Der FC Luzern gewinnt in einer spannenden Partie mit drei Platzverweisen gegen das zuhause noch ungeschlagene Servette mit 1:0 dank Penaltytorschütze Max Meyer.
Der FCL war in den Startminuten die aktivere Mannschaft und übernahm sogleich das Spieldiktat. In der fünften Minute tauchte plötzlich Dorn alleine vor dem gegnerischen Tor auf. Dieser Aktion ging jedoch eine Abseitsstellung zuvor. Nacheiner Viertelstunde kamen auch die Grenats langsam aber sicher besser ins Spiel.
Nach einer halben Stunde hatte der FCL Glück, nicht in Rückstand zu gelangen. Nach einer Hereingabe war es Stefanovic, der zum Kopfball kam, diesen jedoch nur an die Latte setzte. Nur fünf Zeigerumdrehungen später musste der Pfosten erneut für den FCL retten. Dieses Mal kam der Kopfball von Vouilloz.
In einer Phase, in welcher das Heimteam inzwischen mehr Spielanteile hatte, krachte es auch auf der anderen Seite an der Torumrandung. Pius Dorn legte nach einer starken Aktion zu Sorgic, der aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf. Trotz dreier Alluminiumtreffern ging es torlos in die Kabine.
Nur drei Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als die Luzerner eine gefährliche 2-gegen-1-Situation hatten. Beloko schoss selbst, aber der Ball ging neben das Tor. Dann schaltete sich der VAR ein, weil Mbabu Beloko regelwidrig behindert hatte. Den anschliessenden Elfmeter verwandelte Meyer sicher zur Führung.
Servette versuchte sofort zu reagieren, mit einem Abschluss von Pflücke. Zehn Minuten später hatten sie dann eine gefährliche Doppelchance mit Kutesa und dem aktiven Pflücke. Eine Viertelstunde vor Spielende hatte der eingewechselte Klidjé nach einer tollen Vorarbeit von Dräger aus kürzester Distanz die Gelegenheit zum 0:2. Sein Versuch landete jedoch im Aussennetz.
Aufregung gab es in der 77. Minute, als Mbabu zum zweiten Mal die gelbe Karte sah. Trotz Unterzahl blieb Servette gefährlich und kam weiterhin zu Aktionen. In der 88. Minute wurde es erneut hitzig, und wieder flog ein Genfer vom Platz. Dieses Mal war es Crivelli, der aufgrund eines Kopfstosses direkt Rot erhielt.
In der Nachspielzeit verpasste Toggenburger eine vielversprechende Gelegenheit zur Entscheidung. In den allerletzten Minuten hiess es dann sogar 9 gegen 10, weil auch Dräger nach einem Foulspiel seine zweite gelbe Karte sah. Dies hatte jedoch keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis.
Damit endete eine intensive und hart umkämpfte Partie mit einem Auswärtssieg für den FCL. Am kommenden Samstag steht bereits das nächste Auswärtsspiel an, wenn wir gegen den Grasshopper Club Zürich antreten werden.
FCL-Trainer Mario Frick sagte nach dem Spiel zur «Luzerner Zeitung»: «Ich bin sehr glücklich nach diesem Spiel. Wir sind hervorragend in diese Partie gekommen. Die Fans sahen eine sehr attraktive Partie mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die sich einen offenen Schlagabtausch lieferten.» Und weiter: «Wir sind verdient in Führung gegangen, haben danach aber den Faden verloren. Wir müssten das Spiel mit elf gegen zehn dominieren können, haben aber die Kontrolle verloren. Am Ende hatten wir Glück, Servette hätte den Punkt verdient.»
Telegramm Servette FC – FC Luzern 0:1 (0:0)
Stade de Genève. – 6803 Zuschauende. – SR Schärer.
Tor: 51. Max Meyer (Foulpenalty) 0:1
Servette: Frick; Mbabu, Vouilloz, Severin, Clichy; Cespedes (91. Valls); Stevanovic, Cognat (91. Diba), Pflücke (68. Crivelli); Kutesa (75. Touati); Bedia (75. Antunes).
Luzern: Loretz; Dräger, Beka, Jaquez (62. Diambou), Frydek; Jashari; Dorn, Beloko; Max Meyer; Sorgic (81. Toggenburger), Schürpf (62. Klidjé).
Bemerkungen: Servette ohne Rouiller (gesperrt), Douline, Fofana und Rodelin (alle verletzt). Luzern ohne Chader und Simani (beide gesperrt), Abubakar, Burch und Kadak (alle gesperrt). – 29. Kopfball Stevanovic an die Latte. 35. Kopfball Vouilloz an den Pfosten. 40. Pfostenschuss Sorgic. – Gelb-rote Karten: 77. Mbabu, 95. Dräger (beide Foul). Rote Karte: 88. Crivelli (Tätlichkeit). Verwarnungen: 46. Cespedes, 50. Mbabu (beide Foul), 50. Servette-Trainer Geiger (Reklamieren), 73. Dräger (Spielunterbindung), 88. Beka (Unsportlichkeit).



























