen Hajrovic (Foul). 106. Gelb-Rot gegen Mustafi (Foul). 22. Zimmermann (Foul), 24. Seferovic (Foul, gesperrt im  Viertelfinal), 67. Mustafi, 75. Buff, 111. Malli (alle Foul).

 

Sonntag, 01. November 2009

Joel 

Heute stand die Regeneration im Vordergrund und wir konnten von 09.00-10.30 Uhr Frühstücken, logischerweise erschienen alle spieler ungefähr um die gleiche Zeit (10.20 Uhr) im Frühstückssaal. Danach hatten wir ein kleines Fuss- und Beachvolley Turnier in der Hotelanlage veranstaltet, indem es sehr lustig zu und her ging. Danach genossen wir bis um 20.00 Uhr unsere freie Zeit und sonnten uns und gingen baden.

 

Samstag, 31. Oktober 2009

Joel 

Nach dem Frühstück um 09.00 Uhr genossen wir den riesigen Swimmingpool des Hilton Hotels und packten danach unsere Taschen um zurück nach Lagos zu fliegen. Man kann sich vorstellen, dass der 50. minütige Flug sehr lustig und locker von statten ging. Schon abends angekommen waren wir überglücklich wieder in Lagos zu sein, da wir dort eine grosse Gastfreundlichkeit und Sympathie geniessen und uns wie zu Hause fühlen.

 

SFV

Das Schweizer U-17-Nationalteam, das die Gruppenspiele mit den Siegen gegen Mexiko, Japan und Brasilien ohne Punktverlust hinter sich gebracht hat, ist nach Lagos zurückgekehrt, wo es am Mittwoch zum Achtelfinal antritt. Noch ist nicht bekannt, wer dannzumal der Gegner sein wird, doch sieht es momentan danach aus, als ob es Deutschland sein könnte, das die Gruppe A mit vier Punkten auf dem dritten Rang abschloss.

Nach dem Sieg gegen Brasilein gingen die Spieler sofort in ihr Hotel zurück, nahmen das Nachtessen ein und feierten den grossen Erfolg. Am Samstag stand die Regeneration im Vordergrund. Die Spieler, welche nicht im Einsatz standen, trainierten im Hotel mit den Physiotherapeuten, die anderen erholten sich aktiv. Auch der heutige Sonntag dient noch der Erholung. „ Ab morgen bereiten wir unseren Achtelfinal vor, sowohl im Training als auch in der Therorie“, sagt der erfolgreiche Trainer Dany Ryser.

Verteidiger und Captain Frédéric Veseli (Manchester City), ist vom Grosserfolg des Teams nicht überrascht. „Wir wissen, wozu wir fähig sind. Vorerst sind wir einfach sehr stolz und glücklich, doch wir sind noch lange nicht am Ziel, wir wollen weiter auf der Erfolgsstrasse bleiben“, sagt der Spielführer. „Auch dem Achtelfinal blicken wir mit grosser Zuversicht entgegen. Wir werden uns gut vorbereiten und alles tun, um den Viertelfinal zu erreichen.“

Am Samstag trat Verbandspräsident Peter Gilliéron zusammen mit den beiden Technischen Direktoren Hansruedi Hasler und Peter Knäbel die Rückreise in die Schweiz an. „Die Mannschaft hat mich sehr beeindruckt“, meinte der stolze Präsident. „Eine grosse Diszilin, Ehrgeiz und Können zeichnet diese sympathische Mannschaft aus“, so Gilliéron.


Freitag, 30. Oktober 2009

Joel 

Frühstück wie immer um 08.30 Uhr, danach hatten wir ein kleines Tonisieren. nach dem Tonisieren nahmen wir das Mittagessen ein. Danach besuchten wir die letzte Theorie vor dem spiel. nach dieser Theorie hatten wir einen kleinen Brunch gegen 4 Uhr und danach ging es ab ins Stadion. Da das Stadion sehr gross war (Kapazität 60'000 Zuschauer) kamen uns die 6500 zuschauer relativ mikrig vor. Doch wir erwischten einen guten Start gegen die Brasilianer und gingen ind der 22. Minute mit 1:0 durch Nassim Ben Khalifa in Führung, diese verteidigten wir mit Bravour und gewannen auch das 3. Gruppenspiel gegen die hochfavorisierten Gauchos mit 1:0. Die Stimmung nach dem Spiel war auf dem Höhepunkt und wir genossen es in vollen Zügen. Nun ist es einer Schweizer Auswahl zum ersten Mal gelungen, eine brasilianische Auswahl an einem offiziellen Turnier zu schlagen.

