Der FCL verliert Duell um die Tabellenspitze

Nicolas Haas tröstet FCL-Torhüter Pascal Loretz nach dem Spiel (Bild: Meienberger Photo).

Nicolas Haas tröstet FCL-Torhüter Pascal Loretz nach dem Spiel (Bild: Meienberger Photo).

Der FC Luzern verliert zuhause vor einer Rekordkullisse von 15’500 Zuschauern das Duell um die Tabellenspitze deutlich mit 1:4 gegen den FC Zürich.

Beide Teams versuchten gleich zu Beginn, Akzente zu setzen. Der hoch pressende FCZ kam nach einer Viertelstunde zu einer Eckballgelegenheit. Katic stieg in der Mitte am höchsten und platzierte seinen Kopfball zum 0:1 im Winkel.

Direkt nach dem Gegentor brachte Abubakar Brecher in Bedrängnis. Kadak wollte von diesem Ausflug des Torhüters profitieren und versuchte es mit einem Distanzschuss, der jedoch von Daprela noch über das Tor geköpft werden konnte. Nach einer halben Stunde wurde es wieder brenzlig im FCL-Strafraum, als der auffällige Okita seinen Abschluss nur knapp über die Latte platzierte.

Die beste Ausgleichschance hatte der besser aufkommende FCL kurz vor der Pause, als Abubakar nach einem Pass von Kadak loszog und mit seinem Flachschuss nur knapp am Tor vorbeischoss. Der FC Zürich konnte nach 54 Minuten auf 0:2 erhöhen. Und wieder war es eine Standardsituation, die zum Erfolg führte: Marchesano zirkelte den Freistoss aus einer nicht optimalen Position unter die Latte.

Auch auf der Gegenseite war es ein Standard, der die Chance auf den Anschlusstreffer brachte. Simani setzte den Kopfball jedoch knapp neben den Pfosten. Nach 66 gespielten Minuten konnten die Gäste auf 0:3 erhöhen und damit das Spiel entscheiden. Nach einem Fehlpass von Loretz konnte Marchesano unbedrängt einschiessen. Es kam noch schlimmer, als der eingewechselte Oko-Flex sogar das vierte Zürcher Tor erzielte. In der Nachspielzeit gelang Villiger mit einem satten Flachschuss immerhin noch der Ehrentreffer.

FCL-Trainer Mario Frick sagt in der «Luzerner Zeitung»: «Wir sind hoch geflogen und wurden nun wieder geerdet. Der FCZ ist ein absoluter Meisterfall. Du weisst schon vorher: Es kommt eine brutale Energie und Effizienz auf dich zu. Es gab zu viel Hype um den ersten Platz und Pascal Loretz. Wir müssen ihn schützen und werden ihm alle Unterstützung geben, die er nun braucht.»

Telegramm FC Luzern – FC Zürich 1:4 (0:1)
Swisspor-Arena. – 15’500 Zuschauende (ausverkauft). – SR Cibelli.
Tore: 15. Katic (Corner Okita) 0:1. 54. Marchesano (Freistoss) 0:2. 66. Marchesano (Afriyie) 0:3. 86. Oko-Flex (Rohner) 0:4. 90. Villiger (Chader) 1:4).
Luzern: Loretz; Dorn, Simani, Beka, Frydek; Jashari; Haas, Beloko (56. Villiger); Kadak (56. Okou); Abubakar (70. Chader), Max Meyer (83. Rupp).
Zürich: Brecher; Kamberi, Katic, Daprelà; Boranijasevic (87. , Conde), Mathew, Rodrigo Conceiçao; Marchesano (76. Rohner), Afriyie (92. Santini), Okita (76. Oko-Flex).
Bemerkungen: Luzern ohne Ademi, Hegglin, Jaquez, Klidjé, Leny Meyer und Spadanuda (alle verletzt). Zürich ohne Guerrero und Krasniqi (beide verletzt). – Verwarnungen: 30. Kamberi, 35. Kadak, 61. Jashari, 82. Simani (alle Foul), 92. Afriyie (Zeitspiel).