
Auch im Nachtragsspiel gegen die bisher drittletzten Tessiner gelang es Altdorf nicht zu punkten. Novazzano war das bessere Team. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel, nutzten die Torchancen die ihnen Altdorf bot und gewannen verdient.
Nach einer ausgeglichenen Startphase kam Altdorf in der 11. Minute zur ersten echten Torchance dieses Spiels. Markus Zurfluh erlief sich im Tessiner Sechzehner einen Ball, lief am Torhüter vorbei, aber schliesslich wurde dann der Winkel zu spitz für einen erfolgreichen Abschluss. Der Ball flog via Pfosten in behind. Einige Minuten später brauchte dann Altdorf viel Glück um nicht in Rückstand zu geraten. Eine abgelenkte Hereingabe der Tessiner landete am Pfosten und Kevin Epp konnte den zurückprallenden Ball gerade noch vor einem einschussbereiten Stürmer behändigen. Je länger danach die Partie dauerte, desto mehr übernahm nun Novazzano das Kommando. Die Tessiner behielten den Ball gut in den eigenen Reihen, gewannen die meisten Zweikämpfe, kamen aber gegen die immerhin gut verteidigenden Urner vorerst zu keinen echten Torchancen. Altdorf gelang nach vorne kaum etwas und kam nur gerade in der 31. Minute, als ein Freistoss von Dario Zgraggen knapp über die Latte strich, zu einer Torannäherung. In der Schlussphase der ersten Hälfte erhöhten die Tessiner den Druck und kamen zu vielen Eckbällen. Einen davon konnte Altdorf in der 43. Minute nicht sauber abwehren und Kouadio konnte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drücken.
Nachdem Novazzano besser in die zweite Hälfte gestartet war, schien es ab der 50. Minute als könnte Altdorf dem Spiel nun vermehrt den Stempel aufdrücken. Erstmals gewann man vermehrt Zweikämpfe und war mehr in Ballbesitz. In der 57. Minute löschten die Urner dann jedoch das entfachte Strohfeuer gleich selbst wieder. Als sich alle Altdorfer in der Vorwärtsbewegung befanden, erfolgte im Mittelfeld ein katastrophaler Fehlpass. Die Absicherung nach hinten fehlte, Ragazzi konnte allein auf das Tor zulaufen und nutzte dieses Geschenk zum 2:0. Danach schien Altdorf den Glauben an die Wende verloren zu haben. Die Urner versuchten es zwar und liessen sich keinesfalls hängen, kamen aber gegen die massierte Abwehr mangels Ideen und Durchschlagsvermögen zu keinen echten Torchancen. In der 86. Minute liess sich dann ein Tessiner im eigenen Strafraum zu einer Tätlichkeit hinreissen. Dies zog – nebst der roten Karte – einen Elfmeter für Altdorf nach sich, den Samuel Lustenberger sicher zum Anschlusstreffer verwandelte. Wer nun eine hektische Schlussphase und eine Abwehrschlacht der Tessiner erwartet, wurde – aus Altdorfer Sicht – enttäuscht. Die Tessiner konnten sich hinten immer wieder lösen und es gelang Altdorf auch jetzt nicht, Novazzano unter Druck zu setzen. Allerdings gibt es bei jedem Team Phasen, wo einiges nicht zusammenläuft und man trotzdem zu Punkten kommt. Falls es nach den letzten Spielen noch eines Beweises bedurft hätte, dass sich Altdorf nicht in einer solchen Phase befindet, die Schlussminuten in Novazzano hätten ihn geliefert. In der 90. Minute traf Magnum Paulino mit seinem Kopfstoss nur die Latte und kurz darauf traf Novazzano nach einem Konter zum 3:1.
Altdorf überwintert nun auf dem 10. Rang, ist aber nur aufgrund weniger einkassierter Strafpunkte nicht auf einem Abstiegsplatz zu finden. Ganz ist die Vorrunde für Altdorf allerdings noch nicht beendet. Am Samstag, 16.00 Uhr gastieren die Urner noch in Liestal zum Cupspiel.
Telegramm AS Novazzano – FC Altdorf 3:1 (1:0)
Paradiso. – 50 Zuschauer. – SR Studer.
Tore: 41. Kouadio 1:0, 57. Ragazzi 2:0, 83. Samuel Lustenberger 2:1 (Penalty), 93. Nigiotti 3:1.
FC Altdorf: Kevin Epp, Magnum Paulino, Nino Poletti (77. Simon Lustenberger), André Gnos, Marco Asaro (68. Lars Zgraggen), Dario Zgraggen, Cédric Gisler, Samuel Lustenberger, Kerim Bali, Markus Zurfluh, Pirmin Baumann.






























