
Zum Abschluss der regulären Saison, gewinnen die Wiesel im Spitzenkampf gegen die Futsal Löwen Zürich mit 6:4 und behaupten damit ihre Tabellenführung. Mit 27 Punkten aus 10 Spielen gehen sie als Gruppensieger in die Playoff ¼-Finals und treffen dort auf den Futsal Club Charmilles aus Genf. Balu Ndoy, der mit Toren in der 8./31./39. und 40. Min. seine Saisontreffer 18, 19, 20 und 21 folgen liess, entschied das Spiel fast im Alleingang.

Viele Ungenauigkeiten in der Startphase
Es wollte nicht so recht in den ersten 6 – 7 Min. des Spiels bei den Wieseln. Das Passspiel war zu ungenau, die Abschlüsse ebenso, die Ordnung stimmte nicht und bei den Zweikämpfen sah man auch schlecht aus. So stand es denn bereits nach nur 2 Min. 20 Sek. 0:1 aus Sicht der Innerschweizer. Patrick Texeira de Moura Seixas brachte seine Mannschaft im Zusammenspiel mit Gzim Nevzadi früh in Führung. Es dauerte noch eine kurze Weile bis die Wiesel das Spiel wieder etwas unter Kontrolle hatten. Küssnachts Topscorer Balu Ndoy, kam mit etwas Verspätung, aber immer noch rechtzeitig, um das Spiel entscheidend zu beeinflussen, auf den Platz. Ziemlich genau in der 6. Min. des Spiels betrat dieser das Feld und begann sofort zu wirbeln. In der 9. Min. folgte dann der Wieselsche Doppelschlag! Innerhalb von nur 14 Sek. drehten die Wiesel komplett den Spielverlauf. Zuerst staubte Ndoy einen Schussversuch von Joe Mukinisa zum Ausgleich ab, und sofort nach dem Anspiel der Zürcher eroberte er den Ball und verhalf seinem Teamkollegen Ensar Biqkaj zu seinem ersten Treffer im Trikot von Kuna Futsal Küssnacht, der das 2:1 markierte. Danach wurde es wieder ein etwas zerfahrenes Spiel auf beiden Seiten bis die Zürcher 1 Min. 41 Sek. vor der Halbzeit noch den Ausgleichstreffer erzielten. Nevzadi glich auf Vorarbeit von Francisco Daniel Constancio zum 2:2 aus! Die Wiesel liessen sich etwas gar tölpelhaft ausspielen und so ging man mit diesem Resultat in die Kabinen.
Blitzstart nach der Pause
Gerade mal 14 Sek. der zweiten Hälfte waren gespielt, da gingen die Wiesel durch Mukinisa mit 3:2 in Führung. Es war ein reingewuseltes Tor, bei dem Löwens Torspieler Aleksandar Nikolic keine gute Figur machte. Die Wiesel hielten das Tempo hoch und waren spielbestimmend, doch liess die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Ein fehleingeleiteter Wechsel, bei gegnerischem Ballbesitz, führte zum erneuten Ausgleichstreffer der Zürcher. Humberto Carneiro da Silva liess sich zum 3:3 feiern. Die Wiesel machten es ihm gar einfach und es folgte wieder eine kurze Phase von Hektik und Fehlpässen. In der 31. Minute dann wieder die Führung für die Innerschweizer. Abwehrrecke Gabriel Texeira Machado holte sich den Ball beim eigenen Strafraum und rannte über den ganzen Platz, wo er schliesslich einmal mehr Ndoy fand, der Löwens Torspieler Nikolic keine Chance liess, und mit einem knackigen Chip das 4:3 erzielte.
Die Freude währte nicht lange, denn nur 1 Min. 20 Sek. später, liessen sich die Küssnachter ein zweites Mal nach einem Wechsel bestrafen. Die Zürcher erkannten die Situation blitzschnell und Jungspund Roman Hliddal glich wieder zum 4:4 aus. Zu allem Überfluss, sah Texeira Machado in der nächsten Aktion auch noch die Vierte Gelbe und wird den Wieseln somit im Playoff ¼-Finale fehlen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin, und den Wieseln fehlte es an diesem Tag oft an der Präzision. Bis kurz vor Schluss mussten sich die Innerschweizer gedulden, um wieder einen Angriff erfolgreich abzuschliessen. Einem Einkick in der gegnerischen Platzhälfte, folgte eine Ballstaffette über sieben Stationen, welche Ndoy einmal mehr zum 5:4 Führungstreffer verwertete. Ndoy wusste bei wem er sich bedanken musste. Teamkollege Mukinisa, setzte ihn bei Treffer Nummer Drei mustergültig in Szene. Den vierten Treffer erarbeitete sich Ndoy gleich selber. Wenige Sekunden vor Ende des Spiels wagte sich Torspieler Nikolic als Flying Goalkeeper aus seinem Kasten und liess sich den Ball von Ndoy abknöpfen, der danach leichtes Spiel hatte und den Deckel drauf machte. 6:4 Endstand in einem hektischen, zerfahrenen Spiel. Vierfachtorschütze Ndoy liess sich als Man of Match feiern und die Wiesel wussten bei wem sie sich bedanken konnten.
