Später Sieg in Aegeri: Küssnacht beweist Geduld

Der Küssnachter Torschütze Joel Lieb (rechts) und Kevin Arnold (links) feiern den 2:1-Siegtreffer (Bild: Patrick Portmann).

Der Küssnachter Torschütze Joel Lieb (rechts) und Kevin Arnold (links) feiern den 2:1-Siegtreffer (Bild: Patrick Portmann).

Das Team von Trainer Christian Kunz musste am Sonntagabend in Aegeri ran. Danach entwickelte sich die Partie für ein anrennendes Küssnacht zum Geduldsspiel – inklusive 21-Minuten-Erlösung.

Der FCK traf aufgrund der Farbabstimmung mit dem Gegner die modisch extravagante Entscheidung in blaugelb mit roten Hosen und stutzen aufzulaufen. Ein Anblick, an den man als Zuschauer erst einmal gewöhnen musste. Genau so verliefen dann auch die ersten Minuten des Spiels

Viel Leerlauf und ein Doppelschlag
Die Partie begann äusserst zäh, da sich beide Teams nach einer ausgiebigen Abtastphase physisch und taktisch weitestgehend neutralisierten. Zu Chancen kam es dabei nur nach Fehlern. Vitor Gomes hätte nach einer Ablage von Joel Lieb einen solchen beinahe genutzt, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel. Stattdessen nutzte wenig später Renato Valle Santamaria eine Unaufmerksamkeit in der FCK-Abwehr und überwand Morris Gügler zum 1:0 fürs Heimteam. Der FCK antwortete nach einem Standard drei Minuten später und mit etwas Glück, da es am Ende Marco Schwarzenberger war, der den Ball zum 1:1 ins eigene Netz beförderte. Der Treffer gab der Kunz-Elf Auftrieb und sie drückte auf die Führung. Trotz grosser Überlegenheit in dieser Phase gelang es den Küssnachtern jedoch nicht, die nötigen Abschlusspositionen zu kreieren und so blieb es zur Pause beim 1:1.

Lieb avanciert zum Matchwinner
Auch der zweite Durchgang begann erstmal zäh. Doch dann kam der FCK langsam aber sicher ins Rollen. Die Kunz-Elf erhöhte den Druck von Minute zu Minute und liess den Gegner kaum noch aus der eigenen Hälfte. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte aufs FCA-Tor zu, doch die meist gefälligen Kombinationen blieben im letzten Drittel oft fruchtlos. Auch die Standards der Gäste fanden oft keinen Abnehmer. In der 78. Minute brachte Vitor Gomes einen Freistoss in den Strafraum, wo Aegeris Keeper Fuchser ihn rausfausten konnte. Allerdings landete die Kugel bei Lieb, der sie über den zurückeilenden Torhüter ins leere Tor lupfte. Die Gastgeber versuchten danach alles, um in den letzten Minuten noch den Ausgleich zu forcieren, doch die FCK-Abwehr hielt allen Versuchen stand und sicherte den verdienten 2:1-Erfolg bis zum Schlusspfiff.

Telegramm FC Aegeri – FC Küssnacht 1:2 (1:1)
Chrüzelen, Unterägeri – 210 Zuschauer – Tore: 20. Valle Santamaria 1:0, 23. Schwarzenberger 1:1(Eigentor) 78. Lieb 1:2.. – FC Aegeri: Fuchser; Blättler, Ott, Schwarzenberger, Popple; Becirbasic, Rodriguez Estrada, Souza da Silva Fonte, Uster, Temesgen; Valle Santamaria (Arnold, Bosnjak, Schuler, Schuler, Ineichen, Berhe) – FC Küssnacht: Morris Gügler; Arnold, Schilliger, Ejzygamnn, Stadler; Müller, Ulrich, Ravarotto; Lieb, Gomes Santos, James Gügler (Wagner, Stuber, Qupi, Komani, Arnold).