Zehn gelbe Karten und eine gelb-rote Karte…An der Matchstatistik sieht man gut, dass dieses Derby zwischen Hergiswil und Sarnen äusserst umkämpft war und sich die beiden Mannschaften überhaupt nichts schenkten.
Doch die Kartenstatistik täuscht etwas. Das Spiel war zwar intensiv geführt und durchaus geprägt von Zweikämpfen und heissen Duellen auf beiden Seiten. Jedoch taten dies die beiden Mannschaften immer auf eine faire Art und Weise. Umso bedauernswerter, dass beim grundsätzlich gut pfeiffende Schiedsrichter die Karten etwas sehr locker in der Tasche waren und so auf beiden Seiten viel zu viele Karten für die Fairplaystatistik gesammelt wurden.
Nun aber zum Spielgeschehen…Man erkannte ziemlich schnell, dass das Trainerduo Pereira/Burkhard die Mannschaft gut eingestellt hatten und die Sarner gewillt waren nach den beiden letzten Niederlagen gegen Lugano und Ibach wieder wichtige Punkte im Abstiegskampf einzufahren. Da jedoch auch die Hergiswiler gut organisert waren entwickelte sich ein munteres Spiel, das sich jedoch vermehrt im Mittelfeld abspielte. Die Hergiswiler versuchten den Vorteil, des ziemlich starken Rückenwindes auszunutzen und versuchten mit weiten Bällen aus der Abwehr die Sarner Hintermannschaft zu überspielen. Die Sarner suchten vermehrt über die Seiten in die Gefahrenzone zu gelangen und kamen so zu einigen vielversprechenden Abschlusssituationen.
Eine davon führte dann kurz vor der Pause auch zum vermeintlichen Führungstreffer. Eine Würsch-Granate aus gut 31,5m prallte von der Lattenunterkante wieder zurück ins Feld. Omlin schaltete am schnellsten und bugsierte den Ball mit einem überlegten Kopfball am chancenlosen Strohammer ins Tor. Der Jubel verstummte jedoch ziemlich schnell, da der Linienrichter eine Abseitsposition vom Sarner Captain gesehen hatte.
In der zweiten Halbzeit starteten die Gäste aus Obwalden etwas besser. Immer wieder gelang es über die Seiten durchzudringen. Die Flanken fanden jedoch nie einen Mitspieler und so blieben Tore vorerst noch aus.
In der 58. Minute kam es im Mittelfeld zu einem unglücklichen Prellballduell und plötzlich konnte Silvan Sager ziemlich freistehend auf das Sarner Tor loslaufen. Mit all seiner Routine hebte er den Ball gefühlvoll über den heraustürmenden Sigrist zum 1:0 ins Tor. Mit dem Rücken zur Wand nahmen die Sarner nun noch vehementer das Spiel in die Hand und erarbeiteten sich einige gute Chancen. In der 68. Minute trugen die Bemühungen der Gäste dann endlich auch Früchte. Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Hergiswiler Hintermannschaft kombinierten sich die kurz zuvor eingewechslten Ineichen und Jarczyk vor das Tor und Yves Jarczyk schloss den Angriff in gewohnter Manier eiskalt in die linke Torecke ab.
Nun war die Partie wirklich unterhaltsam und vorallem die Gäste aus Obwalden hatten einige Möglichkeiten in Führung zu gehen. Zuerst flog eine Flankenballball, Absender Toni Brnic-Birrer, an den Pfosten und nur kurze Zeit später scheiterte Ineichen am stark reagierenden Strohammer.
Auch das Heimteam konnte immer wieder gefährliche Konter setzen und kam durch Standartsituationen immer wieder zu gefährlichen Szenen. Da aber beide Torhüter ihren Kasten sauber hielten ging dieses Derby mit einem gerechten Unentschieden zu Ende und die Punkte wurden geteilt.
Am kommenden Wochenende trifft der FC Sarnen um 18.00 Uhr im Seefeld auf die viertplatzierten Willisauer und hofft auf zalreiche Unterstützung um weitere wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt einfahren zu können. Hopp FC Sarnä!!!
Telegramm FC Hergiswil – FC Sarnen 1:1 (0:0)
Grossmatt. – 200 Zuschauer. – SR Lopez. – Tore: 58. Sager 1:0. 67. Jarczyk 1:1. – Hergiswil: Strohhammer; Andrin Arnold, Erni, Achermann; Betrucci (56. Devin Arnold), Kauer; Mombelli, Eberhard, Weber (69. Jason Blättler); Sager, Norman Blättler (74. Hönger). – Sarnen: Norbert Sigrist; Ochsenbein (77. Holtz), Röthlin, Koch, Tschopp; Omlin, Würsch; Lopes Almeida, Wirz (64. Jarczyk), Bühler (60. Brnic); Vogel (64. Ineichen). – Bemerkungen: 38. Lattenschuss Würsch. 83. Pfostenschuss Brnic. 93. Platzverweis Weber (Gelb-Rot auf der Spielerbank).