 

SFV

Nach Mexiko und Japan schlug das Team von Dany Ryser in Anwesenheit von SFV-Präsident Peter Gilliéron auch den dreifachen Titelträger Brasilien. Das entscheidende Tor fiel schon nach 21 Minuten. Nach einem Eckball konnte Brasiliens Goalie Alisson einen ersten Abschluss abwehren, bevor der Grasshopper Nassim Ben Khalifa mit dem Kopf zur Stelle war und seinen ersten Turniertreffer erzielte. Die Schweiz hatte zuvor auf keiner Juniorenstufe ein Spiel gegen Brasilien gewinnen können. Die Führung verteidigten die Schweizer danach geschickt. Sie liessen den Südamerikaner, die durch diese Niederlage nur den dritten Rang in der Gruppe B belegen und um den Einzug unter die besten 16 zittern müssen, wenig Raum zur Entfaltung. Erst in der letzten halben Stunde geriet die SFV-Auswahl massiv unter Druck und musste das eine oder andere Mal Glück in Anspruch nehmen. In der 72. Minute musste zunächst Goalie Benjamin Siegrist entscheidend intervenieren, dann wehrte Verteidiger André Gonçalves einen Schuss von Wellington auf der Torlinie ab.

Zuvor hatten die Südamerikaner, die drei der letzten sechs U-17- Weltmeisterschaften für sich entscheiden konnten, vor allem in der 26. Minute für Aufregung im Schweizer Strafraum gesorgt, als der starke Siegrist gegen Coutinho zweimal brillant parierte. Die Brasiliener, die über 60 Prozent Ballbesitz hatten, waren zwar oft in der Vorwärtsbewegung, doch agierten sie weniger stilsicher als das Schweizer Ensemble, das trotz bereits geschaffter Qualifikation um jeden Meter kämpfte.

Doch die SFV-Auswahl überzeugte nicht nur durch Einsatz. Sie hatte durchaus Möglichkeiten, weitere Treffer zu erzielen. Bei den beiden besten Schweizer Chancen nach dem Seitenwechsel war zweimal der Basler Granit Xhaka entscheidend beteiligt. Nach einer Stunde lancierte er mit einem herrlichen Pass Oliver Buff, der seinen Schuss vom Keeper abgewehrt sah, und zehn Minuten vor Schluss landete ein Weitschuss von Xhaka auf der Lattenoberkante.

Die Schweiz bestreitet nun ihren Achtelfinal am Mittwoch in Lagos, wo sie bereits gegen Mexiko und Japan erfolgreich gespielt hatte. Gegner wird einer der vier besten Gruppendritten sein.

Telegramm Schweiz - Brasilien 1:0 (1:0)

Datum: Freitag, 30. Oktober 2009.

Spielort: Abuja, 6500 Zuschauer.

Schiedsrichter: Maillet (Seychellen).

Tore: 21. Ben Khalifa (Grasshoppers) 1:0.

Schweiz: Siegrist (Aston Villa); Goncalves (Zürich), Chappuis (Grasshoppers), Veseli (Manchester City), Martignoni (Locarno); Buess (Basel)/74. Vecchi (Basel), Kasami (Lazio Rom), Xhaka (Basel); Ben Khalifa (Grasshoppers)/85. Mijatovic (Bellinzona), Seferovic (Grasshoppers)/66. Hajrovic (Arsenal).

Bemerkungen: 80. Lattenschuss von Xhaka (Basel).

3. Spieltag. Gruppe B. In Abuja: Schweiz - Brasilien 1:0 (1:0). In Lagos: Mexiko - Japan 2:0 (0:0).

Schlussrangliste (je 3 Spiele): 1. Schweiz 9. 2. Mexiko 6. 3. Brasilien 3. 4. Japan 0. - Schweiz und Mexiko im Achtelfinal. Die Schweiz trifft am Mittwoch auf einen der vier besten Gruppendritten.