Fazit
Die Wiesel gehen als Spitzenreiter der Gruppe 3 in die Playoffs und waren eindeutig das beste Team dieser Gruppe. Nun liegt der Fokus auf das erste Playoff-Spiel, bei welchem es heisst, Siegen oder Fliegen. Die Wiesel werden noch an ihrer Chancenverwertung arbeiten müssen und ebenso an der defensiven Ordnung. Es gilt auch nochmal die Standardsituationen einzustudieren, um für noch mehr Gefahr zu sorgen.
Luzern steigt ab
Bittere Heimniederlage für den Futsal Club Luzern! Im alles entscheidenden Spiel gegen die AS Jogaleros verspielten die Luzerner eine frühe 4:0 Führung. Bis zur Halbzeitsirene konnten die Luganesi noch ausgleichen. Die Luzerner gingen auch nach der Pause wieder früh mit 5:4 in Führung, doch dann kam der Einbruch und am Ende stand es 5:10 aus Luzerner Sicht. Der Nachbar aus Luzern verabschiedet sich damit nach 4 Jahren Zugehörigkeit in der NLA wieder in die Niederungen der NLB bzw. ab neuer Saison 1. Liga regional. Es bleibt zu hoffen, dass der Innerschweizer Futsal in den kommenden Jahren wieder einen Vertreter in der zweithöchsten Spielklasse stellen wird.
Nächstes Spiel
Nächsten Sonntag geht’s los mit der ersten K.O.-Runde! Die Playoff ¼-Finals der NLA finden in der Sporthalle Kasselfeld in Bellach SO statt. Los geht’s schon um 12 Uhr mit der Partie Swiss Geneva Futsal – Futsal Löwen Zürich. Um 14 Uhr messen sich Salines Futsal und der FC Peseux Comète. Die Küssnachter Wiesel dürfen ab 16 Uhr gegen den Futsal Club Charmilles antreten. Das letzte Spiel bestreiten der Gastgeber des ¼-Finales FC Iliria und die Futsal Golden Lions. Fünf Deutschschweizer und drei Westschweizer, man darf gespannt sein wie die Kräfteverhältnisse dieses Jahr verteilt sein werden.
Telegramm MNK Kuna Futsal Küssnacht – Futsal Löwen Zürich 6:4 (2:2)
Sonntag 24.02.2019, Sporthalle Maihof, Luzern; SR: Mike Schumacher, Mario Balmelli.
Tore: 3. Teixeira de Moura Seixas (Nevzadi) 0:1; 9. Ndoy 1:1; 9. Biqkaj (Ndoy) 2:1; 19. Nevzadi (Constancio) 2:2; 21. Mukinisa 3:2; 26. Carneiro da Silva (Nevzadi) 3:3; 31. Ndoy (Texeira Machado) 4:3; 33. Hliddal (Constancio) 4:4; 39. Ndoy (Mukinisa) 5:4; 40. Ndoy 6:4.
Verwarnungen: 2. Texeira de Moura Seixas (Gelb/unsportliches Verhalten); 32. Texeira Machado (Gelb/Foul); 32. Lopes Costa (Gelb/Reklamieren).
MNK Kuna Futsal Küssnacht: A. Procopio; Teixeira Machado; Biqkaj, I. Procopio; Mukinisa; Barreiro Macieira, De Jesus Ferreira, De Franca Moura, Zeba, Ndoy.
Futsal Löwen Zürich: Nikolic; Texeira de Moura Seixas; Hliddal, Lopes Costa Salvador; Constancio; Varkas, Nevzadi, Ugarkovic, Carneiro da Silva.
Bemerkungen: Kuna Futsal ohne Nabarro, Pes Campello und La Rocca (alle Privat), Gregorio Cappellini und Pelae Cardoso (beide Rekonvaleszent), Bem (Krank), Lustenberger, Paulino und Mavembo (alle Ausland), Duarte Dos Santos (keine Spielberechtigung), Tavares (Verletzt). Ndoy verschiesst 10m-Penalty in der 34. Min.





























