Hergiswil und Ibach mit Abnützungskampf

Umkämpftes Direktduell über 100 Minuten zwischen Hergiswil und Ibach (Bild: Patric Rölli).

Umkämpftes Direktduell über 100 Minuten zwischen Hergiswil und Ibach (Bild: Patric Rölli).

Nach drei Niederlagen reichte es den Ibächlern gegen den ebenfalls punktelosen FC Hergiswil zu einem Punktgewinn. Gegen Ende des Spiels musste die Pallas-Elf aber froh sein, dass sie das Remis wenigstens noch über die Zeit retten konnte.

Wegen einer Verletzung von Stammkeeper Jörg Koller stand im wichtigen Auswärtsspiel der beiden Kellerkinder zum ersten Mal der 26-jährige Tomas Salajka zwischen den Pfosten. Und da die routinierten Abwehrrecken Osella und Lüönd ebenfalls fehlten, blieb als einziger Captain Phillipp Annen in der Startelf der Blau-Weissen.

Total verunsichert
Erstaunlicherweise fanden die Ibächler schneller ins Spiel. Der letztjährige Gruppensieger aus Hergiswil wirkte völlig verunsichert, fahrig und unkonzentriert. So hatte Ibachs Defensive leichtes Spiel und kam kaum ins Schwitzen.  In der 13. Minute spielte Pastva einen gut getimten Ball in die Schnittstelle der Nidwaldner Abwehr, Auf der Maur legte direkt quer zum mitgelaufenen Schlegel, welcher sich zwar mächtig strecken musste, den Ball aber noch über die Linie zum 0:1 drücken konnte. Der Bann war gebrochen und die Ibächler nach 283 torlosen Minuten endlich erfolgreich. Der Torjubel viel entsprechend überschwänglich aus. Wer eine Reaktion des Heimteams erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die Odermatt-Truppe brachte keinen Fuss vor den anderen.

Es war Ibachs Captain Annen der im Anschluss an einen Freistoss die Führung beinahe ausgebaut hätte. Er sah seinen Kopfball aber von der Latte ins Out segeln. Erst nach mehr als einer halben Stunde musste sich Ibachs Torwart Salajka erstmals in Szene setzen, als er den Abschluss von Schuler gekonnt entschärfte. Die Gäste aus dem Muotadorf gingen verdient mit dem knappen Vorsprung in die Pause.

Ibachs verletzungsbedingte Ausfälle
Verteidiger De Biase blieb nach der Pause verletzt in der Kabine. Für ihn kam der junge Marclay zu einem längeren Einsatz. Die Nidwaldner kamen nun etwas besser aus der Kabine und vermochten deutlich mehr Druck auszuüben. Die Muotadörfler zogen sich etwas gar weit zurück und versuchten nur noch das Resultat zu verwalten. Mit einem stehenden Ball brachte sich das Heimteam definitiv zurück ins Spiel. Routinier Silvan Sager verwertete in der 63. Minute die gut getimte Flanke mit dem Kopf zum 1:1 Ausgleich. Als dann noch Mittelfeldmotor Pastva kurz danach mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden musste, begann das grosse Zittern der mitgereisten Supporter. Der eingewechselte Jason Blätter verpasste mehrmals den durchaus möglichen Lucky-Punch für das Heimteam. Der Ball fand aber nie den Weg ins Netz. Nach 98 Minuten pfiff Schiedsrichter Tschopp das Spiel ab, welches mit einer gerechten Punkteteilung endete. Es bedarf aber einer gewaltigen Leistungssteigerung beider Teams, um sich aus dem Tabellenkeller verabschieden zu können.

Telegramm FC Hergiswil – FC Ibach 1:1 (0:1)
Grossmatt, 110 Zuschauer. – SR: Tschopp. – Tore: 13. Schlegel 0:1, 68. Sager 1:1. – FC Hergiswil: Strohhammer; Simoni, Arnold, Achermann, Schuler, Weber, Wieland (60. Blätter), Erni, Mombelli, Eberhard (87. Kehrer), Sager (90. Hensler). – FC Ibach: Salajka; Annen, De Biase (45. Marclay), Matoshi, Schäuble; Schlegel, Pastva (77. Reichmuth), Auf der Maur (85. Niederberger), Camenzind, Gonçalves, Jurca. – Verwarnungen: 31. Matoshi, 38. Schäuble, 53. Arnold, 62. Pastva, 89. Achermann, 90. Annen. – Bemerkungen: Ibach ohne Osella, Lüönd, Koller und Sejdiji (alle verletzt).