Nach dem letzten erfolgreich bestrittenen Meisterschaftsspiel gegen Brunnen war die Mannschaft um Trainer Ricardo Pereira gerettet und schaffte nach einer überzeugenden Rückrunde vollkommen verdient den Ligaerhalt in der 2. Liga Interregional.
Es stand das letzte Meisterschaftsspiel beim Tabellenersten Lugano-Paradiso auf dem Programm, welchem die Akteure des FC Sarnen ohne Druck und Siegespflicht entgegenblicken konnten. Der FC Sarnen konnte in diesem Spiel lediglich der grosse Spielverderber für die bereits geplante Aufstiegsparty der Tessiner sein. Für die Promotion in die nächsthöhere Liga brauchten die Tessiner mindestens einen Punkt aus dieser Partie, um nicht mehr von den jungen wilden Lugano U-21 eingeholt werden zu können.
Die Partie wurde auf dem Kunstrasen in Paradiso, nahe Lugano, ausgetragen und die Sonne brannte auf die Erdoberfläche. Für die Spieler war es nahezu unerträglich heiss auf der Kunstrasendecke, für die Zuschauer war es einfach nur eine wunderschöne Affiche, mit einem kühlen Blonden in der Hand und der Sonnebrille im Gesicht. Die Erwartung auf Seiten der Ticinesi-Mütter und -Spielerfrauen war gross. Dieses Spiel hatte im Vorfeld derart grosse Wellen geschlagen, dass sogar Valon Behrami seine Lara alleine Zuhause liess und sich das Spiel anschauen musste.
Das Spiel kam dann wie ein solches Spiel halt eben so ist, nicht sofort in die Gänge. Sarnen musste oder konnte nicht und Paradiso traute sich nicht mehr für die Offensive zu machen. Der Verlust eines Gegentores für die Heimelf war spürbar. Es schlichen sich Ungenauigkeiten seitens der Tessiner im Angriffsspiel ein, dass es vorerst zu keinen grossen Möglichkeiten für den Führungstreffer kam. Die Überzeugung in ihre eigene Spielweise und ihr Können war bei Paradiso gross, weshalb bei den Spielern auf dem Platz auch nach vielen Zeigerumdrehungen ohne Chance keine Nervosität aufkam. Sarnen ihrerseits kam ebenfalls zu keiner nennenswerten Chance, was die Gemüter der bibbernden Ticinesi-Mamas auf der Tribüne beruhigte. Paradiso spielte das erwartete Spiel. Lange hohe Bälle auf die schnellen Sturmspitzen. Vorerst bissen sich die Stürmer zunächst gegen die harten Ochsen- und Holz(beine) die Zähne aus. Die Abwehr-Bulldogen um Kuhn, «Haken-Tunnel-Gott» Röthlin sowie Tschopp konnten in den Duellen stets die Oberhand behalten. Ein ums andere Mal liessen die Verteidiger des FC Sarnen die Offensivleute von Paradisooooooo anrennen und abblitzen.
In der zweiten Halbzeit dann wurde der Druck der Luganesi grösser und die Abwehrleute des FC Sarnen waren den Angriffen nicht mehr wie in der ersten Halbzeit gewachsen. Doch wenn die Angreifer der Tessiner die Abwehrmauer um Kuhn/Röthlin/Tschopp durchbrechen konnten, so stand da immer noch der Fels in der Brandung «Ivo Sigristeeee». Er vereitelte anfangs der zweiten Halbzeit zwei, drei Hochkaräter der Gästeelf und behielt die Nervosität der Tessiner auf dem Höchststand. Schliesslich, so besagt es auch das gute alte Sprichwort: «Steter Tropfen höhlt den Stein» – oder eben die Sarner-Abwehr. Die vielen bisher erfolglosen Versuche der Tessiner wurden dann in der 65 Minute belohnt. Der Tessiner Stürmer wurde erneut mit einem weiten Ball in die Tiefe geschickt und hatte dann für einmal keine Mühe den herauseilenden Fels in der Brandung zu umschiffen und zum vielumjubelten Führungstreffer einzuschieben. Den zweiten Treffer, welcher nach einem Angriff über links mit einem unglücklichen Eigentor von Alex Tschopp zu Stande kam, war lediglich für die Afterparty wichtig. Sie führte dazu, dass die Partystimmung der Tessiner weiter anstieg und es zu einer super Aufstiegsparty kam. Hingegen die Freude an der Heimreise und der Abendbeschäftigung sank beim Sarner zentralen Mittelfeldspieler «Tiago Tigi de Perreira Almeida Amigo da Susa Roberto Lopes Jr.» ins Bodenlose – hässig ischer gsi!
Nun bleibt noch der letzte Ernstkampf im Cupfight gegen Uster am kommenden Samstag 22.06.2019 auf dem Seefeld. Wir hoffen auf einen Sieg, welcher die Krönung für die ausserordentliche Rückrunde 2019 darstellen würde. Zugleich wäre dies das Ticket für den Einzug in der Cup-Hauptrunde. Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung auf dem Seefeld, Anstoss ist um 17 Uhr. Hopp Sarnä!
Telegramm Paradiso – FC Sarnen 2:0 (0:0)
Pian Scairolo. – 100 Zuschauer. – SR Skalonja. – Tore: 52. 73. Iaconis 1:0. Eigentor (Tschopp) 2:0. – Paradiso: Bernasconi; Rossi, Di Stefano; Loiero, Forestieri (Alaimo), Rocca, Giunti, De Biasi; Pain, Iaconis (Felici), Romamilla. – Sarnen: Ivo Sigrist; Kuhn, Tschopp (Rohrer), Röthlin, Omlin; Almeida Lopes, Holtz (Würsch), Oschenbein (Jarzcyk), Braschler (Bühler); Brnic, Vogel.































