Effizienzkriterien: Gutes Omen für Schlusslichter

David Mistrafovic und der SC Kriens stehen in der Liga zwar am Tabellenende. In Sachen Effizienzkriterien sind sie jedoch top (Archivbild: Meienberger Photo).

David Mistrafovic und der SC Kriens stehen in der Liga zwar am Tabellenende. In Sachen Effizienzkriterien sind sie jedoch top (Archivbild: Meienberger Photo).

Der SC Kriens und der FC Lausanne-Sport setzten im ersten Quartal der Saison 2021/22 am meisten auf die Jugend. Dies könnte ein gutes Omen für die beiden Klubs sein, die derzeit am Tabellenende ihrer Ligen stehen. Noch nie ist ein Gewinner der Effizienzkriterien am Ende der Saison abgestiegen.

Der SC Kriens leistet in Sachen Nachwuchsarbeit einen bemerkenswerten Job. Trainer Davide Morandi setzt zu Beginn der Saison regelmässig auf 9 Schweizer Nachwuchsspieler, die bisher insgesamt 39 Mal in einer Startformation standen. Darunter befinden sich Spieler wie David Mistrafovic (8), Robin Busset, Elis Isufi (5), Joschua Neuenschwander oder Ivan Harambasic (4). Mit ihren Einsätzen haben sie sogar den FC Wil (7 Junioren für insgesamt 28 Einsätze), in Sachen Nachwuchsförderung das Mass aller Dinge in den letzten beiden Saisons, hinter sich gelassen. Auch der DCL-Neuling Yverdon Sport FC lässt die Jugend regelmässig zum Zug kommen. Die jungen YB-Leihspieler Lewin Blum (8), Mischa Eberhard (6) Shkelqim Vladi (4) sammelten bereits 19 Startelf-Einsätze für die Waadtländer.

Die omnipräsenten Verteidiger Burch und Omeragic
Im ersten Viertel der Saison hat ein Quartett noch keine Einsatzminute in der dieci Challenge League verpasst: Serge Müller (Schaffhausen), Justin Hammel (SLO), Marcin Dickenmann (Wil) und Adrian Gantenbein (Winterthur). In der Credit Suisse Super League heissen die Dauerläufer Marco Burch (Luzern) und Becir Omeragic (FCZ). Am meisten auf die Jugend vertraut in der Eliteklasse der FC Lausanne-Sport. Die Waadtländer setzten vier Spieler mit Schweizer Pass und Jahrgang 2000 oder jünger regelmässig ein. Die Junioren-Nationalspieler Anel Husic, Karim Sow (je 6), Zeki Amdouni (4) und Gabriel Barès (1) sammelten so bereits 17 Startelfeinsätze für LS. Der FC Zürich (15) und der FC St. Gallen (13) komplettieren das Podium nach einem Viertel.

Sieg als gutes Omen
In der Nachwuchsförderung sind der SC Kriens und der FC Lausanne-Sport aktuell top. Sportlich sind die beiden Klubs leider noch nicht auf Touren gekommen und belegen in ihren Ligen jeweils den letzten Tabellenplatz. Aber es gibt keinen Grund, von der Philosophie abzuweichen. Denn: Noch nie musste ein Gewinner der Effizienzkriterien am Ende der Saison absteigen. Die finalen Platzierungen reichen von Rang 2 des FC St. Gallen, der in der Saison 2019/20 einen Rekord mit 113 Startelfeinsätzen aufstellte, bis zu Rang 9 von Lausanne in der Spielzeit 2016/17.

Genereller Rückgang zu verzeichnen
Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren ist im ersten Quartal ein leichter Rückgang bei den Einsätzen von Schweizer U21-Spielern zu verzeichnen. In der CSSL haten 41 Spieler bisher 170 Startelfeinsätze erhalten, in der DCL sind es 80, erzielt durch 19 Spieler. Das bietet jenen Klubs, die weiterhin auf die Jugend setzen, die Möglichkeit, mehr Geld zu verdienen. Zur Erinnerung: Jeder Spieler, der in der höchsten Liga mindestens acht und in der zweiten Division mindestens 12 Mal in der Startformation steht, sammelt Punkte für seinen Klub. Am Ende der Saison wird ein Gesamtbetrag von einer Million Franken ausgeschüttet.