 

Copyright Fotos: getty images (übermittelt von Joel Kiassumbua)

 

 

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Joel

Um 09.00 Uhr war Frühstück, danach hatten unsere Doktoren hochbetrieb, da sich viele Spieler unwohl fühlten und sich über Bauchkrämpfe etc. beklagten. Wir hatten vernommen, dass auch andere Teams in Abuja erkrankt sind. Trotz des Unwohlseins sind wir nach dem Mittagessen ins Abschlusstraining abgefahren, dass wir im Stadion absolviert haben. Nach dem Abendessen hatten wir dann die Theorie, in der uns Herr Castella die Brasilianer genauer vorgestellt hat und uns über ihre Stärken und Schwächen informierte.

 

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Joel

Immer noch in Jubelstimmung reisten wir mit den Brasilianern zusammen nach Abuja um dort unser letztes Grupenspiel zu absolvieren. Die Reise war kurz doch mühsam. Dass wir im Hilton Hotel Abuja untergebracht worden sind, erschien uns zuerst als erfreulich. Es stellte sich jedoch heraus, dass dies kein glückliches Händchen gewesen war. nach dem Mittagessen sind wir ins Training abgefahren, wo wir zum ersten Mal auf Rasen trainierten (unter Rasen versteht man in Nigeria eine halbwegs gepflegte Weide).

 

SFV

Hansruedi Hasler, der Technische Direktor des SFV, der das Spiel gegen die Japaner vor Ort verfolgte, sprach von einer tollen Reaktion der Schweizer nach einer verkorksten ersten Halbzeit, in der es nicht gelang, sich an den tückischen Kunstrasen zu gewöhnen, der aufgrund der ständigen Regenfälle sehr rutschig war. Hohen Unterhaltungswert hatte heute Morgen für die Spieler schon die Fahrt zum Flughafen von Lagos. Immer wieder stand der Teambus im Stau und zuweilen musste die Polizei-Eskorte dem Bus den Weg freimachen, indem die Motorradfahrer den umliegenden Autos einen Tritt an die Türe versetzten.

Nach einem rund einstündigen Flug traf die Schweizer Delegation in Abuja ein, bezog die Zimmer im Hotel und trainierte leicht. Anschliessend folgten Spieler und Staff einer Einladung der Schweizer Botschaft. „Dank der grossartigen Arbeit von Koch Justus Lucas und der Ärzte gibt es keine gesundheitlichen Probleme“, sagt Hasler, der auch der Partie gegen den dreifachen U-17-Weltmeister Brasilien positiv entgegenblickt. „Brasilien – Mexiko war ein aufreibendes, kampfbetontes Spiel, doch in spielerischer Hinsicht liess es einige Wünsche offen“, meinte der Technische Direktor des SFV. Gegen Brasilien kann Oliver Buff, der nach gelb-rot im Auftaktspiel im Match gegen Japan gesperrt war, wieder mitwirken.

Noch nicht bekannt ist der Gegner der Schweiz im Achtelfinal. Mit einem Unentschieden gegen Brasilien ist die Schweiz Gruppensieger und stösst auf einen Drittklassierten. Mögliche Gegner kommen aus der Gruppe A (Nigeria, Deutschland oder Honduras), C (Iran, Kolumbien, Niederlande oder Gambia) oder D (Türkei, Neuseeland, Costa Rica oder Burkina Faso ). Als Gruppenzweiter stiesse die Schweiz auf den Zweiten der Gruppe F (Korea, Italien, Algerien oder Uruguay), als Gruppendritter, was im Fall einer hohen Niederlage und eines gleichzeitigen Siegs von Mexiko über Japan auch noch möglich ist, wäre der Sieger der Gruppe D (Türkei, Neuseeland, Costa Rica oder Burkina Faso) Gegner der Schweiz.


Dienstag, 27. Oktober 2009

Joel

Zum spiel gegen Japan: Um 08.30 Uhr war Frühstück, danach hatten wir eine kleine Tonifikation im hotel. Nach dem Tonisieren nahmen wir unser Mittagessen ein, welches wie immer aus Teigwaren und vielen Kohlenhydraten bestand. Nach einer kurzen Ruhezeit besuchten wir unsere letzte kleine Theorieeinheit, danach ging es ab Ins Stadion. Die stimmung im Stadion war wie immer dröhnend laut und super motivierend, dazu kam noch das Lagos hinter uns stand und uns lautstark unterstützte. Leider erwischten wir einen sehr schlechten Start und lagen 0:2 hinten. Doch kurz vor dem Pausentee gelang uns der wichtige anschlusstreffer zum 1:2. Nach der deutlichen Pausenansprache unseres Trainers, haben wir das Spiel innerhalb von 8 Minuten gedreht und gingen 3:2 in Führung. Als uns dann noch das 4:2 gelang war uns klar, dass wir dieses Spiel nach Hause bringen müssen. Dies taten wir auch und qualifizerten uns erfolgreich für die Achtelsfinals.

