Eigentlich hätte das Rontaler Derby zwischen Root und Perlen-Buchrain ein Fussballfest werden sollen. Doch mit Fussball hatte das Gebotene herzlich wenig zu tun. Letztlich gewann mit Perlen die weniger schlechte Mannschaft verdient mit 2:0.
Zugegeben: Der Unterallmend-Rasen war in einem jämmerlichen Zustand, ein gutes Spiel praktisch unmöglich. Dennoch muss es zu denken geben, was die beiden Mannschaften den zahlreichen Zuschauern auftischten. Vor allem vom Heimteam hätte man nach drei Spielen ohne Niederlage etwas mehr erwartet. Doch die Schmid-Elf schien hypernervös und brachte kaum ein Bein vors andere. Dennoch hatte man die erste Torchance, als Fuchs in der 12. Minute vors Tor flankte und Stocker um Haaresbreite zu spät kam. In der 23. Minute dann ein Schreckmoment aus Rooter Sicht: Verteidiger Hasler bringt seinen Goalie Haas mit einem ultrakurzen Rückpass ins Schwitzen, doch dieser kann gerade noch klären. Nur drei Minuten später hat Wiederkehr im Zentrum alle Freiheiten, sein Schuss aus 18 Metern verfehlt das Ziel jedoch knapp. Kurz vor der Pause muss Haas wieder in extremis klären, diesmal haut er den Ball aber direkt in die Füsse von Budmiger, dessen Direktversuch aus 30 Metern aber das Ziel um zwei Meter verfehlt.
Wer gedacht hatte, dass in der zweiten Halbzeit alles besser werden würde, wurde buchstäblich eines Schlechteren belehrt. Kick-and-Rush, gepaart mit Rundschlägen und vielen kleinen Gehässigkeiten prägten weiterhin das Bild der Partie. Nach einer Stunde wurde Lüthold am Strafraumeck gefoult, doch der Penaltypfiff blieb zum Ärger der Rooter aus. Mit dieser Aktion stellte die Rooter Offensivabteilung ihren Dienst ein. In der 63. Minute stand wiederum Root-Goalie Haas im Mittelpunkt, als er ausserhalb des Strafraums per Kopf abwehren musste. Das tat er genau in die Füsse von Shabani, dessen Lob aber das Ziel erneut verfehlte. Eine Minute später zog Reinert aufs gegnerische Tor, sein Schuss wurde von Haas mirakulös pariert. Eine weitere Minute später konnte dann auch Haas nichts mehr ausrichten. Nach einer Ecke von Shabani drückte der aufgerückte Steiner den Ball aus kurzer Distanz zum längst fälligen 0:1 über die Linie. Mit der Führung im Rücken hatte Perlen nun leichtes Spiel. In der 74. Minute liessen sich die Verteidiger Bächler und Stocker von Reinert vernaschen, der cool zum 0:2 einschob. Die letzte Chance gehörte dann den Platzherren, doch Henseler vergab mutterseelenallein vor dem Perler Tor, wo Goalie Müller nicht mal einzugreifen brauchte. Es war der Schlusspunkt einer Partie, die zweifellos den richtigen Sieger hervorbrachte. Bleibt zu hoffen, dass Root diesen Tiefschlag möglichst schnell verkraftet und am nächsten Samstag (18.00 Uhr) beim überraschenden Aufsteiger Willisau sein Punktekonto ausbauen kann. Diesmal ist wenigstens die Favoritenrolle klar vergeben.
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