Autor Pascal Merz (FC Sursee), Roly Stübi (FC Emmenbrücke)
Spielbericht FC Sursee
Ein völlig verdienter Sieg für die Elf von Stefan Marini. Gemessen an der Dominanz und der Torchancen hätte der Sieg noch höher ausfallen müssen.
Der Beginn der Partie zwischen Sursee und Emmenbrücke war geprägt durch Hektik. Obwohl das Spiel um 17:30 Uhr angepfiffen wurde, schien die Sonne nach wie vor mit starker Intensität. Der FC Sursee war bemüht das Zepter zu übernehmen und nach 10. Minuten bekam die Heimmannschaft das Spiel zusehends in den Griff. Die Gäste aus Emmenbrücke wurden früh gestört und bekundeten viel Mühe im Spielaufbau.
Nach einem schönen Durchspiel in der 20. Minute fand Dedic seinen Meister im Torhüter von Emmenbrücke. In der Hälfte der ersten Halbzeit verordnete der Schiedsrichter den Spielern eine Trinkpause. In der 26. Minute zündete Steinmann mit einem schönen Dribbling über den halbe Feld den Turbo, doch Dedic konnte das perfekte Zuspiel nicht nutzen und schoss weit übers Tor. Zwei Minuten später trat Pekas auf der Gegenseite einen schönen Freistoss, welchen der Surseer Torhüter noch aus der Ecke kratzen konnte. Dies war der Auftakt für eine kleine Druckphase der Gäste mit zwei Eckbällen. Nach diesem kurzen Strohfeuer, übernahm die Marini Elf wieder das Spieldiktat. Nach einem schön getretenen Freistoss von der linken Seite flog der Ball via Kopf von Dedic wieder am Tor vorbei. In der 40. Minute klatschte ein Schuss von Dedic aus 10. Metern an die Latte und der Abpraller köpfelte Imbach aus fünf Metern neben das leere Tor. Die Surseer waren klar die bessere und bestimmtende Manschaft, bliebe jedoch in der Chanenauswertung ungenügend. Kurz vor der Pause noch ein Freistoss von Sursee aus 22 Metern. Der Torhüter von Emmenbrücke liess den Ball nach einem Zusammenprall mit dem eigenen Spieler fallen, Dedic vollendete endlich zum Führungstreffer. Dachten die Zuschauer, doch der Schiedsrichter pfiff Foul am Torhüter. Ein Fehlentscheid. Jedoch irgendwie sinnbildlich und passend für diese einseitige Partie, die trotzdem mit 0:0 zu Ende ging.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte, mit Sursee im Vorwärtsgang. Chance. Auf der Gegenseite verpasste Pekas nach einer schönem Dribbling durch die Surseer Abwehr mit seinem Schuss das Tor der Gastgeber. In der 53 Minute eine schöne Flanke von Peter auf Dedic, doch wieder gewann der Emmenbrücker Torhüter das Duell. Nach 60 Minuten endlich der erlösende und hochverdiente Führungstreffer für die Gastgeber. Samuel Imbach drückte einen Eckball letztlich über die Linie. Die Gäste versuchten zu reagieren, doch Sursee stand weiterhin sehr stabil und liess den Gästen wenig Raum. Sieben Minuten später traf auch Dedic nach einem gut getimten Eckball mit dem Kopf ins Schwarze. Kaum angespielt gelang Emmenbrücke mit Pekas beinahe der Anschlusstreffer. Sein Schuss landete an der Latte. Nach einer weiteren Trinkpause nahm die Marini Elf das Zepter wieder in die Hand. Grüter traf nach einer schönen Kombination traf in der 80. Minute noch den Pfosten für Sursee. In der Nachspielzeit verpasste Peter nach schöner Vorarbeit von Ehrler das dritte Tor für Sursee.
Das Fazit der Partie ist schnell gezogen. Ein völlig verdienter Sieg für die Elf von Stefan Marini. Gemessen an der Dominanz und der Torchancen hätte der Sieg noch höher ausfallen müssen. Mit zwei Siegen aus zwie Spielen grüsst Sursee von der Tabellenspitze und die engagierten Auftritte der Mannschaft machen definitiv Lust auf mehr. Am kommenden Samstag trifft der FC Sursee auswärts auf den FC Ascona.
Spielbericht FC Emmenbrücke
Diskussionsloser Sieg eines überlegenen Sursee-Teams, das mental frischer wirkte und läuferisch dominant war. Der FCE konnte seine schwerwiegenden Absenzen nie verkraften.