 

SFV

Es war in Lagos bei über 30 Grad eine Partie mit zwei völlig verschiedenen Gesichtern: In der ersten halben Stunde wurde das Schweizer Team von den Asiaten förmlich überrannt und lag nach 20 Minuten bereits 0:2 zurück. Danach aber drehte das Team von Dany Ryser allmählich auf: GC-Stürmer Haris Seferovic verkürzte noch vor der Pause (42.) auf 1:2, ehe Granit Xhaka (Basel) aus wenigen Metern nur die Latte traf (45.).

Im zweiten Durchgang waren die Schweizer wie verwandelt. Erst scheiterte Seferovic mit einem Foulpenalty erst am japanischen Goalie und danach mit dem Nachschuss an der Latte (48.). Nur drei Minuten später machte der GC-Angreifer seinen Fehler aber wieder gut und erzielte nach einem Abwehrfehler den 2:2- Ausgleich. Nochmals zwei Minuten später schoss Xhaka die Schweiz mit einem schönen Schlenzer aus 11 Metern erstmals in Führung (53.).

Japan bäumte sich nach einer Stunde nochmals auf, verzeichnete vier gute Möglichkeiten zum Ausgleich, ehe die zweikampfstärkeren Schweizer das Spiel wieder unter Kontrolle bekamen und durch Ricardo Rodriguez (FCZ) auf 4:2 erhöhen konnten. Der Anschlusstreffer der Japaner fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit und brachte die Schweiz nicht mehr in Bedrängnis.

Mit den beiden Vollerfolgen haben die Schweizer die Achtelfinals bereits erreicht. Neben dem Gruppensieger und dem Zweiten qualifizieren sich auch die vier besten Gruppendritten für die Achtelfinals. Im dritten Gruppenspiel trifft die Schweiz am Freitag in Abuja auf den dreifachen U17-Weltmeister Brasilien.

Telegramm Schweiz - Japan 4:3 (1:2)

Datum: Dienstag, 27. Oktober 2009, 17.00 Uhr MEZ.

Spielort: Lagos, 9 500 Zuschauer.

Schiedsrichter: Batres (Gua).

Tore: 9. Miyayoshi 0:1. 20. Miyayoshi 0:2. 42. Seferovic (Grasshoppers) 1:2. 51. Seferovic 2:2. 53. Xhaka (Basel) 3:2. 74. Rodriguez (Zürich) 4:2. 93. Kojima 4:3.

Schweiz: Siegrist (Aston Villa); Goncalves (Zürich), Chappuis (Grasshoppers), Veseli (Manchester City), Rodriguez (Zürich); Kamber (Basel)/87. Vecchi (Basel), Nimeley (Basel)/38. Buess (Basel), Kasami (Lazio Rom), Xhaka (Basel)/ 75. Hajrovic (Arsenal); Ben Khalifa (Grasshoppers), Seferovic (Grasshoppers).

Bemerkungen: Schweiz ohne den gesperrten Buff (Zürich). 45. Lattenschuss Xhaka. 48. Kamita hält Foulpenalty von Seferovic, der mit dem Nachschuss an die Latte trifft.

2. Spieltag: Gruppe B (in Lagos): Schweiz - Japan 4:3 (1:2). Brasilien - Mexiko 0:1 (0:0).

Rangliste: 1. Schweiz 2/6 (6:3). 2. Brasilien 2/3 (3:3). 3. Mexiko 2/3 (1:2). 4. Japan 2/0 (5:7) - Schweiz für die Achtelfinals qualifiziert. -- 3. Gruppenspiel am Freitag in Abuja gegen Brasilien.

 

Montag, 26. Oktober 2009

Joel

Frühstück war wie immer pünktlich um 8.30 Uhr; danach besuchten wir um 11 Uhr eine Theorieeinheit mit der detailierten Analyse von Japan mit Videos und Eindrücken von Herrn Ryser und Herrn Castella. Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr war eine Stunde schlafen angesagt. Um 3 Uhr sind wir dann wieder ins Stadion abgefahren. Es war wieder einmal sehr heiss. 35 Grad Celsius und die brühtende Hitze hinderte uns jedoch nicht ein zwar kurzes und spezifisches Training abzuhalten.

