Wieselsche Siegesserie reisst!

Aktuelles Teamfoto von Kuna Futsal Küssnacht. Hinten von links nach rechts: Lewis Tavares, Balu Ndoy, Marko Zeba (Spielertrainer), Gabriel Teixeira Machado, Calderon Mavembo, Ivan Procopio. Vorne von links nach rechts: Gustavo Pes Campello, Alessio Procopio, Carlos Jorge De Jesus Ferreira, Petar Matijevic (Assistent). Auf dem Bild fehlen: Diogo Alexandre Macieira Barreiro, Ensar Biqkaj, Vinicius Figueirdo Dias, Vitor Augusto Gregorio Cappellini, Giovanni La Rocca, Samuel Lustenberger, Joe Mukinisa, Alan Nabarro, Magnum Paulino, Victor Raphael Pelae Cardoso, Guilherme Savicius Raimundo Fioravanti (Bild: ZVG).

Aktuelles Teamfoto von Kuna Futsal Küssnacht. Hinten von links nach rechts: Lewis Tavares, Balu Ndoy, Marko Zeba (Spielertrainer), Gabriel Teixeira Machado, Calderon Mavembo, Ivan Procopio. Vorne von links nach rechts: Gustavo Pes Campello, Alessio Procopio, Carlos Jorge De Jesus Ferreira, Petar Matijevic (Assistent). Auf dem Bild fehlen: Diogo Alexandre Macieira Barreiro, Ensar Biqkaj, Vinicius Figueirdo Dias, Vitor Augusto Gregorio Cappellini, Giovanni La Rocca, Samuel Lustenberger, Joe Mukinisa, Alan Nabarro, Magnum Paulino, Victor Raphael Pelae Cardoso, Guilherme Savicius Raimundo Fioravanti (Bild: ZVG).

Nachdem sich die Küssnachter Wiesel vorletzten Sonntag die Playoffs gesichert hatten, stand letzten Sonntag die zweite Reise ins Tessin nach Lugano an.

Gastgeber und Gegner waren die AS Jogaleros, die zu Hause dringend punkten mussten, um im Abstiegskampf noch ein Wörtchen mitzureden. Doch stand die Reise der Küssnachter zunächst noch unter einem grossen Fragezeichen. Die Wiesel reisten mit gerade mal fünf Spielern und einem Torhüter ins Tessin und verkauften ihre Haut bei den Luganesi sehr teuer.

Ausgangslage
Mit einem Altersdurchschnitt von 38 Jahren liefen die Wiesel in Lugano auf. Den Altersdurchschnitt hob insbesondere Petar Matijevic (55), der nach langer Zeit wieder mal die Schuhe für Kuna Futsal Küssnacht schnüren musste. Später kam noch Magnum Paulino dazu und konnte diesen Schnitt um gerade mal 3.8 Jahre auf 34.2 Jahre senken. Erfahrung pur bei den Wieseln!

Starke erste Halbzeit
Tabellenführer gegen Tabellenschlusslicht. Eigentlich eine klare Sache für die Innerschweizer, doch mit dem Bewusstsein nur einen Spieler auf der Bank zu haben, mussten sich die Wiesel schon was Besonderes einfallen lassen, um die Kräfte einzuteilen. Aus einer geordneten Defensive sollte auf Konter gelauert werden und der Ball so vom eigenen Kasten fern gehalten werden. Bis zur fünften Minute gelang dies auch sehr gut, dann allerdings schaffte es einmal mehr Jogaleros‘ Antonio Micael Dias Santos sich davon zu schleichen und mit einem sehenswerten Treffer seine Mannschaft mit 1:0 in Führung zu bringen. Doch Küssnachts Toptorjäger Balu Ndoy, konnte nur drei Minuten später den Ausgleich erzielen und sorgte wieder für etwas Ruhe bei den Wieseln. Genau 1 Min. 31 Sek. später besorgte Kapitän Henrique Bem, auf Vorarbeit Ndoy, sogar das 2:1 für die Innerschweizer. Ein Strahl, bei welchem Jogaleros‘ Torspieler Haris Sadikovic keine Chance hatte. Im Anschluss hätten die Wiesel gut und gerne die Führung noch ausbauen können, doch mangelte es an der nötigen Präzision und am letzten Pass. Ein Freistoss aus gut 8m musste herhalten, damit die Tessiner wieder zum Ausgleich kommen konnten. André Dos Santos Barros verwandelte eiskalt, die wieselsche Mauer war etwas gar löchrig. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Jogaleros ihren Torspieler Sadikovic bereits durch einen fünften Feldspieler ersetzt und versuchten die Wiesel noch weiter zurückzudrängen. Allerdings bestand damit auch die Gefahr sich die Tore einzufangen. 1 Min. 37 Sek. vor der Halbzeit doppelte Ndoy, nach einer Balleroberung von Bem, nach und erzielte das 3:2. Die eigentliche Bestrafung für den Flying Goalkeeper sollte aber 28 Sek. vor der Halbzeitsirene folgen. Nach einer Balleroberung von Magnum Paulino, war es Spielertrainer Marko Zeba der am schnellsten reagierte und aus gut 34m den Ball im hohen Bogen auf die Reise schickte und so das 4:2 markierte! Ein herrlicher Treffer kurz vor dem ersehnten Pausentee.

