Küssnacht mit Remis gegen Sempach zum Abschluss

Lino Stadler (links) und der FCK kommen nicht über ein 2:2 gegen Sempach hinaus (Bild: Patrick Portmann).

Spielbericht FC Küssnacht:

Zum Rückrundenabschluss musste der FC Küssnacht zu Hause gegen den FC Sempach ran. Die Küssnachter waren trotz Unterzahl durchgehend das bessere Team und hatten den Sieg zum Greifen nah – doch einmal mehr wurde er ihnen in letzter Sekunde entrissen.

Gegen die stark abstiegsgefährdeten Sempacher wollte das Team von Christian Kunz die Hinrunde mit einem Sieg abschliessen. Dabei half, dass die Küssnachter Bank diesen Samstag etwas mehr hergab als am letzten Wochenende gegen die Kickers Luzern.

FCK überlegen und mit Glück
Von Beginn weg gab das Heimteam den Ton an. Der FCK schnürte die Gäste mit aggressivem Pressing in der eigenen Hälfte ein und liess sie kaum atmen. Sempach war hauptsächlich mit Verteidigen beschäftigt und kam, wenn dann nur mit langen Bällen, aus der eigenen Platzhälfte raus. Allerdings verteidigten die Gäste konzentriert und liessen kaum etwas zu. Trotz ansehnlicher Küssnachter Kombinationen blieben gute Abschlüsse Mangelware. Nach einem seltenen Konter hätte Sempach daher vor der Pause beinahe einen Wirkungstreffer gelandet, doch der Ball zischte am Kasten von Jonas Wagner vorbei.

Gügler wird zum Erlöser, Ernüchterung in letzter Minute
Der Start in die zweite Hälfte verlief für das Heimteam suboptimal. Zuerst verpasste Vitor Gomes nach Ablage von Antonio Linares die Riesen-Chance zur Führung, dann schickte der Schiedsrichter Joel Lieb in der 50. Minute mit Gelb-Rot unter die Dusche. Die Kunz-Matijevic-Elf wirkte geschockt und kassierte gleich den nächsten Wirkungstreffer. Nach einem Konter der Gäste traf Valmir Tola zum 0:1. Nur Minuten später gab es auf der anderen Seite einen Elfmeter nach Foul an Lino Stadler. Antonio Linares verwandelte, und ab da war von der Sempacher Überzahl nichts mehr zu sehen. Küssnacht lancierte einen Angriff nach dem anderen, doch alle perlten an der Gästeabwehr ab. Christian Kunz reagierte und ging mit der Einwechslung von Stürmer James Gügler aufs Ganze. Es sollte sich lohnen. Der eingewechselte Gügler stieg nach einer Ecke in der 86. Minute am höchsten und nickte zum 2:1 ein. Doch das Spiel war noch nicht vorbei. Ein Freistoss tief in der Nachspielzeit sorgte für Chaos im Küssnachter Strafraum, und der Ball sprang am Ende vom Bein eines Küssnachters zum 2:2 ins eigene Tor.

Spielbericht FC Sempach:

Am letzten Spieltag der Vorrunde war der FC Sempach zu Gast beim FC Küssnacht im Kanton Schwyz. Nachdem sich die Sempacher durch zwei Siege gegen Kickers Luzern und Ägeri vom letzten Tabellenrang verabschieden konnten, war das Ziel, mit dem dritten Vollerfolg in Serie die Lücke zum Gastgeber Küssnacht zu schließen. Nach einer ereignislosen ersten Hälfte fielen im zweiten Durchgang schließlich Tore bis in die Nachspielzeit.

Der erste Durchgang war geprägt von vielen intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld, Standardsituationen und schnellem Umschalten. Wenn Küssnacht gefährlich wurde, dann meist über Eckbälle oder Freistöße aus dem Halbfeld. Sempach hingegen konnte eher über schnelle Umschaltsituationen nach Balleroberungen im Mittelfeld Nadelstiche setzen. Klare Torchancen waren jedoch auf beiden Seiten Mangelware, und so ging es dem Spielverlauf entsprechend mit 0:0 zum Pausen-Punsch in die Kabinen.