Zurück im Hotel hatten wir um 18.30 Uhr den letzten Teil unsere Theorie für das Japan-Spiel. Nachdem unser CO Trainer Herr Meichtry uns noch eine seiner bekannten Motivationssitzungen vorgetragen hat, sind wir dann auch schon zum Nachtessen gegangen. Nachtruhe war dann wie immer um 23 Uhr.

 

SFV

Mit einer eindrücklichen Leistung bei der EM in Deutschland schaffte die Auswahl von Dany Ryser den Sprung unter die 24 weltbesten Teams und damit das WM-Endrundenturnier in Nigeria. Zum Auftakt spielten die Schweizer 1:1 gegen Frankreich. Mit einem 3:1-Sieg gegen Italien und einem torlosen Unentschieden gegen Spanien sicherte sich der starke Schweizer Nachwuchs die Halbfinalqualifikation und gleichzeitig die Qualifikation für die WM in Nigeria. Auch wenn der Halbfinal gegen Holland 1:2 verloren ging, zeigte das Team von Dany Ryser in Deutschland eindrücklich seine Stärke auf. Der verdiente Lohn ist die Teilnahme am Turnier der weltbesten Teams in dieser Altersklasse.

Und dabei bekommen es die Schweizer mit dem ganz grossen Favoriten zu tun: Zum Abschluss der Vorrunde spielen sie in Abuja gegen Brasilien. Die Gegner in Lagos heissen Japan und Mexiko. Ryser sprach nach Kenntnisnahme der Gegner von einer "interessanten Auslosung". "Es ist wunderbar, gegen eine solch grosse Fussball-Nation wie Brasilien antreten zu dürfen. Wir können eine ähnliche Rolle spielen wie an der EM. Wer hätte damals gedacht, dass wir uns an der EM in einer Gruppe mit Frankreich, Spanien und Italien durchsetzen?", fragte der Coach rhetorisch.

 

Sonntag, 25. Oktober 2009

Joel

Am Sonntagmorgen gingen wir auf einen Überraschungsausflug. Ein Schweizer Club, der in Nigeria ansässig ist, organisierte für uns eine Rundfahrt mit einem Boot und danach gingen wir in ein kleines Dorf und grillierten dort. Im Dorf spielten wir mit den Dorfbewohnern Fussball und gingen mit ihnen ins Meer schwimmen. Es war eine sehr rührende Erfahrung für uns, die wir nie mehr vergessen werden. 

 

SFV

Unmittelbar nach dem 2:0-Startsieg über Mexiko begann für das U-17-Nationalteam an der Weltmeisterschaft in Nigeria die Vorbereitung auf die zweite Begegnung am Dienstag gegen Japan. Diejenigen Spieler, die im Einsatz standen, gingen sofort nach dem Spiel zum Nachtessen und anschliessend zum Auslauf-Training auf dem Fahrrad, für die Ersatzspieler stand zuerst Training und anschliessend das Nachtessen auf dem Programm.

Am Sonntag folgten die Spieler und die Betreuer einer Einladung des Schweizer Klubs in Nigeria. Nach einer einstündigen Schifffahrt stand eine Grillparty auf dem Programm. Die Spieler genossen die Abwechslung, kamen auch mit einheimischen Kindern in Kontakt und beklatschten die Tore der Knaben und Mädchen bei deren Show-Spiel lautstark.

Zusammen mit Beobachter Gérard Castella hatte Trainer Dany Ryser die Begegnung Brasilien – Japan (3:2) im Stadion beobachtet und erste Erkenntnisse über die beiden nächsten Gegner gewonnen. Japan, den nächsten Gegner, bezeichnet Ryser als „eine starke Mannschaft die schnell und explosiv ist und technisch stark.“ Gegen Brasilien verloren die Japaner unglücklich in der Nachspielzeit. Am Montag stehen Theorie und die Analyse Castellas sowie zwei Trainings auf dem Programm des Schweizer Teams. Die Spieler haben sich zwar über den Starterfolg gegen Mexiko riesig gefreut, wissen aber, dass sie noch nichts gewonnen haben und weitere Punkte für den Einzug in die Achtelfinals benötigen. Was die Sperre Olvier Buffs betrifft, der nach zwei gelben Karten gegen Mexiko des Feldes verwiesen wurde, hatte die Schweizer Delegation am Sonntagabend noch keine Informationen. Cheftrainer Ryser geht davon aus, dass Buff für eine Partie gesperrt wird.

