Trotz Chancenplus: FCL verliert gegen Servette

Der Luzerner Denis Simani muss nach einer Roten Karte vom Spielfeld (Bild: Meienberger Photo).

Der Luzerner Denis Simani muss nach einer Roten Karte vom Spielfeld (Bild: Meienberger Photo).

Trotz Rückstand war der FCL die spielbestimmende Mannschaft. Doch war der FCL ohne die gesperrten Aussenverteidiger Dräger und Frydek berechenbar und verliert 0:2 gegen Servette.

Heute feierten Leny und Max Meyer ihr Startelfdebüt. Und wie schon letzte Woche gegen Sion legte der FCL einen Blitzstart hin. Nur der Torerfolg blieb dem Team von Mario Frick in den ersten Spielminuten diesmal verwehrt. Nach einer Viertelstunde gelang Ardon Jashari fast die sichere Aufnahme in die Liste für das Tor des Monats. Aus gut 20 Metern fasste sich das Luzerner Eigengewächs ein Herz und setzte den Ball mit einem satten Schuss knapp unterhalb des Lattenkreuzes an den Pfosten. Wie aus dem Nichts waren es aber die Gäste aus Genf, die mit einem Distanzschuss von Cognat in der 29. Minute in Führung gingen. Kurz vor der Pause kam Jakub Kadak zur ausgezeichneten Torchance. Der offensive Mittelfeldspieler verzog aber aus sechs Meter über das Tor. Und so gingen die beiden Mannschaften mit dem Stand von 0:1 in die Kabine.

Trotz Chancenplus verloren
Ohne Wechsel zur Pause ging es in die zweite Hälfte. Das Spiel war nun ausgeglichener. Beide Mannschaften waren noch ohne klare Torchance, jedoch gab es jetzt durch die offensivere Ausrichtung der Luzerner auch etwas mehr Platz für Servette für Konter. In der 61. Spielminute dann der erste Wechsel beim FC Luzern. Joaquin Ardaiz ersetzte Jakub Kadak. Nur wenig später gab auch Ismajl Beka sein Debüt im Dress des FC Luzern. Er ersetzte Leny Meyer. Danach ging das Spiel nur noch in eine Richtung. Die Genfer kamen nur noch sporadisch aus der eigenen Platzhälfte. Der Ausgleich lag in der Luft.

Für die letzten zehn Minuten durften mit Campo und Emini zwei weitere offensiv ausgerichtete Spieler ins Geschehen eingreifen. Doch auch sie konnten das Spiel nicht in die richtige Richtung lenken und so besiegelte Servette den Sieg in der Nachspielzeit mit einem weiteren Tor. Crivelli lief allein gegen Müller an und versenkte den Ball im unteren rechten Eck. Aber vorbei war die Partie noch nicht. Denis Simani stoppte seinen Gegenspieler als letzter Mann und sah, nach Einschreiten des VAR, die Rote Karte. Dann war das Spiel aber vorbei. Keine schlechte Leistung, jedoch hat es an Effizienz vor dem Tor gefehlt.

Mario Frick ärgert sich in der Medienkonferenz über den Video Assistant Referee (VAR): «Der Schiedsrichter gab Denis Simani zu Recht die gelbe Karte. Dass sich der VAR für ein Foul in der 95. Minute einschalten und unseren Verteidiger so kurz vor Schluss einer entschiedenen Partie mit Rot vom Platz schicken muss, verstehe ich nicht.»

Nächste Woche spielen wir auswärts gegen den Aufsteiger. Das Spiel gegen den FC Winterthur findet am Samstagabend um 20:30 Uhr statt.

Telegramm Luzern – Servette FC 0:2 (0:1)
Swisspor-Arena. – 11’946 Zuschauer. – SR Schnyder.
Tore: 29. Cognat (Rodelin) 0:1. 91. Crivelli (Kutesa) 0:2.
Luzern: Müller; Dorn, Burch, Simani, Leny Meyer (69. Beka); Jashari; Gentner (83. Emini), Max Meyer (83. Campo); Kadak (60. Ardaiz); Sorgic, Abubakar.
Servette: Frick; Bauer, Vouilloz, Severin, Clichy; Douline (89. Souare); Antunes (70. Kutesa), Cognat (78. Valls); Stevanovic, Rodelin (70. Crivelli), Pflücke (89. Fofana).
Bemerkungen: Luzern ohne Dräger, Frydek und Schürpf (alle gesperrt), Beloko und Klidjé (beide verletzt), Chader (krank). Servette ohne Bedia, Behrami und Cespedes (alle verletzt). – 15. Jashari Pfostenschuss. – Rote Karte: 96. Simani (Notbremse). Verwarnungen: 41. Douline, 52. Rodelin (beide Foul), 81. Pflücke (Unsportlichkeit), 85. Clichy (Foul).