Autor Martin Mühlebach (Neue Zuger Zeitung), Lukas von Euw (FC Ibach)
Zug-94-Trainer Ivan Dal Santo wollte sich mit einem Sieg vom Heimpublikum verabschieden. Es wurde nichts daraus.
Nachdem Zug 94 den angestrebten sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga realisiert hatte, bekamen jene Spieler eine Einsatzchance, die zuvor nur sporadisch eingesetzt worden waren. Allerdings wirkte sich ihre fehlende Spielpraxis negativ aus: Zug 94 verlor gegen Emmenbrücke, Eschenbach und Hergiswil. Um sich im letzten Saisonspiel mit einem Sieg vom heimischen Publikum verabschieden zu können, versprach Trainer Ivan Dal Santo: «Ich werde nochmals unsere derzeit stärkste Formation aufs Feld schicken.»
Leichter gesagt als getan: Da insgesamt fünf Stammspieler infolge Verletzungen oder Auslandsaufenthalts fehlten, nahm halt wiederum eine mit mehreren Nachwuchsleuten bestückte Elf das Spiel gegen Ibach in Angriff. Der Start verlief dennoch verheissungsvoll. Davide Palatucci, Oliver Jäger und Sandro Scherer eröffneten sich schon früh gute Einschussmöglichkeiten, die allerdings nicht genutzt wurden. «Wären wir in Führung gegangen, hätten wir wohl gewonnen», sinnierte Dal Santo nach dem Abpfiff.
Jurendic und Afazi kaum zu halten
Nach rund 20 Spielminuten schien Ibach zu spüren, dass Zug 94 nicht über alle Zweifel erhaben ist. Die defensiv gut organisierten Schwyzer wagten sich nun vermehrt in den Angriff. Spielertrainer Marinko Jurendic und Dzavit Afazi, die kaum zu halten waren, wirbelten die Zuger Hintermannschaft tüchtig durcheinander. In der 32. Minute setzte sich Jurendic im Laufduell mit dem Zuger Innenverteidiger Nikola Knezevic erfolgreich durch und schoss seine Elf 1:0 in Front.
Zu viele Fehler
Die Platzherren versuchten in der Folge vergeblich, den Rückstand wettzu- machen. «Wir leisteten uns zu viele Ungenauigkeiten und Fehlpässe. Zudem fehlte es uns in der Nähe des gegnerischen Strafraums die unabdingbare Entschlossenheit», so Ivan Dal Santo. Ibach schaukelte den knappen 1:0-Vorsprung über die Zeit, und Marinko Jurendic frohlockte: «Es ist schön, dass ich meine Spielertrainerkarriere bei Ibach mit einem Tor verabschieden kann, das zum Sieg ausreichte.» In der kommenden Saison werde er im SFV-Ausbildungscenter im Emmen tätig sein, wo er unter anderem auch die Stürmer der U-17-Nationalmannschaft trainieren werde, verriet Jurendic. Zug 94 wird die nun beginnende Sommerpause willkommen sein. Die Aufstiegshelden sind müde.
Spielbericht FC Ibach: Ibach siegt zum Abschluss
Der FC Ibach beendete die Saison am Samstag mit einem Sieg beim 1. Liga-Aufsteiger Zug 94. Wie schon beim Derby gegen Goldau schoss Marinko Jurendic den einzigen Treffer.
Nach einer verkorksten Saison gab es für den FC Ibach doch noch ein versöhnlicher Abschluss. Beim Leader und bereits feststehenden Aufsteiger Zug 94 konnte das Team von Marinko Jurendic im letzten Saisonspiel mit 0:1 gewinnen. Wie schon vor Wochenfrist im Derby gegen Goldau war es Spielertrainer Jurendic selber, der das entscheidende Tor markierte. Auf Vorlage von Dzavit Afazi traf er in der 32. Minute zur Ibächler Führung. Zuvor waren es die Zuger, welche zwei gute Chancen nicht zu nutzen vermochten. Die Führung zur Pause ging aber spätestens nach den zwei guten Abschlussversuchen von Afazi (42.) und Rexhaj (45.) in Ordnung. Auch in der zweiten Hälfte waren die Ibächler einem zweiten Treffer nahe. Afazi scheiterte aber in der 57. Minute am Zuger Schlussmann Giorgios Marinis. Die Zuger, welche zu fehlerhaft und ohne Biss agierten, kamen nur noch zu einer guten Ausgleichschance. In der 85. Minute musste FCI-Goalie Malnati in Extremis vor Davide Palatucci retten.
Saisonziel verfehlt
Kurz darauf wäre dem eingewechselten Jevremovic fast das entscheidende zweite Tor gelungen, der Ball prallte aber nur an die Latten-Unterkante. So blieb es beim verdienten 0:1-Sieg für die Ibächler. Trotzdem beenden die Muotadörfler die Saison auf dem enttäuschenden 8. Platz, fünf Punkte hinter dem Ziel «Top 5». Spielertrainer Marinko Jurendic, welcher den FC Ibach bekanntlich nach drei Saisons verlässt, nach dem letzten Spiel: «Es war eine sehr schöne Zeit in Ibach, mit Höhen und Tiefen. Ich werde den Verein mit den tollen Leuten hier sehr vermissen.»
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