 

Samstag, 24. Oktober 2009

Joel

Am Samstag war es endlich soweit, wir hatten um halb 9 wieder Morgenessen und um 10 Uhr ein Tonisieren im Park beim Hotel, danach war Mittagessen angesagt. Am Nachmittag hatten wir noch kurz Zeit uns auszuruhen und dann ging es ab ins Stadion. Die Nervosität war jedem anzumerken als wir vor dem Stadion ankamen. Die Zuschauer hatten Wuwuzelas und machten damit mächtg Stimmung. Das spiel lief super für uns und wir gingen mit 2:0 Toren in die Halbzeitpause. Schlussentlich gewannen wir das Spiel gegen die favorisierten Mexicaner. Die Stimmung war unglaublich und wir genossen es in vollen Zügen.

 

SFV

Die Schweizer U-17-Auswahl ist exzellent zur WM in Nigeria gestartet. Gegen Mexiko gewann sie in Lagos verdient 2:0. Mittelfeldspieler Pajtim Kasami (Lazio Rom) schoss das 1:0 (22.), das 2:0 fiel nach einem Eigentor von Torhüter Rodriguez noch vor der Pause (42.).

Die Schweizer hatten zwar weniger den Ball, doch weitaus mehr gute Chancen. Am Ende hätte der Sieg auch höher ausfallen können. Oliver Buff, der Mitte der zweiten Halbzeit die Gelb-Rote Karte sah, sowie Granit Xhaka trafen nur die Latte. Die Treffer der Schweizer Junioren waren sehenswert. Kasami, der seit diesem Sommer der Nachwuchsabteilung von Lazio Rom angehört, schoss das 1:0 mit einem Freistoss aus 22 Metern unter die Latte. Kurz vor der Pause faustete Mexikos Torhüter Rodriguez den Ball nach einem Corner von Fréderic Veseli unbedrängt ins eigene Tor.

Mit dem Startsieg haben die Schweizer schon einen grossen Schritt Richtung Achtelfinals getan. Um im 24er-Feld die Runde der letzten 16 zu erreichen, würde womöglich auch der 3. Platz in der Gruppe genügen. Neben dem Gruppensieger und dem Zweiten qualifizieren sich auch die vier besten Gruppendritten für die Achtelfinals. Im nächsten Spiel trifft die Schweiz am kommenden Dienstag in Lagos auf Japan. Dritter Gegner ist drei Tage später Brasilien.

Schweiz U-17 - Mexiko U-17 2:0 (2:0)

Lagos: 12 000 Zuschauer.

Tore: 22. Kasami (Lazio Rom) 1:0. 42. Eigentor Rodriguez 2:0.

Bemerkungen: 17. Lattenschuss von Buff (Zürich). 64. Lattenschuss von Xhaka. 65. Gelb-Rote Karte gegen Buff.

 

Copyright Fotos: Joel Kiassumbua

 

 

Freitag, 23. Oktober 2009

Joel

Das Tagesprogramm am Morgen war wie immer gleich, doch wir hatten heute erst um 16:00 Abschlusstraining. Im Abschlusstraining trainierten wir Torhüter nochmals spezifisch die langen Bälle und die Spieler stehende Bälle. Nach einer Stunde ging es dann zurück ins Hotel wo wir uns nochmal ausruhen konnten. Um 19 Uhr hatten wir dann die letzte Thoerielektion.

Man merkte der Mannschaft schon den ganzen Tag an, dass die Spannung wegen des bevorstehenden Weltmeisterschaftsspiel ansteigt. Am Samstag werden wir um 16:00 Uhr im National Stadion of Lagos gegen Mexico antreten und soviel ich weiss wird das Stadion ausverkauft sein (ungefähr 20'000 Fussballfans). Also drückt mir und der Mannschaft die Daumen. Mit den besten Grüssen aus Lagos, euer Joel Kiassumbua.

