FCL erkämpft sich einen Punkt in Zürich

Die Luzerner jubeln nach dem Tor zum 1:1 gegen den FC Zürich (Bild: Meienberger Photo).

Die Luzerner jubeln nach dem Tor zum 1:1 gegen den FC Zürich (Bild: Meienberger Photo).

Der FC Luzern erkämpft sich beim FC Zürich ein 1:1-Unentschieden. Auch weil dem FCZ aufgrund einer Militmeter-Entscheidung der Siegtreffer in der 95. Minute aberkannt wurde.

Trotz viel FCZ-Ballbesitz gehörte die erste Chance den Luzernern: Ulrich flankte den Ball nach einem Einwurf ins Zentrum, jedoch konnte Okou den Ball nicht wunschgemäss verarbeiten. Nach einer guten Viertelstunde versuchte sich Mathew mit einem Distanzschuss, der jedoch klar am Tor vorbeiging. Nur kurz darauf kam der früh eingewechselte Marchesano im Strafraum zum Abschluss, verfehlte mit seinem Schlenzer jedoch ebenfalls das Gehäuse. In der 25. Minute spielte Jashari den Ball zu dem auffälligen Ulrich, der diesmal nicht flankte, sondern abzog. Brecher konnte den etwas zu zentral geratenen Schuss parieren.

Nach dieser Aktion wurde das Heimteam stärker, setzte sich zunehmend in der Luzerner Hälfte fest und erspielte sich mehrere Möglichkeiten. Die beste Gelegenheit hatte Marchesano, der nach einem verlängerten Kopfball nur knapp nicht profitieren konnte. Ein in dieser Phase offensiv wenig präsenter FCL kam kurz vor der Pause mit Jashari zur besten Chance im ersten Durchgang. Der Captain versuchte es aus rund 25 Metern mit einem scharfen Flachversuch.

Die Zürcher starteten furios in den zweiten Durchgang und wären innerhalb weniger Minuten beinahe gleich zweimal erfolgreich gewesen. Zuerst verpasste Marchesano mittels Freistosses nur knapp, dann rettete Ottiger nach seinem eigenen Fehler auf der Linie. Jashari hatte in der 53. Minute die erste Gästemöglichkeit. Es war erneut ein Freistoss, der jedoch zu hoch angesetzt war. Der Kapitän hatte drei Minuten nach Vorarbeit von Okou eine weitere Aktion, zielte aber erneut am Tor vorbei.

Genau eine Stunde war auf der Uhr, als dem Heimteam der Führungstreffer gelang. Nach einer Flanke konnte Okita per Seitfallzieher verwerten. Aufgrund des Torschussverhältnisses ging dieser Treffer in Ordnung. Nach der Führung schaltete der FCZ zunehmend in den Verwaltungsmodus und reduzierte die Offensivbemühungen. Der FCL kam so auch wieder vermehrt zu Aktionen in der gegnerischen Hälfte.

In der 82. Minute trafen die Luzerner nach einem sauber ausgespielten Konter zum 1:1-Ausgleich. Der eingewechselte Klidjé vollendete die Vorarbeit von Abubakar. Dies markierte den Beginn einer hektischen Schlussphase. Der FCL hatte sogar die Möglichkeit, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Allerdings jubelten spät in der Nachspielzeit die Hausherren. Der herrliche Treffer von Mathew wurde jedoch zurückgenommen, weil Santini knapp im Abseits stand.

«Wir haben vollen Einsatz gezeigt, jeder war für den anderen da und wir haben uns gegenseitig gepusht», so das passende Fazit von Torhüter Pascal Loretz nach dem Spiel in der «Luzerner Zeitung» und weiter: «Es sind immer wieder Spieler weggerutscht, obwohl wir mit Stollenschuhen spielten. Aber genau in diesen Situationen waren wir füreinander da und haben gekämpft. Es war ein Spiel voller Kampf.»

Telegramm FC Zürich – FC Luzern 1:1 (0:0)
Letzigrund. – 15741 Zuschauende. – SR Staubli.
Tore: 59. Okita (Boranijasevic) 1:0. 82. Klidjé (Abubakar) 1:1.
Zürich: Brecher; Kamberi, Katic, Daprelà (84. Hornschuh); Boranijasevic, Condé, Mathew, Guerrero; Conceiçao (19. Marchesano), Afriyie (84. Santini), Okita (77. Krasniqi).
Luzern: Loretz; Ottiger (63. Max Meyer), Willimann, Jaquez; Jashari, Beloko Dorn, Ulrich, Kadak (46. Villiger); Okou (63. Abubakar), Chader (63. Klidjé).
Bemerkungen: Zürich komplett. Luzern ohne Frydek (gesperrt), Ademi, Beka, Haas, Leny Meyer, Simani und Spadanuda (alle verletzt). – 95. Tor zum 2:1 durch Mathew wird aberkannt, weil Santini im Abseits steht (VAR-Intervention). – Verwarnungen: 87. Max Meyer, 92. Katic (beide Foul).