Starke Luzerner verlieren gegen schwache Basler

«Üch heds vor luuter Aktionismus d'Secht vernäblet»: Die Luzerner Fans protestieren mit viel Rauch gegen Kollektivstrafen (Bild: Meienberger Photo).

«Üch heds vor luuter Aktionismus d'Secht vernäblet»: Die Luzerner Fans protestieren mit viel Rauch gegen Kollektivstrafen (Bild: Meienberger Photo).

Der FC Luzern verabschiedet sich trotz trotz krasser Überlegenheit zuhause gegen Basel mit 0:1 in die Winterpause.

In der Startviertelstunde tasteten sich die beiden Teams zunächst ab. Erstmalige Gefahr ergab sich nach einer Ecke von Jashari. Auf der Gegenseite wurde es durch einen Vorstoss von Kade brenzlig. Der Flügelspieler bewegte sich entlang der Strafraumlinie, brachte seine flache Hereingabe jedoch nicht zum Mann, weil Simani aufpasste.

Nach knapp einer halben Stunde gelang Chader ein eröffnender Pass zu Jashari, der von ausserhalb des Strafraums abschloss, den Ball jedoch am Tor vorbeizog. Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang gehörte Max Meyer. Er versuchte es direkt mittels Flachschuss, doch Hitz war blitzschnell unten und konnte den Ball noch um den Pfosten lenken.

Beinahe identisch zur Situation mit Kade startete diesmal Schmid einen Angriff und brachte den Ball ins Zentrum, aber erneut konnte ein FCL-Verteidiger klären. Kurz vor dem Pausenpfiff gleich zwei Mal Aufregung im Basler Strafraum: Zuerst konnte Frydek einen Torwartfehler nicht ausnutzen, dann flog der Versuch von Ottiger über die Latte.

Keine 30 Sekunden vergingen bis zur ersten Grosschance im zweiten Durchgang: Ottigers Lob prallte jedoch unglücklich vom Aussenpfosten ab und landete im Aus. Unmittelbar danach hatte Chader erneut die Führung auf dem Fuss, doch wieder parierte der starke Hitz. Der FCL powerte weiter und kam in der 51. Minute durch Simanis Kopfball, der etwas zu zentral geriet, dem Führungstreffer einmal mehr sehr nahe.

Nach dem Motto „Wer die Chancen nicht macht, kriegt sie“ traf Basels Dubasin in der 66. Minute tatsächlich zur Gäste-Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss ergab sich eine weitere Möglichkeit für den FCL: Diesmal setzte Ottiger seinen Kopfversuch hauchdünn über die Latte. In der 83. Minute kam ein weiteres Mal Pech dazu, als der Schlenzer von Okou nur an die Latte prallte.

Jovanovic hatte in der Nachspielzeit den Matchball auf dem Fuss, verzog jedoch deutlich. Weitere Chancen blieben beidseitig aus, so dass es beim 0:1 blieb. Damit ist das Jahr zu Ende. Der FCL schliesst das Jahr 2023 auf dem 6. Tabellenrang ab.

«Nach so einem Spiel ist man natürlich hässig und aufgewühlt», sagte Goalie Pascal Loretz. Der FC Luzern sei 90 Minuten lang die dominantere Mannschaft mit mehr Chancen gewesen. «Wir haben uns das anders vorgestellt und wollten daheim unbedingt drei Punkte mitnehmen», so Loretz zur «Luzerner Zeitung».

Telegramm FC Luzern – FC Basel 1:0 (0:0)
Swisspor-Arena. – 15 418 Zuschauer. – SR Dudic.
Tor: 65. Dubasin 0:1.
Luzern: Loretz; Ottiger, Simani, Jaquez,
Frydek; Dorn, Jashari, Max Meyer (78. Klidjé), Beloko, Abubakar (78. Villiger), Chader (66. Okou).
Basel: Hitz; Adjetey, Barisic, Van Breemen, Schmid; Frei, Avdullahu; Gauto (46. Beney), Dubasin (73. Barry), Kade; Jovanovic.
Bemerkungen: Luzern ohne Ademi, Spadanuda, Beka und Leny Meyer (alle verletzt). Basel ohne Augustin, Comas, Dräger, Demi, Lopez, Malone, Rüegg, Sigua, Zé, Hunziker (alle verletzt), Xhaka, Veiga (alle verletzt), Lang (krank), De Mol, Kayombo und Vogel (alle abwesend). 83. Lattenschuss Okou. Verwarnungen: 34. Max Meyer (Foul),
69. Dorn (Foul), 88. Villiger (Foul), 89. Avdullahu (Foul), 93. Barry, Jaquez, Frydek (alle wegen Unsportlichkeit).