 

SFV

Das Schweizer Team bereitete sich heute Freitag in zwei Trainings intensiv auf den morgigen Gegner vor, gleiches geschah am Abend in einer weiteren Theoriestunde. Das Team sah sich Videos aus der Qualifikation der Mexikaner an und hat auch von der Vorbereitung der Mexikaner in Spanien Kenntnis, wo im letzten Spiel Honduras, das auch an der WM spielt, 2:0 geschlagen wurde.

Coach Dany Ryser hat sich intensiv mit dem morgigen Gegner beschäftigt. „Die Mexikaner spielen einen typisch lateinischen Fussball, sind technisch überdurchschnittlich stark und verstehen auch auf engstem Raum sauber zu kombinieren. Auf den Aussenpositionen haben sie kleine, flinke Spieler, welche 1:1-Situationen suchen. Die Mexikaner sind auch athletisch stark und vermögen über die gesamte Spieldauer ein hohes Tempo mitzugehen“, sagt Ryser. Er hofft und baut aber auch auf die eigenen Stärken. „Wir sind körperlich grösser, was sich hoffentlich auch in Standardsituationen zu unseren Gunsten auswirkt.

Im Schweizer Team sind auch dank der guten Arbeit der Ärzte und des Kochs alle Mann fit und fiebern dem morgigen Spiel entgegen. Ein kleines Fragezeichen steht nur hinter Verteidiger Frédéric Veseli von Manchester City. Er leidet an einem Bluterguss in der Wade, doch hofft Ryser, dass ihn die Physiotherapeuten bis zum Spielbeginn fit bringen.

 

Copyright Fotos: Joel Kiassumbua

 

 

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Joel

Wie immer hatten wir heute morgen um 08:30 das Morgenessen eingenommen. danach ging es sofort ab ins Training. Dieses war anstrengender als bisher, da zum ersten Mal richtig die Sonne scheinte und so den Kunstrasen aufheizte. Nach dem Training gab es Mittagessen, danach stand eine obligatorische Stunde Ruhe im Zimmer auf dem Programm. Anschliessend hatten wir Zeit die Hotelanlage zu benutzen und genossen die Sonne in vollen Zügen und konnten im Hoteleigenen Pool schwimmen gehen.

In zwei Tagen beginnt die Weltmeisterschaft und man merkt der Mannschaft langsam aber sicher die Spannung an, doch wir haben uns bereits gut auf die Mexicaner vorbereitet und sind optimistisch was das erste Spiel anbelangt.

 

SFV

Besondere Aufmerksamkeit wird der Sicherheit des Teams namentlich auch auf den Fahrten zu den Trainings gewidmet. So fahren vor dem Teambus zwei Motorräder und ein Fahrzeug mit vier Polzeibeamten, hinter dem Fahrzeug folgen wiederum zwei Fahrzeuge – insgesamt sind stets 14 Polizeibeamte mit dem Schweizer Team unterwegs. „Das grösste Problem stellt die Planung dar. Bisher klappte immer alles rund um die Sicherheit, doch gilt es, mindestens 48 Stunden vorauszuplanen“, sagt der für die Sicherheit zuständige SFV-Mann Ulrich Pfister. „Die Zusammenarbeit mit den lokalen Polizeibehörden und auch dem für die Sicherheit zuständigen Verbindungsmann der FIFA ist optimal, es gab bisher keine Probleme“, berichtet Pfister.

Am Freitag wird Gérard Castella in Lagos erwartet. Die Aufgabe des SFV-Trainers wird es sein, die gegnerischen Teams zu beobachten und Trainer Dany Ryser zu rapportieren. Sein erster Einsatz erfolgt am Samstag bei der Begegnung Brasilien – Japan. Castellas Transport vom Flughafen zum Hotel wurde von Pfister bereits am Mittwoch geplant, damit die Fahrt reibungslos abläuft. Das Team trainierte am Donnerstag erneut zwei Mal, wobei für die Fahrt ins 30 Kilometer entfernte Trainingszentrum rund 80 Minuten benötigt wurden. Innerhalb der Mannschaft steigt die Spannung von Stunde zu Stunde, alle fiebern der samstäglichen Eröffnungspartie gegen Mexiko entgegegen.

