SG Stans-Engelberg: Sieg gegen Nebikon

Mit diesem Sieg sichert sich die SG Stans-Engelberg die nächsten drei Punkte (Archivbild: Barbara Reber).

Mit diesem Sieg sichert sich die SG Stans-Engelberg die nächsten drei Punkte (Archivbild: Barbara Reber).

Die SG Stans-Engelberg gewinnt diskussionslos mit 4:1 und sichert sich die nächsten drei Punkte.

Weil die SG Stans-Engelberg und der SC Nebikon am vergangenen Wochenende beide im Schweizer Cup engagiert waren, kam es am Freitagabend zum Nachtragspiel dieser beiden Teams. In der dritten Meisterschaftsrunde duellierten sich die beiden Mannschaften bei garstigen Bedingungen im Eichli in Stans. Trotz eines guten Starts in die Meisterschaft taten die Stanserinnen gut daran, die Gäste nicht zu unterschätzen. In der vergangenen Saison musste sich die SG Stans-Engelberg den Luzernerinnen nämlich gleich in zwei von drei Duellen beugen.

Gleiches sollte sich in dieser Saison nicht wiederholen. Das Heimteam wollte das Spieldiktat sofort übernehmen, um die Nebikerinnen gar nicht erst in die Partie kommen zu lassen. Die SG Stans-Engelberg startete forsch und machten gleich mächtig Druck. Bereits in der dritten Spielminute zeigte das Pressing erstmals Wirkung. Leandra Schegg fing einen Ball im Aufbauspiel der Neikerinnen problemlos ab und zog sofort Richtung Tor. Im Duell gegen die gegnerische Keeperin liess sie sich nicht zweimal bitten und schob eiskalt zum frühen 1:0 für die SG Stans-Engelberg ein. Ein Start nach Mass. Das Heimteam versuchte sofort nachzulegen und machte den Luzernerinnen das Leben schwer. Immer wieder eroberten sie sich die Bälle in der gegnerischen Zone. Besonders Leandra Schegg auf dem rechten Flügel spielte ihre Gegenspielerinnen mal für mal schwindlig. Wirklich gefährliche Torchancen blieben aber vorerst aus. In den ersten knapp 20 Minuten kontrollierte die SG Stans-Engelberg die Partie dennoch problemlos.

In der Defensive liess man kaum etwas zu und in der Offensive waren erste Ansätze, die zeigten, wie man gegen den SC Nebikon zum Erfolg kommen könnte, sichtbar. Je länger die Halbzeit dauerte, desto mehr bissen sich aber auch die Gäste in der Partie fest. Sie kamen plötzlich in die Zweikämpfe und entschieden viele davon für sich. Dadurch liess sich das Heimteam verunsichern und streute im Aufbauspiel immer wieder Fehler ein. Einen solchen nutzten die Nebikerinnen in der 30. Minute. Nach der Balleroberung setzten sie ihre schnelle Flügelspielerin in Szene. Diese fackelte nicht lange und erzielte aus spitzem Winkel ein tolles Tor zum 1:1-Ausgleich. Dieses Tor beflügelte die Nebikerinnen zusätzlich. Das Heimteam agierte jedoch mehr oder weniger solide und überstand diese schwierige Phase ohne einen weiteren Gegentreffer.

Für die zweite Halbzeit nahm sich die SG Stans-Engelberg vor, den Gengerinnen wieder mehr Paroli zu bieten. Die Zweikämpfe sollten konsequenter geführt werden und die Gäste mit einfachem Kombinationsspiel ausser Gefecht gesetzt werden. Gesagt, getan. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zappelte der Ball im Netz. Schegg wurde über den rechten Flügel lanciert und flankte zur Mitte. Der Ball wurde länger und länger bis er sich schliesslich hinter der Keeperin des SC Nebikon herrlich zum 2:1 ins Tor senkte. Wie schon in der ersten Spielhälfte legten die Nidwaldnerinnen los wie die Feuerwehr und dachten nicht einmal daran, einen Gang runterzuschalten. Plötzlich lief der Ball wunderbar durch die eigenen Reihen. Das Heimteam erspielte sich gleich mehrere tolle Chancen. Die wohl grösste Chance liess Lorena Manser nach einer knappen Stunde liegen. Nach einem Zuspiel in die Spitze setzte sich Corin Flühler gegen ihre Gegenspielerin durch und knallte das Leder ans Aluminium. Der Abpraller landete vor den Füssen von Manser, die das Kunststück fertigbrachte, die Kugel am Tor vorbeizuschieben.

Die SG Stans-Engelberg liess sich davon jedoch nicht beirren und suchte weiter vehement die Entscheidung. Nach knapp 80 Minuten fand Lea Lenherr mit einem wunderbaren Schnittstellenpass Leandra Schegg auf dem rechten Flügel. Schegg schnappte sich die Kugel, zog zur Grundlinie und legte mustergültig für Manser auf, die im Rückraum lauerte. Diesmal schob Manser sicher zum hochverdienten 3:1 ein. Nur wenige Zeigerumdrehungen später bewies Trainer Roger Gut sein goldenes Händchen. Nach einer über zweijährigen Verletzungspause wechselte er Janine Käslin für die letzten Minuten ein. Weniger als fünf Zeigerumdrehungen später durfte sich Käslin gleich schon als Torschützin feiern lassen. Erneut entwischte die stark aufspielende Schegg ihren Gegenspielerinnen auf dem rechten Flügel und legte mustergültig in den Sechzehner. Die Torhüterin erreichte die Kugel nur noch mit den Fingerspitzen und so konnte Käslin sehenswert zum 4:1 einnetzen. Dieser vielumjubelte Treffer war gleichbedeutend mit dem Schlusspunkt dieser Partie.

Mit diesem Sieg sichert sich die SG Stans-Engelberg die nächsten drei Punkte. Mit sieben Punkte aus drei Spielen halten die Nidwaldnerinnen punktgleich mit der Spitze den dritten Tabellenplatz. Am nächsten Freitag, 20. September um 20.15 Uhr geht es bereits wieder weiter. In Altdorf treffen die Stanserinnen auf die Absteigerinnen aus dem Kanton Uri.

Telegramm SG Stans-Engelberg – SC Nebikon 4:1 (1:1)
Tore: 3. Schegg 1:0. 30. Gamma 1:1. 47. Schegg 2:1. 80. Manser 3:1. 85. Käslin 4:1. – SG Stans-Engelberg: Litschi; Selma Steiner, Spieler, Christen, Dahinden; Schegg, Manser, Risi, Rohrer, Odermatt; Tamara Steiner. (Käslin, Flühler, Trottmann, Lenherr, Gut).