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| Autor Salzburger Nachrichten vom 26. Januar 2010 |
Viele Fussballvereine in der Zentralschweiz diskutieren ob auf ihrem Hauptfeld ein Kunstrasen zu bevorzugen sei - so auch beim FC Luzern. Doch die Ära des Kunstrasens neigt sich an einigen Orten bereits wieder dem Ende zu. Red Bull Salzburg ist Österreichs einziger Fußballverein der Bundesliga, der seine Spiele auf Kunstrasen austrägt. Groß war die Begeisterung über das künstliche Grün nie, weder bei Fans noch bei den Spielern. Daran änderte auch der Austausch des Belags der ersten Stunde (8. März 2003) im Juni 2009 nicht viel. Unter dem neuen Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer lässt Red Bull prüfen, wie, nicht ob, die Umstellung auf Naturrasen erfolgen kann. Daran ließ Beiersdorfer auch am Rand des Trainingslagers in Belek keinen Zweifel. Ein mögliches Zeitfenster für den mehrere Wochen umfassenden Umbau im Stadion ergibt sich durch die heurige Fußball-WM (11. Juni bis zum 11. Juli), denn während der Weltmeisterschaft können keine Meisterschaftsspiele stattfinden. Das letzte Match der laufenden Saison ist für 28. Mai angesetzt (Red Bull Juniors gegen Wacker Innsbruck). Laut Beiersdorfer müssen vor dem Umbau auf dem Gelände der früheren Trabrennbahn in Liefering Ausweichplätze für die im Stadion auf Kunstrasen trainierenden Nachwuchsteams geschaffen werden. Die Kosten des Projekts vermochte Beiersdorfer nicht zu beziffern, sie dürften jedoch mehrere 100.000 Euro betragen. Bautechnisch ist das Vorhaben eine Herausforderung: Für Naturrasen muss unter anderem das Fundament des Kunstrasens abgegraben werden, eine Belüftung, neue Drainagesysteme und eine neue Rasenheizung gelten als erforderlich. Der Lohn der Anstrengung: Der Verein könnte Kicker anlocken, die wegen der Verletzungsgefahr vor dem Kunstrasen zurückschreckten. Und der ÖFB könnte wieder Länderspiele in Salzburg abhalten. 
Kunstrasen als Trainingsfeld aber nicht als Hauptspielfeld (Foto: FC Hochdorf). |
| Letzte Aktualisierung ( 04.02.2010 ) |