 

Copyright Fotos: Joel Kiassumbua

 

 

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Joel

Hier in Nigeria ist es wirklich super, die Leute haben uns super empfangen und sind SUPER gastfreundlich. nur die Fahrt ins Training dauert ein wenig lange da der Verkehr hier sehr gewöhnungsbedürftig ist. Doch die Leute hier sind sehr nett, jeder auf der Strasse winkt dir zu und die Stimmung in unserem Team ist exzellent,

ich freue mich riesig auf diese WM und kann den Samstag kaum noch erwarten. So etwas unvergesslichtes habe ich noch nie erlebt. Obwohl ich selbst wahrscheinlich nicht von Beginn spielen kann. Torhüter Benjamin Siegrist wird voraussichtlich in der Startformation stehen. Jeweils um 23.00 Uhr Ortszeit ist Nachtruhe angesagt.

 

SFV

Beim Schweizer U-17-Nationalteam, das seit Montag in der nigerianischen Metropole Lagos weilt, läuft im Hinblick auf das erste WM-Gruppenspiel am Samstag gegen Mexiko alles nach Plan. Das Team trainierte am Mittwoch Vormittag innerhalb der Hotelanlage und nachmittags während 70 Minuten auf dem Trainingsplatz. Der Abend war erneut der Pflege und der Theorie gewidmet.

Zufrieden mit den Bedingungen zeigt sich auch der mitgereiste Koch des Hotels Bern, Justus Lucas. Oberstes Gebot um Erkrankungen der Spieler zu verhindern, ist die Hygiene. „Das Wasser, mit dem Früchte und Gemüse gewaschen werden, wird zuerst abgekocht. Die Arbeitsflächen werden vor Gebrauch desinfiziert und bei all meinen Helfern achte ich strikte auf Sauberkeit“, sagt Lucas. Auf dem Menuplan der hungrigen Spieler stehen oft Teigwaren, um den Kohlenhydratspiegel hochzuhalten, das Fleisch kommt aus Europa und Brasilien. Gekocht wird in der Küche des hoteleigenen Luxusrestaurants, „weil dort alles sauber ist und die Leute hygienisch sind“, meint Lucas. Bisher gab es in der Mannschaft und beim Staff keine Erkrankungen zu beklagen – alle warten gespannt auf das erste Spiel am Samstag.

 

Copyright Fotos: Joel Kiassumbua

 

 

Dienstag, 20. Oktober 2009

SFV

Das U-17-Nationalteam, das am Montag in Lagos gelandet war, trainierte am Dienstag Vormittag erstmals bei rund 30 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit. Am Nachmittag wurden die Spieler offiziell von der FIFA kontrolliert, anschliessend stand Pflege auf dem Programm und ein lockeres Training in der Hotelanlage. Einziges Problem an der U-17-WM sind für Staff und Spieler derzeit die Staus auf den Strassen in und rund um Lagos. „Die Wege von und zu den Trainings sind sehr mühsam, weil man stundenlang im Stau steht, doch sonst haben wir bisher überhaupt nichts zu beklagen“, meinte Delegationschef Marco di Palma heute Nachmittag. Am Abend stand eine Theoriestunde auf dem Programm, die Aufmerksamkeit richtet sich auf das erste Gruppenspiel am Samstag gegen Mexiko. Gesundheitliche Probleme sind am ersten Tag nicht aufgetaucht, alle Spieler und Staff-Mitglieder sind bei bester Gesundheit.

 

Montag, 19. Oktober 2009

SFV

Das U-17-Nationalteam, das im Rahmen der Weltmeisterschaft in Nigeria an kommenden Samstag gegen Mexiko sein erstes Spiel bestreitet, ist heute Montagabend in Lagos gelandet. Trainer Dany Ryser bat die Spieler nach der Ankunft im Hotel zu leichten Lockerungsübungen in den Hotelgarten, bevor die Zimmer bezogen wurden und es zum Nachtessen ging. Team Manager Michel Schafroth, der zusammen mit Sicherheitschef Ueli Pfister und dem Pyhiotherapeuten Stefano Grosjean bereits am Samstag in Lagos eintraf, hat bisher positive Eindrücke gewonnen. „Es geht alles ein bisschen länger als bei uns und man braucht Geduld, doch bisher wurden wir bestens bedient. Die Hotelanlage ist perfekt, und die Tatsache, dass die Gattin des Hotelmanagers Schweizerin ist, und auf all unsere Wünsche eingeht, könnte für uns ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein.“ Das Team wird Morgen zwei Mal trainieren, am Vormittag leicht innerhalb der Hotelanlage und am Nachmittag steht dann das erste richtige Training auf dem Programm.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 23.11.2009, 08:56 )
 
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