Überlegener FCL verliert gegen Basel

Der Basler Wouter Burger versucht Luzerns Nicky Beloko zu stoppen (Bilder: Meienberger Photo).

Der Basler Wouter Burger versucht Luzerns Nicky Beloko zu stoppen (Bilder: Meienberger Photo).

Im Heimspiel gegen den FC Basel sind die Luzerner drückend überlegen, doch die Treffer schiessen die Gäste dank einem Penalty in der Startphase und einem Tor in der Schlussphase.

Früher Penalty zur Basler Führung
Im Vergleich zum 1:1 Unentschieden gegen Winterthur nahm Mario Frick drei Änderungen vor. Christian Gentner, der sein letztes Heimspiel der Aktiv-Karriere bestritt, Thibault Klidje und Asumah Abubakar standen neu in der Startelf. Unser Kapitän wurde kurz vor Anpfiff geehrt.

Nach einer vermeintlich harmlosen Aktion in der dritten Minute blieb Zeqiri in der dritten Minute im Luzerner Strafraum liegen. Schiedsrichter Fedayi San konsultierte den VAR und pfiff den Elfmeter für den FC Basel 1893. Darian Males gab sich dabei keine Blösse und verwandelte den Penalty gegen Marius Müller sicher zum 0:1. Um die 20. Minute kam es zu einer Luzerner Doppelchance: Zunächst scheiterte Meyer nach starker Vorarbeit Belokos, dann lenkte der FCB-Torwart den Schuss von Dräger an den Querbalken. Die erste halbe Stunde war geprägt von diversen Verletzungsunterbrechungen und solidem Defensivspiel. Ein Beispiel dazu lieferte Denis Simani, der eine 2-gegen-1-Situation kurz vor der Pause entschärfen konnte.

Dem FCL, der unverändert aus der Kabine kam, gelang ein druckvoller Auftakt in die zweite Hälfte. Richtig gefährlich wurde es in der 56. Minute, als Max Meyer einen Freistoss aus rund 17 Metern über das Tor schlenzte. Fünf Minuten später kam es zu einem Gänsehautmoment, als Kapitän Christian Gentner den Platz unter tosendem Applaus verliess. Weiterhin fehlte jedoch die letzte Konsequenz in den Luzerner Angriffsbemühungen. Auch der Doppelwechsel von Schürpf und Ardaiz brachte nicht die erhoffte Wende. In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst traf Fink in der 87. Spielminute mit einem satten Schuss zum 0:2, dann sah Mario Frick die rote Karte. In der Nachspielzeit warfen die Luzerner nochmals alles nach vorn – ohne Erfolg. Dies wiederum bot den Gästen Räume für Konter, welche Müller zweimal parieren konnte. Der FC Luzern verliert damit das letzte Heimspiel des Jahres gegen den FC Basel 1893 mit 0:2.

Das sagen die Trainer in der «Luzerner Zeitung»
Mario Frick zum Spiel: «Wir liefen früh einem Rückstand hinterher und waren die spielbestimmende Mannschaft – aber die individuelle Klasse der Basler machte heute den Unterschied.» Frick zu seiner roten Karte: «Ich nervte mich über den Konter den die Basler auf dem vernebelten Rasen ausspielen konnten. In den Emotionen habe ich den 4. Offiziellen touchiert und dafür sah ich die rote Karte – ich entschuldige mich dafür.»

Am Sonntag steht das letzte Spiel der Saison an. Wir spielen um 16:30 Uhr gegen Tabellenführer BSC Young Boys.

Telegramm FC Luzern – FC Basel 0:2 (0:1)
Swisspor-Arena. – 12304 Zuschauende. – SR San.
Tore: 6. Males (Foulpenalty) 0:1. 87. Fink (Sène) 0:2.
Luzern: Müller; Dräger, Simani, Burch, Dorn; Beloko, Jashari (81. Toggenburger); Klidjé (71. Ardaiz), Gentner (61. Emini), Max Meyer; Abubakar (71. Schürpf).
Basel: Hitz; Xhaka (72. Frei), Comas, Adams, Calafiori; Pelmard; Males (61. Sène), Diouf, Burger, Ndoye (94. Millar); Zeqiri (72. Fink).
Bemerkungen: Luzern ohne Chader (gesperrt), Frydek, Kadak, Leny Meyer und Sorgic (alle verletzt). Basel ohne Lang (gesperrt), Lopez, Tushi und Vogel (alle verletzt), Szalai (derzeit nicht im Kader). – 20. Lattenschuss Dräger. – Rote Karte; 90. FCL-Trainer Frick (Ellbogenschlag gegen 4. Offiziellen). Verwarnungen: 3. Simani, 45. Abubakar (beide Fouls).