Nach einem Fehlstart steigerte sich der FC Rotkreuz merklich und siegte schliesslich auch gegen Tabellenschlusslicht Adliswil verdient.
Das Spiel wies einige Parallen auf zum letzten Heimspiel gegen Klingnau. Auch da war der FCR eher passiv gestartet um nachher doch noch klar zu gewinnen. Im Unterschied zu Klingnau vermochten die bissigen, hart einsteigenden Gäste aus dem Sihltal die Rotkreuzer Unzulänglichkeiten im Abwehrverhalten eiskalt auszunutzen. Es gerade war gerade mal eine Minute verstrichen als sich im FCR Sechzehner niemand für einen Angreifer der Gäste zuständig fühlte. FCR Hüter Aaron Höngger parierte den ersten Schuss zwar noch mirakulös, gegen den Nachschuss von Sellu Kobba, auch er völlig freistehend, war aber auch er machtlos und so stand es in der 2. Minute bereits 0:1.
Rotkreuz dominierte spielerisch zwar klar, kam mit dem aggressiven Spiel der Zürcher aber auch weiterhin nicht zurecht und war öfters am diskutieren anstatt kämpferisch mehr dagegen zu halten. So gingen die Gäste nach einer weiteren Unachtsamkeit in der 16. Minute gar mit zwei Toren in Führung nachdem wiederum Kobba aus kurzer Distanz ungehindert abziehen konnte. Rotkreuz kam nun besser ins Spiel und kam in der 19. Minute durch einen von Marko Bicvic an den Pfosten gesetzten Freistoss dem Anschlusstreffer erstmals nahe. Diesen bewerkstelligte dann Dragan Gyorgiev welcher nach einem klugen, langen Zuspiel alleine vor Gästehüter Marc Haberstroh auftauchte und in Goalgetter Manier abgebrüht und unhaltbar zum 1:2 einnetzte. Trotz weiteren Versuchen der Zuger blieb es bei diesem Spielstand zur Halbzeit.
Rotkreuz mit Steigerungslauf nach der Pause. Den Zugern war der Wille anzumerken, dieses Spiel noch zu drehen zu wollen. Bereits in der 52. Minute gelang dann Bicvic der angestrebte Treffer und dies spielte den spielstarken Rotkreuzern nun sichtlich in die Hände. Die Gäste versuchten zwar weiterhin durch hartes Einsteigen die Ennetseer am kombinieren zu hindern. Der FCR hatte sich aber mittlerweile auf diese Gangart eingestellt, hielt konsequent dagegen und war nun klar tonangebend.
So war es nur eine Frage der Zeit bis zum Führungstreffer. Dieser gelang dann Verteidiger Mentor Latifi welcher seine gefürchtete Kopfballstärke beim 3:2 in der 63. Minute eindrucksvoll unter Beweis stellte. Spätestens mit dem 4:2 mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte durch den eingewechselten Samir Boussaha war in der 81. Minute die Frage nach dem Sieger beantwortet. Das herrliche Freisstosstor durch Davide Palatucci (87. Minute) war aus Rotkreuzer Sicht noch eine schöne Zugabe an die dankbaren einheimischen Fans.
Fazit: Ein verdienter FCR Sieg. Wiederum, wie schon im letzten Heimspiel gegen Klingnau, nach einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause.
Telegramm FC Rotkreuz – FC Adliswil 5:2 (1:2)
Sportpark. – 150 Zuschauer. – SR Huber. – Tore: 2. Kobba 0:1. 16. Kobba 0:2. 36. Gyorgiev 1:2. 52. Bicvic 2:2. 63. Latifi 3:2. 80. Boussaha 4:2. 88. Palatucci Davide 5:2.– Rotkreuz: Hönger; Mattia Palatucci (54. Boussaha), Latifi, Mrkonja, Sacirovic; Seferagic (68. Gashi), Campello (57. Tramontana), Davide Palatucci, Bicvic (88. Canzian), Allou, Gyorgiev (69. Churlinov). – Adliswil: Haberstroh; Grand, Vegezzi, Bosbach, Escobar, (59 Bindi), Boussano (68. Oberholzer), Steiger, Benjamin Da Silva, Boakye (78. Zangger), Esposito, Kobba ( 59. Simic). – Bemerkung: 19. Pfostenschuss Bicvic.































