Klatsche in Winterthur – Kriens am Tiefpunkt

In Bedrängnis: Der Krienser Verteidiger Elis Isufi gegen aufsässige Winterthurer (Bild: REGIOfussball.ch).

In Bedrängnis: Der Krienser Verteidiger Elis Isufi gegen aufsässige Winterthurer (Bild: REGIOfussball.ch).

Die Mannschaft kann auch nach der Entlassung von Trainer Davide Morandi nicht reagieren. Der letztplatzierte SCK verliert beim Tabellenleader Winterthur hoch und deutlich mit 6:1. Der Abstand zum rettenden Rang 9 beträgt nun acht Punkte. Der Ligaerhalt wird damit immer schwieriger.

Konsternierte Gesichter vor den mitgereisten SCK-Anhängern nach dem Spiel, rechts SCK-Präsident Werner Baumgartner (Bild: REGIOfussball.ch).

Gegen den Tabellenführer aus Winterthur gibts nichts zu holen. 6:1 heisst es am Ende. Verdient, natürlich. Die Krienser hatten dem Tempo und der Durchschlagskraft des Heimteams kaum etwas entgegenzusetzen und gehen auf der Schützenwiese regelrecht unter.

Winterthur benötigte 10 Minuten um von einem 0:0 auf ein 3:0 davon zu ziehen. Ein Elfer und zwei schnelle Gegenstösse über die Seite mit einem Querpass vors Tor und dann rein damit – so wollte der SCK das eigentlich machen. Anthony Goelzer sorgte mit seinem Kopftor nach einer Ecke von Liri Mulaj und dem 3:1 nach einer halben Stunde für etwas Hoffnung.

Allzu lange bestand diese Hoffnung allerdings nicht. Manzambi traf kurz nach dem Seitenwechsel nach einem Freistoss zum zweiten Mal, ebenfalls per Kopf zum 4:1. Danach wars gegessen, Winterthur spielte das Ding nach Hause, schoss noch zwei Tore, Buess nach einem schönen Angriff über rechts und Di Nucci irgendwie reingestolpert, und war bis zum Schlusspfiff das deutlich bessere Team.

Der SCK-Sportchef Bruno Galliker meinte nach dem 1:6 in Winterthur enttäuscht in der «Luzerner Zeitung»: «Das ist ein ernüchterndes Resultat, welches auch in dieser Höhe in Ordnung geht. Wir sind überrannt worden, haben keinen Widerstand geleistet, keine Zweikämpfe gewonnen. Wir haben schlecht gespielt, Winterthur gut.»

Das Verdikt ist klar und die Krienser Ausgangslage auch. Es sind schwierige Tage im Kleinfeld – und dennoch; uns bleibt eine Woche bis zum Heimspiel gegen Stade-Lausanne-Ouchy. Dann muss der SC Kriens unter der interimistischen Leitung von Michel Renggli eine Reaktion zeigen. «Wir waren nicht in der Lage, dagegenzuhalten, und das Resultat ist die aktuelle Krienser Realität», sagte Renggli nach dem Spiel in Winterthur.

Telegramm FC Winterthur – SC Kriens 6:1 (3:1)
Schützenwiese. – 4300 Zuschauer. – SR Von Mandach.
Tore: 15. Buess (Foulpenalty) 1:0. 17. Ramizi 2:0. 25. Manzambi 3:0. 30. Goelzer 3:1. 51. Manzambi 4:1. 66. Buess 5:1. 83. Eigentor Harambasic 6:1.
Winterthur: Spiegel; Gantenbein (76. Gonçalves), Gelmi, Lekaj, Diaby (76. Schättin); Corbaz, Isik; Manzambi (71. Ballet), Alves (71. Ltaief), Ramizi; Buess (78. Nucci).
Kriens: Neuenschwander; Urtic, Harambasic, Isufi (71. Balaruban), Goelzer; Sukacev (46. Lang), Selasi, Bürgisser (56. Sessolo), Mulaj (46. Djorkaeff); Mistrafovic; Marleku (67. Binous).
Bemerkungen: Winterthur ohne Arnold (gesperrt), Kriz, Pepsi, Cavar, Costinha, Pauli und Hammer (alle verletzt). Kriens ohne Aliu, Busset, Bollati, Yesilçayir und Alessandrini (alle verletzt). 17. Lattenschuss Buess. Verwarnungen: 15. Neuenschwander, 75. Balaruban (Fouls).