| «Sursees Vorrunde war eine grosse Enttäuschung» |
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| Autor André Moita Saraiva (FC Sursee) |
Captain Roger Joos und Livio Winiker, stehen für die Qualität und die Altersvielfalt im Team des FC Sursee. Als zwei der Akteure mit den meisten Spielminuten in der Vorrunde, haben sie sich zum Interview gestellt um die letzten Monate ohne Pflichtspiel Revue passieren zu lassen und auf die, nächsten Samstag startende, Rückrunde vorauszuschauen. Jungs, nun habt ihr sehr unterschiedliche Vorrunden gespielt! Für dich Roger, war es wohl nicht gerade deine beste, währenddes du, Livio, deine erste Saison als Stammspieler einer ersten Mannschaft bestreiten konntest. Was ist aus eurer Sicht das Fazit dieses Saisonauftaktes? Roger: Für uns war die Vorrunde eine grosse Enttäuschung! Wir hatten nach der starken Saison 2008/2009 eindeutig etwas anderes geplant. Dementsprechend bin ich, und sind wir nicht zufrieden mit dem was wir geleistet haben. Livio: Ja, wie schon gesagt, für mich war diese Vorrunde ein Aufstieg. Aber aus Sicht der Mannschaft war es natürlich keine gute Leistung und ich hätte mich gefreut, hätte ich mich sowohl persönlich als auch als Teil des Teams über 14 erfolgreiche Spiele freuen können. Wie habt ihr den Trainerwechsel zum Jahresanfang erlebt? R: Es war ja klar, dass sich etwas ändern musste. Die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer stimmte nicht mehr. Es war aus allen Richtungen ein Unbehagen zu spüren. Deshalb war der Trainerwechsel so etwas wie eine Erlösung! Wir konnten die Last der Vorrunde abwerfen und uns auf die neue Aufgabe konzentrieren. L: Ich glaube es ist kein Geheimnis, dass sich der Trainerwechsel abgezeichnet hatte. Wir hatten sportlich gesehen keine grossen Leistungen vollbracht und deshalb war ich nicht sonderlich überrascht über die Nachricht. Wie wichtig ist für euch die Tatsache, dass mit Stefan Marini, nun ein höchst erfolgreicher Spieler und Trainer an der Seitenlinie steht? L: Solch ein Erfolgreicher Mann flösst natürlich gleich eine Menge Respekt ein. Ausserdem ist er für uns junge Spieler ein ideales Vorbild. Immerhin hat er ja schon all das erreicht, wovon wir träumen. Aber am meisten werden wir, denke ich, von seinem Know-how als Berufsfussballer profitieren können. R: Stefan an der Seitenlinie zu haben ist definitiv ein Glücksfall. In unserer Liga oder gar in der ganzen Region gibt es wohl kaum eine Mannschaft mit so einem erfahrenen Trainer. Der zwischenmenschliche Kontakt zwischen Trainer und Spieler ist wichtig und den beherrscht er sehr gut. Darüber hinaus beflügelt ein solch erfolgreicher Trainer eine Mannschaft und gibt den Spielern ein gewisses Vertrauen. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns mit ihm weiterentwickeln werden! Was ist an den neuen Trainings anders? R: Wir trainieren endlich wieder mit einem Gefüge. Ein klares Ziel ist auszumachen in den Trainingseinheiten. Ein Training richtig fordernd, aber dennoch spassig zu gestalten ist eine Kunst, die Stefan sehr gut beherrscht. Ausserdem haben wir alleine in den letzten Wochen spielerisch, läuferisch und taktisch mehr Fortschritte gemacht als in den vorherigen 6 Monaten. L: Endlich ist der Plausch wieder da. Während der letzten Saisonhälfte haben wir zunehmend den Spass am trainieren verloren. Doch jetzt ist ein klares Konzept da, dass uns dreimal die Woche anspornt auch in den Trainings unser bestes zu geben. Wie schätzt ihr eure Chancen ein, die Tabelle wieder hochzuklettern und einen erfolgreichen Saisonabschluss zu schaffen? L: Wir sind ein sehr junges Team, aber die Ambitionen stimmen! Ich bin überzeugt dass, wir unser bestes geben werden und dann auch positiv belohnt werden. R: Wir wollen uns noch nicht festlegen. Die Zeit bringt den Erfolg! Als erstes müssen wir einen Einstieg in die Rückrunde schaffen und uns von Spiel zu Spiel bewegen. Ein Fernziel können wir noch nicht festlegen. Aber der Spass am Fussball und die Hierarchie im Team sind zurück, das bedeutet wir haben wieder Ordnung auf dem Spielfeld, und deshalb ist die Ausgangslage gut! Zum Schluss. Was für eine Rolle glaubt ihr, im „Marini–Sursee“ einnehmen zu dürfen? L: Ich denke ich muss meine gute Leistung aus der Vorrunde wieder aufgreifen. Mein Ziel ist es mir meine Stammposition im defensiven Mittelfeld zu holen! Andererseits bin ich der Erfahrenste unsere jungen Spieler, und werde da wohl eine Vorbildfunktion einnehmen müssen. R: Ich muss und will meine Rolle als Vorbild wahrnehmen und als einer der ersten eine Reaktion auf die Vorrunde zeigen. Doch auch ich muss mich steigern und Leistungsorientiert arbeiten. Ob dabei dann eine Position im defensiven Mittelfeld, im offensiven Mittelfeld, hinter den Spitzen oder gar nur auf der Bank rauskommt ist Nebensache. |
| Letzte Aktualisierung ( 10.03.2010 ) |