Der SC Kriens gewinnt in dieser Saison das erste Mal. Der 1:0-Heimsieg gegen das spielerisch starke Stade Lausanne-Ouchy ist hochverdient.
Viel Erfahrung, sofern man das beim jungen SCK-Kader sagen kann, stand gestern Abend auf dem Kleinfeld. Ruhe reinbringen ins Spiel, Ouchy sofort stören, nicht ins Spiel bringen und nach vorne den Ball über aussen laufen lassen. Die Taktik ging auf, hinzu kam ein grosses Kämpferherz bis zur letzten Minute.
Die Gäste aus der Westschweiz waren der befürchtet spielstarke Gegner. Die Innerschweizer vermochten aber immer wieder gut zu stören, stellten ein Bein dazwischen und hielten mit Mann und Maus dagegen. Die klaren Torchancen von Stade Lausanne-Ouchy lassen sich an ein paar wenigen Fingern abzählen.
Defensiv, angefangen im Sturm, machten die Krienser einen tollen Job gestern Abend. Und offensiv gelang ihnen immer wieder die Entfaltung. Izer machte das wunderbar, auch Oan, Helios und Mark sorgten immer wieder für Entlastung. So fiel auch das 1:0. Helios trieb den Ball durchs Mittelfeld, legte ihn raus zu Izer, der hatte Platz und spielte den Ball quer in den Strafraum, wo Helios wieder zur Stelle war und einschob. Schön gespielt.
Am Ende, das war klar, drückte Stade Lausanne-Ouchy. Hatte im Ansatz immer wieder gefährliche Aktionen, richtig brenzlig wurde es aber kaum. Die Krienser dagegen konnten über Liri Mulaj, Albion Avdijaj und Oan Djorkaeff zwei, dreimal für richtig Torgefahr sorgen. Auch das zeigt, diese Mannschaft kanns.
Der Sieg tut gut, ohne Zweifel. Die Freude, oder sagen wir Erlösung, nach dieser langen Negativserie ist für alle wichtig. Der SCK kann sich verdient freuen. Und ab Montag muss der Fokus auf Wil am kommenden Samstag gerichtet werden.
Während auf dem Kunstrasen und in den Zuschauerrängen die Siegpremiere gefeiert wurde, meinte Interimscoach Michel Renggli zur «Luzerner Zeitung»: «Die Mannschaft hat nach der krassen Darbietung in Winterthur die richtige Reaktion gezeigt. Es ist nicht nur der Sieg, der mich freut, sondern auch die Art und Weise, wie er zustande kam, wie mein Team aufgetreten ist.» Renggli hatte sein Team unter der Woche aufgefordert, «aus dem Liegestuhl aufzustehen», nun, nach dem 1:0-Sieg, sagte er dafür: «Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat sich dieses Erfolgserlebnis wirklich verdient.»
Telegramm SC Kriens – Stade Lausanne-Ouchy 1:0 (1:0)
Kleinfeld. – 825 Zuschauer. – SR Kanagasingam.
Tor: 13. Sessolo 1:0.
Kriens: Brügger; Costa, Urtic, Goelzer, Busset (82. Balaruban); Aliu, Selasi, Bürgisser (82. Mistrafovic), Djorkaeff (76. Mulaj); Sessolo (67. Bollati); Marleku (76.Avdijaj).
Stade Lausanne-Ouchy: Hammel; Abdallah, Kadima, Hajrulahu, Rüfli; Cueni, Bamba (62. Bayard); Asllani (62. Qarri), Chader, Ajdini (80. Hysenaj); Hadji (66. Labeau).
Bemerkungen: Kriens ohne Yesilçayir und Alessandrini (beide verletzt). Ouchy ohne Abdullah, Routis, Da Silva, Pos (alle verletzt), Labeau und Lima (beide krank). Verwarnungen: 33. Bamba, 56. Djorkaeff, 62. Qarri (Fouls).



























