Kriens macht sich das Leben selbst schwer …

Kriens mit unglücklicher Niederage gegen Winterthur vor mehr als 5000 Zuschauern (Bild: Kirsten Meier).

Kriens mit unglücklicher Niederage gegen Winterthur vor mehr als 5000 Zuschauern (Bild: Kirsten Meier).

Der Krienser Start war verheissungsvoll. Liri Mulaj stand nach knapp zwei Spielminuten alleine vor Spiegel, scheiterte aber am herausstürmenden Winti-Torhüter. Es sollte nicht das letzte Mal sein.

Die Krienser machten Druck, standen hoch und kamen zu Chancen. Alleine das Tor fehlte. Das Heimteam brauchte ein paar Minuten um in die Partie zu kommen. Der SCK half ihnen dabei, als sie nach 11 Minuten ein komplett unnötiges Eigentor fabrizierten. Ein Flankenball aus dem Halbfeld, Ivan wollte klären, traf den Ball aber so, dass er für Pasci Brügger unhaltbar ins Netz flog. Ein geschenktes Tor, nach einer guten Startphase.

Es ging ähnlich weiter. Die Innerschweizer waren engagiert, aufsässig, torgefährlich, liessen aber weiterhin beste Chancen liegen. Liri Mulaj und Lino Lang kamen zu besten Möglichkeiten, ein Schuss von Izer wurde toll pariert. Der SCK-Ausgleich lag in der Luft…

…bis zum nächsten matchentscheidenden Fehler. Ballverlust im Spielaufbau, 30 Meter vor dem SCK-Tor, Ballet mit dem 2:0. Geschenk Nummer zwei.

Die Krienser brachen allerdings nicht ein, versuchten weiter, aber es wurde natürlich eine sehr undankbare Aufgabe. Das 3:0 war dann die endgültige Entscheidung. Ein langer Ball reichte und Ballet traf alleine vor Pasci Brügger zum zweiten Mal.

Auch im neuen Jahr machen sich die Krienser das Leben selber schwer, denn der Auftritt beim Tabellendritten war gut, phasenweise sehr gut. Nur, die Eigenfehler müssen die Innerschweizer abstellen. Der Rückstand von Kriens auf den Nichtabstiegsrang hat sich somit von 18 auf 19 Punkte vergrössert. Am Samstag im Kleinfeld gegen Yverdon. Anpfiff 18.00 Uhr

Erwähnenswert ist aus Krienser Sicht noch das Debüt von Petar Ivanov. Der 18-jährige aus der zweiten Mannschaft erlebte gestern seine Feuertaufe, vor über 5000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Dazu kam auch Cendrim Kameraj zu seinen ersten Minuten im SCK-Dress.

Telegramm FC Winterthur – SCK Kriens 3:0 (1:0)
Schützenwiese. –5100 Zuschauer. – SR Turkes.
Tore: 11. Eigentor Harambasic 1:0. 61. Ballet 2:0. 81. Ballet 3:0.
Winterthur: Spiegel; Gonçalves, Lekaj, Baak, Schättin; Isik (82. Abedini), Corbaz (91. Dakaj); Ramizi (82. Ltaief), Alves, Tushi; Manzambi (53. Ballet).
Kriens: Brügger; Urtic, Harambasic, Goelzer (64. Ivanov), Busset; Lang, Sessolo (86. Kameraj), Aliu, Balaruban (61. Sukacev); Mulaj; Marleku (46. Mistrafovic).
Bemerkungen: Winterthur ohne Diaby (gesperrt), Buess, Arnold, Pepsi, Costinha, Cavar (alle verletzt) und Di Nucci (krank). Kriens ohne Yesilçayir (gesperrt), Selasi (krank), Costa und Alessandrini (beide verletzt). 89. Lattenschuss Alves.