Bei ziemlich sommerlichen Temperaturen liefen die Ibächler zum letzten Spiel der Saison auf den Tribschen Rasen. Man war zu Gast beim Tabellenführer und Aufsteiger Kickers Luzern.
Verhaltene Startphase
Beide Teams starteten eher verhalten in die Partie. Es dauerte gute 10 Minuten bevor es ein erstes Mal gefährlich wurde. Der Abschluss von Tiago Nunes strich aber am langen Pfosten vorbei. Nach 20. Minuten kamen die Muotadörfler zu ihrer einzigen Torszene des Spiel. Mit einem technischen Kabinettstückchen überlobbte N’Tiamoah seinen Gegenspieler und schloss danach direkt ab. Doch Kickers Goalie Beganovic parierte stark.

Die Pallas-Elf war wohl mit den Gedanken bereits in den Ferien, anders sind die vielen Fehlpässe nicht zu erklären. So hatten die Luzerner leichtes Spiel und kamen, ohne sich anstrengen zu müssen zu Chancen. Besonders der schlaksige, agile Nunes konnte von Ibachs Abwehr nie ganz kontrolliert werden. Nach einer halben Stunde war es dann soweit. Das Zuspiel von Aneas brauchte Nunes im Sturmzentrum nur noch einzuschieben. Der Leader führte verdient 1:0. Die letzte gute Szene gehörte erneut Nunes. Sein Heber über den herausstürzenden Zukaj streifte aber über die Latte. Mit dem schmeichelhaften Spielstand ging es dann in die Pause.
Ibach steht Spalier
Wer auf eine Besserung in Ibachs Spiel gehofft hatte, sah sich getäuscht. Es passte nichts zusammennähen diesem Abend. Die Fehler im Spielaufbau waren nach wie vor das Hauptübel bei den Blau-Weissen und so versandeten praktisch alle Offensivbemühungen bevor sie richtig begonnen hatten. Topskorer Nunes knickte in der 50. Minute mit seinem zweiten Treffer die Hoffnungen vollends. Und in der 63. Minute markierte er dann gar noch seinen dritten persönlichen Treffer zum 3:0 Schlussresultat.
Die Ibächler beenden somit die Saison auf dem 6. Schlussrang. Mit den letzten Spielen hat man ein etwas getrübtes Bild auf die gesamte Meisterschaft hinterlassen. Das Team bleibt aber praktisch unverändert zusammen und man darf bereits wieder gespannt nach vorne blicken, wenn es Mitte August wieder auf Punktejagd geht.
Kickers kennt die Risiken des Aufstiegs
«Dass wir den Aufstieg schaffen, hätte ich vor dieser Saison nie gedacht», sagte Kickers-Präsident Renato Amado gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». «Wir nahmen bewusst das Risiko mit dem neuen Trainer in Kauf – und es hat sich ausbezahlt. Dieser Aufstieg ist ein unerwartetes Geschenk, das uns sehr stolz macht.» Ein Präsent, das aber mit neuen Risiken behaftet sein wird. Die 1. Liga weckt Begehrlichkeiten. Etwa in Form von Verstärkungen und höheren Entschädigungen. Dies jedoch kommt für Amado nicht in Frage: «Wir haben eine klare Linie, was die Finanzen anbelangt. Die Spieler wurden informiert, dass nächste Saison nicht mehr Geld zur Verfügung stehen wird.» Die Rückmeldungen stimmen ihn zuversichtlich, das Gros des Teams dürfte den Kickers weiterhin zur Verfügung stehen. Auch eine willkommene etwaige Verstärkung darf nichts kosten. «Der Respekt vor dem Schritt in die 1. Liga ist gross», versichert Amado. «Das Saisonziel wird dasselbe sein wie in dieser Spielzeit: Wir wollen den Ligaerhalt schaffen.»
Telegramm FC Kickers Luzern – FC Ibach 3:0 (1:0)
Stadion Tribschen, 250 Zuschauer. – SR: Keusch – Tore: 30. Nunes 1:0; 50. Nunes 2:0; 63. Nunes 3:0 – FC Kickers Luzern: Beganovic; Brzovic (64. Abaidia), Kokanovic, Aneas (59. Kistler), Villiger, Kisungu, Vono, Fischer ( 72. Peric), Opoku, Abreu, Tiago Nunes – FC Ibach: Zukic; Annen, Osella, Simon Steiner; Steiner Dominik (62. Gonçalves), De Biase (82. Reichmuth), Laski, Auf der Maur, Schlegel (67. Vucic), Sahin; N’Tiamoah – Verwarnungen: 62. De Biase, 84. Gonçalves (Foulspiel) Bemerkungen: Ibach ohne Martin, Viola, Bento, Guillen (verletzt).




























