
Bei der 1:2-Pleite gegen den FC Hergiswil zog der FC Ibach einen rabenschwarzen Abend ein.
Trainer Stöckli musste für das wichtige Spiel gegen die Nidwaldner auf den gesperrten Schelbert verzichten und auch der grippegeschwächte Lüönd nahm vorerst nur auf der Ersatzbank Platz. Ibach startete sehr verhalten in die Partie und machte nicht den Anschein, das Schlüsselspiel gegen einen direkten Konkurrenten auf Biegen und Brechen anzugehen. Erst nach einiger Zeit zeigten die Blau-Weissen ein wenig offensive Akzente – doch sowohl Pastva als auf Jurca scheiterten mit ihren Abschlüssen deutlich. Auch die Gäste aus Hergiswil zeigten wenig berauschenden Fussball, gingen aber trotzdem in der 26. Minute in Führung. Devin Arnold haute einen Freistoss nahe an der Strafraumgrenze an den Pfosten und Blättler reagierte am schnellsten und brachte das Leder zum 0:1 in die Maschen. Das Heimteam glich dann die Partie kurz danach aus. Gonçalves eroberte einen Ball im Mittelfeld und passte schön auf Sejdiji, der mit seinem Abschluss Keeper Strohhammer keine Chance lies und zum 1:1 ausgleichen konnte. Das Heimteam hatte nun die beste Phase des Spiels und hätte durch Tobias Auf der Maur und mit etwas mehr Abschlussglück durchaus auch in Führung gehen können. Es blieb aber bis zum Pausentee beim Remis.
Ibach mit schwacher Leistung in der zweiten Halbzeit
Auch die zweiten 45 Minuten begannen wie die erste Halbzeit. Beide Teams spielten mit wenig Konzept, offenbarten insbesondere in der Angriffsauslösung grosse Schwächen und wirkten sehr fahrig. In der Folge agierten die Nidwaldner etwas offensiver und kamen durch Kauer zu einer Topchance – Schlussmann Koller hielt sein Team mit seiner Glanzparade aber im Spiel. Die Stöckli-Elf wurde dann in der 77. Minute für ihren pomadigen Auftritt bestraft. Devin Arnold wurde in die Tiefe lanciert, konnte alleine auf das Tor losziehen und düpierte Koller zum 1:2 für die Odermatt-Elf.
Jurca verschiesst Penalty in der hektischen Schlussphase
Das Gegentor schockte Ibach und das Team zeigte nur wenig Reaktion. In den Schlussminuten brachten die Muotadörfler noch einmal einen hohen Ball vor die Kiste der Gäste und im unübersichtlichen Getümmel wehrte Gautschi einen Abschluss scheinbar mit der Hand ab. Referee Kilic zeigte auf den Punkt und zückte zudem gegen den Hergiswiler die Ampelkarte. Jurca übernahm nach langen Diskussionen auf beiden Seiten die Verantwortung, scheiterte aber mit seinem schwachen Elfmeter an Keeper Strohhammer. Diese Szene passte sinnbildlich zum Spiel der Muotadörfler an diesem Abend. Es wollte einfach nichts zusammenpassen und die Gäste entführen die drei Punkte nicht unverdient aus dem Gerbihof. Die Stöckli-Elf muss nun am kommenden Mittwoch auswärts gegen den FC Kickers Luzern und am Samstag daheim gegen Sarnen dringend eine Reaktion zeigen – ansonsten misslingt der Saisonstart komplett.
Telegramm FC Ibach – FC Hergiswil 1:2 (1:1)
320 Zuschauer. – SR Kilic. – Tore: 26. Blättler 0:1. 30. Sejdiji 1:1 77. Arnold Devin 1:2. – FC Ibach: Koller; Osella, Annen, Gonçalves; Pastva, Silvio Auf der Maur (77. Camenzind), Tobias Auf der Maur (64. Lüönd), Hoxha (81. Weickert), Schlegel (74. Marclay); Sejdiji, Jurca. – FC Hergiswil: Strohhammer; Meyer, Andrin Arnold, Gautschi, Wieland; Mombelli, Kauer (83. Hönger), Schuler, Devin Arnold; Achermann (72. Goncalves da Costa), Blättler (64. Joller). – Bemerkungen: FC Ibach ohne Tim Reichmuth (RS) und Schelbert (gesperrt). 90. Rote Karte gegen Gautschi (Handspiel). – Verwarnungen: 32. Gautschi. 35. Pastva. 38. Gonçalves. 48. Andrin Arnold. 58. Wieland. 90. Joller. 90. Lüönd. 90. Osella.



























