Ibach schlägt Kickers Luzern

: Ibachs Trainer Stöckli kann auch im zweiten Spiel einen Sieg einfahren (Bild: topsportfotografie.ch).

: Ibachs Trainer Stöckli kann auch im zweiten Spiel einen Sieg einfahren (Bild: topsportfotografie.ch).

Die Ibächler mussten sich den Heimsieg in der 2. Halbzeit lange erzittern. Erst in der 90. Minute machte dann Goncalves den Sack endgültig zu.

Kickers Trainer Pour-Hayavi wirbelte sein Team, nach der letzten Niederlage mächtig durcheinander. Vor allem in der Abwehr, inklusive Torwart blieb kein Stein auf dem andern. Ganz anders Ibachs Neo-Trainer Stöckli, er liess sein Team nach dem Auswärtssieg vom Wochenende praktisch unverändert.

Von Beginn weg dominant
Es war noch keine Minute auf der Matchuhr verstrichen, da stand Camenzind bereits alleine vor Kickers Goalie Strässle. Strässle blieb dank einer starken Parade aber Sieger. Die neuformierte Abwehr der Stadtluzerner wirkte alles andere als sattelfest. Das Duell Camenzind – Strässle ging in der 10. Minute weiter, leider wieder mit dem gleichen Sieger. In der 22. Minute spielte sich Ibachs Offensive durch die Kickers Abwehr und diesmal musste sich auch der starke Torwart Strässle geschlagen geben. Sejdiji verwertete kaltblütig zur verdienten 1:0 Führung.

Die Blau-Weissen versuchten gleich nachzulegen und lancierten immer wieder neue Angriffe. Nach einer halben Stunde hämmerte Pastva den Ball aus gut 20 Metern an den Querbalken, nachdem Camenzind den Ball klug zurück gelegt hatte. Kurz vor der Pause verletzte sich der Luzerner Mamo nach einem unglücklichen Zusammenstoss am Kopf und musste später mit dem Krankenwagen abtransportiert werden (gute Besserung auf diesem Weg). Mit dem viel zu knappen Vorsprung von 1:0 ging’s dann in die Halbzeitpause.

Ibach baut stark ab
Wer nach der Pause eine Fortsetzung der starken Vorstellung erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Luzerner kamen stark verbessert aus der Kabine. Und trotzdem waren es die Ibächler, welche in der 55. Minute beinahe das 2:0 erzielten. Doch auch Schlegel sah seinen Abschluss von der Latte zurückprallen. Ab diesem Zeitpunkt übernahm nun definitiv Kickers das Spieldiktat. Sie konnten sich zwar nicht reihenweise Torchancen erarbeiten, blieben aber halt aufgrund des Spielstands steht’s gefährlich. Diese Spannung entlud sich in vielen kleinen Fouls und Niedlichkeiten hüben wie drüben. Der Schiedsrichter war an diesem hektischen Spielverlauf nicht ganz unschuldig, zu lange liess er die Mannschaften gewähren.

In der 90. Spielminute erlöste dann Goncalves die treuen Ibächler Fans. Er schloss einen mustergültig vorgetragenen Konter eiskalt ab und erzielte das entscheidende Tor zum Schlussresultat von 2:0. Trainer Stöcklis Bilanz darf sich sehen lassen. 2 Spiele, 6 Punkte; es darf so weitergehen.

Telegramm FC Ibach – FC Kickers Luzern 2:0 (1:0)
Gerbihof, Ibach. – 210 Zuschauer. – SR: Louis. – Tore: 22. Sejdiji 1:0; 90. Goncalves. – FC Ibach: Koller; Osella, Annen, Gonçalves, Pastva, Lüönd; Schlegel (61. De Biase), Matoshi, Seidiji (76. Schmidiger), Auf der Maur (85. Reichmuth), Camenzind (87. Marclay). – FC Kickers Luzern: Strässle; Munduki, Mamo, Kidane, Zeder (59. Vukovic); Palushi, Fischer, Abaidia (46. Kisungu), Villiger; Würmli, Brzovic. – Verwarnungen: 36. Schlegel, 38. Brzovic, 62. Zeder, 67. Lüönd und Fischer, 70. Kidane, 85. Würmli – Bemerkungen: Ibach ohne Jurca (gesperrt).