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Der weite Weg zum Stammtorhüter PDF Drucken
Autor REGIOfussball.ch   

Der 15jährige Remo Troxler ist Torhüter bei Emmen United UN16. Wie viele Jugendliche in seinem jungen Alter träumt er vom Stammplatz in der ersten Mannschaft seines Vereines. Im Interview mit REGIOfussball.ch spricht er über seine Ziele und Träume.

 

REGIOfussball.ch: Remo, weshalb spielst du gerne Fussball beim FC Emmenbrücke?

Remo: Zurzeit spiele ich bei Emmen United bei den jüngeren B-Junioren (Team Emmen United UN16, Anm. der Red.). Mir gefallen hier in Emmenbrücke besonders das Umfeld innerhalb des Vereins und die tolle Sportanlage Gersag. Eine solche Anlage und Stadion hat nicht jeder Verein in der Zentralschweiz. Es ist wie eine zweite Heimat für mich, ich bin praktisch jedes Wochenende im Gersag um selbst Fussball zu spielen oder Spiele als Zuschauer zu verfolgen. Die guten Kollegen sind ein weiterer wichtiger Grund für mich. Das einzige was ich vermisse sind regelmässige Torhütertrainings zusammen mit den Nachwuchstorhütern. Dafür durfte ich bereits fünf Mal mit der ersten Mannschaft im Torhütertraining mittrainieren, das macht mich stolz. Dort darf ich wichtige Erfahrungen mit den erfahrenen 2. Liga Torhütern sammeln.

 

Wie sehen deine Ziele und deine Zukunft beim FC Emmenbrücke aus?

Das wichtigste ist für mich, dass ich viel und konstant Spielpraxis bei Emmen United sammeln darf und mich so stetig verbessere. Mein persönliches Ziel ist es in drei Jahren in der 1. Mannschaft des FC Emmenbrücke spielen zu dürfen. Falls wir dann nicht bereits in die 1. Liga aufgestiegen sind möchte ich dies zusammen mit der 1. Mannschaft erreichen.

 

Remo Troxler

Remo Troxler: Stolzer und ehrgeiziger Torhüter bei Emmen United UN16 (Foto: REGIOfussball.ch).

 

Wie würdest du deine Persönlichkeit beschreiben?

Ich bin eher ein ruhiger Typ und Motivator. Ich versuche meine Teamkollegen stets positiv zu unterstützen. Negative Bemerkungen mache ich nicht, diese bringen meine Kollegen nur aus der Fassung. Sie wissen ja selbst, dass sie Fehler gemacht haben. Durch meine positive Unterstützung kann ich meine Vorderleute aufbauen. Meine Kollegen beschreiben mich als lieber und lockerer Typ. Manchmal auch als jemand der Spass haben kann, jederzeit aber wieder voll konzentriert sein kann.

 

Welches sind deine persönlichen Vorbilder?

Yann Sommer (Torhüter beim FC Basel, Anm. der Red.) ist mein grosses Vorbild. Er ist ein junger Torhüter und strahlt trotdzem bereits sehr viel Sicherheit aus, wie ein erfahrener 30jähriger Torwart. Im privaten Bereich ist er ein sehr lockerer und ehrlicher Typ und steht jederzeit dazu was er sagt und macht. Diese Art und Weise finde ich sehr vorbildlich.

 

Welche Schwächen hast du?

Ich habe teilweise Mühe Flankenbälle sicher zu fangen. Ich trainiere aber hart daran um mich in dieser Sache zu verbessern. Eine persönliche Schwäche ist, dass ich Kritik nicht gut ertragen kann. Aufbauende Motivation mag ich persönlich mehr.

 

Remo Troxler

Remo Troxler auf der Bank der 1. Mannschaft im Stadion Gersag: «Hier möchte ich in drei Jahren spielen» (Foto: REGIOfussball.ch).

 

Hast du vor den Spielen bestimmte Rituale?

Vor jedem Spiel berühre ich beide Torpfosten und die Latte, dies soll mir Glück bringen und Sicherheit geben. Ich bin ein sehr gläubiger Mensch und bete zuhause vor jdem Spiel, dass ich eine gute Leistung zeige.

 

Was waren deine grössten Erfolge und Misserfolge?

Mein grösster Erfolg ist, dass ich es in die Auwahl Emmen United geschafft habe. Dieser Schritt war wichtig für mein Selbstvertrauen und meine Hoffnung auf mein sportliches Ziel. Schade ist, dass wir zurzeit sportlich noch nicht vorne mitspielen. Die grösste Enttäuschung war aber im 2. Jahr bei den E-Junioren als mich der Trainer nicht als Stammtorhüter wollte. Doch dann kam mein grösster Förderer, René Gmünder und nahm mich als E-Junior bereits zu den D-Junioren. Dort hat er mich stark gefördert und ich konnte grosse Fortschritte erzielen. Er hat sehr gute Arbeit geleistet.

 

Gab es auch persönliche Zweifel an der Leistung als Torhüter?

Aktuell weiss ich nicht genau woran ich bin, da ich kein Stammplatz habe sondern mit unserem zweiten Torhüter in der Mannschaft abwechsle (Rotationsprinzip). Leider fehlt mir so die wichtige Spielpraxis. Diese wären wichtig für den entscheidenden Schritt Richtung 1. Mannschaft.

 

Hast du einen Plan B falls das mit der ersten Mannschaft nicht klappt?

Ich würde mich in der 2. Mannschaft des FC Emmenbrücke herankämpfen und mich so beim Trainer der ersten Mannschaft empfehlen. Falls ich langfristig keine Chance sehe werde ich mich in der Region nach einem anderen Verein umschauen - obwohl ich dies eigentlich nicht möchte.

 

Wie sieht deine schulische und berufliche Zukunft aus?

Besonders wichtig ist mir Fussball und Lehre unter einen Hut zu bringen. Zurzeit bin ich noch in der Schule werde aber ab Sommer als Detailhandelsfachmann bei Athleticum in Emmenbrücke arbeiten. Die Arbeitszeit bis 18.30 Uhr wird sicherlich noch Probleme mit den Trainingszeiten mit sich bringen. Nun versuche ich aber noch gute schulische Leistungen bis zum Abschluss im Sommer zu zeigen.

 

Zur Person

Remo Troxler, geboren am 25. September 1996, wohnt in Emmenbrücke und hat noch eine jüngere Schwester. Sport allgemein und Zeichnen sind seine grossen Hobbys. Er liebt Schweizer Filme und den Fussballclub Manchester United.

 

Remo Troxler

Emmen United UN17 bleibt nach dem 3:2 Auswärtssieg über den SC Kriens im vergangenen Oktober an der Spitze der Coca-Cola Junior League. Remo Troxler (Bildmitte) hilft bei den älteren Kollegen aus und kämpft mit vollem Körpereinsatz um den Ball (Foto: REGIOfussball.ch).

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 02.02.2012, 20:49 )
 
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