Nachdem Sursee in der Mittwochsrunde der Cupqualifikation noch eine Extrarunde einlegte und doch als Verlierer vom Platz musste, rechneten wohl einige Gelbschwarzgäste mit einem kleinen Vorteil auf ihrer Seite. Fehlanzeige! Sursee zeigte schon zu Beginn der Partie, dass das Cup-Aus gut verdaut und aufgearbeitet wurde. Dominant trat das Heimteam auf und liess den FCE nicht ins Spiel kommen. Das Mittelfeld um den omnipräsenten Grüter hatte Spielraum zur Verfügung, der auch weidlich ausgenutzt wurde. Der Gast aus Emmenbrücke agierte praktisch nur mit weiten Bällen aus der Verteidigung auf die isolierten Spitzen. Erstaunlich, dass die Gelbschwarzen nicht im Stande waren das Spiel zu beruhigen und konstruktive Angriffe zu kreieren. Nach einer halben Stunde fand der FCE langsam ins Spiel. Ein Freistoss von Pekas, den Kaufmann noch knapp aus der Ecke kratzen konnte, wirkte wie ein Weckruf auf das bei grosser Hitze spielende Gastteam. Der nachfolgende Eckball brachte mit einem Kopfball des sonst isolierten Molitierno weitere Gefahr. Sursee erholte sich von dieser temporären Druckphase des Gegners und hätte vor der Pause eigentlich in Führung gehen müssen. Ein von der Torlatte zurückspringender Ball (40.) köpfelte Imbach aus kürzester Distanz neben das Tor! Auch hatte der FCE in der 45. Minute Glück, als der Schiri ein Rencontre zwischen Barmettler und Kokanovic als Regelwidrigkeit eines Sursee-Spielers taxierte und das Tor aberkannte. Mit dem Remis zur Pause konnte der FCE zufrieden sein, da mit einem Leistungsabbau des FCS im zweiten Umgang zu rechnen sein musste.
Mit neuem Elan suchten beide Teams in der 2. Halbzeit die Entscheidung. Sursee überzeugte aber weiter mit sauberem Aufbauspiel. Im Abschluss gelang dem Marini-Team aber wenig Zählbares. Bald wurde klar, dass wohl eine Standardsituation die Entscheidung herbeiführen würde. Sursee nutze so auch ein Missverständnis in der Innenverteidigung des FCE nach einem Cornerball zur Führung durch den aufgerückten Imbach. Zwar traf der Verteidiger den Ball nicht richtig, doch reichte sein Prellball zum Torerfolg. Und nur acht Minuten später eine Duplizität der Ereignisse nach einem weiteren Eckball, den Dedic unbedrängt einnicken konnte. Der FCE war geschlagen, eine Reaktion war nicht gross festzustellen. Zwar brachte der eben eingewechselte Lukic neuen Schwung ins Spiel, doch prallte sein Abschluss nach sehenswertem Solo von der Lattenoberkante ab. Vielleicht hätte der unmittelbare Anschlusstreffer neue Kräfte mobilisieren können. Sursee schaukelte in der Schlussphase die drei Punkte sicher nach Hause. Mit etwas mehr Konzentration im Abschluss wäre sogar noch ein dritter Treffer möglich gewesen.
Emmenbrücke muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die Laufbereitschaft auch bei grosser Hitze der gewichtigste Erfolgsgarant ist. Entschuldigend darf sicher ins Feld geführt werden, dass das Team wegen diverser Absenzen wiederum umgestellt werden musste. Erfreulich das Debut des erst 17-jährigen Ahmed Masoon, der mit seinem kämpferischen Einsatz und seiner Laufbereitschaft sicher weitere Chancen im Fanionteam verdient.
Am kommenden Sonntag gastiert mit Eschenbach der noch punktelose Nachbar aus der Region. Der FCE wird sich steigern müssen wenn Punkte ergattert werden möchten. Beruhigend zu wissen, dass einige abwesende und verletze Spieler dann wiederum zur Verfügung stehen werden. Spielbeginn FC Emmenbrücke – FC Eschenbach um 15 Uhr im Stadion Gersag.
FC Sursee – FC Emmenbrücke 2:0 (0:0)
Datum: Samstag, 18. August 2012, 17.30 Uhr.
Spielort: Stadion Schlottermilch, Sursee; 205 Zuschauer.
Schiedsrichter: Nasi Vlasi mit den Assistenten Atip Vlasi und Nico Gianforte.
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