Kräfteschwund in der Zweiten
In der zweiten Hälfte merkte man den Wieseln den Verschleiss doch deutlich an. Obwohl man auch in der zweiten Halbzeit aus einer geordneten Defensive agieren wollte, war man oft einen Schritt zu spät. Bereits 2 Min. 18 Sek. nach Wiederbeginn, verkürzte Dias Santos erneut aus einem Freistoss auf 3:4 und nur weitere 2 Min. 20 Sek. später konnten die Tessiner, nach einer gelungenen Kombination über Dias Santos durch Dos Santos Barros zum 4:4 ausgleichen! Zeba hatte in der 28. Min. das 5:4 auf dem Fuss, doch konnten sich die Jogaleros beim Pfosten bedanken. Stattdessen gingen die Tessiner in 30. Min. nach einem Missverständnis von Ndoy und Zeba wieder in Führung. Dos Santos Barros liess seinen dritten Treffer im Spiel folgen und brachte seine Mannschaft so wieder auf die Siegerstrasse. Doch durften sich die Jogaleros auch in der Folge keinesfalls ausruhen. Die Innerschweizer waren trotz des Abnützungskampfes immer noch gefährlich und hätten mit etwas Glück das Spiel wieder zu ihren Gunsten drehen können. Ndoy fehlten in der 34 Min. nur Zentimeter für das Tor des Jahres. Bem setzte in der 35 Min. den Ball ebenfalls an den Pfosten und Paulino, der nach einem Eckball sich komplett freistehend vor dem Tor wiederfand, zielte in derselben Spielminute zu Zentral auf den Torhüter. Und so kam es wie es kommen musste, 21 Sek. vor Schluss bekamen die Tessiner einen Penalty zugesprochen, den Nemanja Nikolic sicher verwandelte und den Jogaleros so den Sieg sicherte.

Fazit
4:2 in der ersten Halbzeit. 0:4 in der Zweiten. Endstand 4:6 aus Sicht der Innerschweizer. Trotzdem zeigte der Tabellenführer, dass sie auch mit einem ausgedünnten Kader sehr gefährlich sein können. Für einmal bewiesen die Wiesel auch, dass sie Defensiv sehr gut arbeiten können. Der Sieg der Jogaleros war im Endeffekt verdient, doch war das Spiel bis zum Schluss spannend und offen. Schiedsrichter Stefano Meroni, verteilte wieder Gelbe Karten wie die Narren Konfetti und könnte sich damit einen neuen Spitznamen einfangen.

Nächstes Spiel
Der letzte Spieltag der regulären Saison (So, 24.02.2019) hat nochmal zwei Kracher zu bieten. Zunächst geht es im Spiel 1 höchstens um die Ehre. Um 11 Uhr treffen Dinamo US Avellino Zurigo und Union 7 Futsal Club Zürich aufeinander. Beide Teams sind schon gerettet und können daher das Spiel locker angehen. Im Zweiten Spiel kommt es zum Spitzenkampf zwischen den Wieseln und den Futsal Löwen Zürich. Um 13 Uhr wird in der Maihofhalle in Luzern entschieden, wer die NLA Gruppe 3 für sich entscheidet und so auf den vermeintlich schwächeren Gegner im Playoff ¼-Final trifft. Zudem ist es gleich ein guter Form-Test für die Playoffs.

Der Gastgeber des letzten Spieltages, der Futsal Club Luzern muss im letzten und entscheidenden Spiel um 15 Uhr gegen die AS Jogaleros gewinnen, um die Klasse noch zu halten. Alles andere als ein Sieg wird den Luzernern nicht reichen.

Telegramm AS Jogaleros – MNK Kuna Futsal Küssnacht 6:4 (2:4)
Sonntag 17.02.2019, Centro Palamondo, Cadempino; SR: Stefano Meroni, Michele Cassiani.
Tore: 5. Dias Santos (Afonso Alves) 1:0; 8. Ndoy (Bem) 1:1; 10. Bem (Ndoy) 1:2; 13. Dos Santos Barros 2:2 (Freistoss); 18. Ndoy (Bem) 2:3; 20. Zeba (Paulino) 2:4; 22. Dias Santos 3:4 (Freistoss); 25. Dos Santos Barros (Dias Santos) 4:4; 29. Dos Santos Barros (Dias Santos) 5:4; 39. Nikolic 6:4 (6m-Penalty).
Verwarnungen: 13. Matijevic (Gelb/Foul); 22. Paulino (Gelb/Foul); 35. Zeba (Gelb/Reklamieren); 39. Bem (Gelb/Foul).
MNK Kuna Futsal Küssnacht: A. Procopio; Matijevic; Zeba, Bem; Ndoy; Paulino.
AS Jogaleros: Sadikovic; Nikolic; Carvalho da Silva, Afonso Alves; Dos Santos Barros; Sciuchetti, Taverniti, Dias Santos, Rizzello, Ajetaj.
Bemerkungen: Kuna Futsal ohne Barreiro Macieira (?), De Jesus Ferreira, Nabarro, I. Procopio und Teixeira Machado (alle Rekonvaleszent), Pes Campello, Mavembo (beide Privat), Biqkaj, Gregorio Cappellini, La Rocca, Mukinisa, Pelae Cardoso und Tavares (alle Ausland), De Franca Moura (keine Spielberechtigung).