Die zweite Hälfte begann gleich mit einem Paukenschlag: Küssnachts Mittelfeldspieler Joel Lieb sah nach einem rüden Einsteigen in der 51. Minute seine zweite Gelbe Karte und musste den Platz verlassen. Gute Voraussetzungen für den FC Sempach, das Spiel zu seinen Gunsten zu lenken. In der 60. Spielminute begann Sempach dann, die Überzahl in eine Führung umzumünzen: Nach einem starken Ball von Einwechselspieler Kilian Bühlmann in die Tiefe auf Andrin Muff, konnte dieser ungestört zur Mitte auf Valmir Tola spielen, der nur noch einzuschieben brauchte. Doch die Überzahl konnte Sempach nicht vollends ausnutzen und war teilweise kaum bemerkbar. So kam es, dass der Schiedsrichter nur vier Minuten später auf den Punkt zeigte. Der Küssnachter Stürmer Antonio Linares Jimenez wurde nach einem weiteren leichten Fall im Sempacher Strafraum belohnt und verwandelte den Elfmeter selbst.

Im weiteren Spielverlauf hatte Sempach viel Ballbesitz, konnte diesen jedoch nicht in zwingende Torchancen umsetzen. Im Gegenteil: Nach einem Eckball in der 86. Minute ging Küssnacht trotz Unterzahl mit 2:1 in Führung. Der FC Sempach versuchte nun, nochmals zurückzuschlagen, und tatsächlich gelang in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch der Ausgleich. Nach einem zweifach abgefälschten Freistoß des 1:0-Torschützen Valmir Tola flog der Ball ins Netz. Kurz darauf pfiff der norwegische Schiedsrichter die Partie beim Stand von 2:2 ab.

Alles in allem konnte der FC Sempach nicht an die Leistungen der letzten beiden Spiele anknüpfen und musste nach einem idealen Start in die zweite Hälfte froh sein, in den Schlussminuten noch einen Punkt vom Tabellennachbarn mitzunehmen. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen sind die Sempacher wieder voll im Rennen um den Klassenerhalt. Mit fünf Punkten Rückstand auf die Tabellenmitte ist mit einer starken Rückrunde alles möglich. Dafür braucht es aber eine gute Erholung und eine intensive Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte, um diese mit Freude und starkem Willen zu starten. Der erste Gegner im neuen Jahr ist der Tabellenzweite Rothenburg, der am Samstag, den 15. März 2025, um 18:00 Uhr in Sempach gastiert. Zum Schluss ein Gruss und Dank an alle FC Sempach-Anhänger, die ein wichtiger Teil des Ganzen sind. Bis dahin eine schöne Winterzeit und bis nächstes Jahr. HOPP SÄMPACH!

Telegramm FC Küssnacht a/R – FC Sempach 2:2 (0:0)
Luterbach, Küssnacht a/R – 216 Zuschauer– Tore: 61. Tola 0:1. 65. Linares (Penalty) 1:1. 86. James Gugler 2:1. 90.+6 Landolt (Eigentor) 2:2. FC Küssnacht a/R: Wagner; Arnold, Schilliger, Stuber, Tschupp; Müller, Lieb, Ravarotto, Stadler, Gomes Santos; Linares (Morris Gugler, Ulrich, Nicola Landolt, Sandro Arnold, Mario Stadler, James Gugler, De Oliveira Pereira). FC Sempach: Grilz; Shala, Burcher, Luca Müller, Michael Fölmi; Trüssel, Kevin Schnider, Yanick Fölmi, Risi; Tola, Muff (Leuthard, Heer, Cipolla, Bühlmann, Adrian Schnider, Emmenegger, Gomes).