Luck Punch: Küssnachter Frauen besiegen Solothurn

Die Küssnachterin Livia Bättig (am Boden) stochert und trifft (Bild: Patrick Portmann).

Der FC Solothurn war am Sonntag zu Gast bei den Küssnachter Fussballerinnen im Luterbach. Nach einer schwachen ersten Halbzeit legten die Küssnachterinnen im zweiten Durchgang deutlich zu und gewannen durch viel Physis und ein wenig Glück mit 2:1.

Nach der Länderspielpause begann für die FCK-Frauen terminlich bereits die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen den FC Solothurn. Das Team von Stephanie Erne und Daniel Rogenmoser erhoffte sich dabei ein ähnliches Erfolgserlebnis wie im Hinspiel, als man 3:0 gewann.

Zähe erste Hälfte
Doch von Beginn weg war klar, dass heute ein anderes Spiel werden würde. Solothurn dominierte früh Ball und Spiel. Der FCK verteidigte zwar konsequent, tat sich aber schwer, selbst etwas zu kreieren. So konnten die Gäste den Druck immer weiter erhöhen und kamen zu einigen vielversprechenden Abschlüssen. Dabei war jedoch immer eine Küssnachterin zur Stelle, um zu blocken oder noch entscheidend zu stören. Mit der Zeit kamen die Gastgeberinnen auch etwas besser ins Spiel und sammelten etwas mehr Ballbesitz, doch die Offensive hing weiterhin in der Luft. In der 36. Minute kam Anna Geiser nach einem Standard zum Abschluss und nagelte den Ball makellos an der chancenlosen Nubia Rispoli vorbei ins Kreuzeck. Im Anschluss bemühten sich die Küssnachter Fussballerinnen um eine Reaktion, doch bis zur Pause gelang ihnen keine entscheidende Aktion mehr.

Schilliger trifft, Bättig stochert nach
Nach der Pause hatten die Küssnachterinnen auf einmal mehr Zugriff. Immer wieder schafften sie es, gut ins Pressing zu kommen und ihre Gegnerinnen zu Fehlern zu zwingen. So auch in der 54. Minute, als Gina Schilliger einen Solothurner Rückpass abfing und allein aufs Tor loszog. Die Stürmerin schloss überlegt ab und sorgte damit für den 1:1-Ausgleich. Das Spiel war danach völlig offen, mit Chancen auf beiden Seiten. Allerdings waren kaum Hochkaräter dabei, und so brach bald die Schlussphase an. Beide Teams erhöhten nochmal die physische Intensität, doch die Küssnachterinnen schnitten in den Zweikämpfen eindeutig besser ab und hatten so in der Endphase mehr vom Spiel. In der 86. Minute entstand nach einem Küssnachter Eckball ein Durcheinander im Strafraum der Gäste. Dabei schaffte es die eingewechselte Noemi Mazza, denn Ball an Gäste Keeperin vorbei zuschieben und Livia Bättig ihn anschliessend über die Linie zu stochern. Im Anschluss brachte das Heimteam die Führung souverän über die Zeit und durfte über drei wohlverdiente Punkte jubeln.

Telegramm FC Küssnacht a/R – FC Solothurn Frauen 2:1 (0:1)
Luterbach, Küssnacht a/R – 124 Zuschauer – Tore: 36. Geiser 0:1. 54. Schilliger 1:1. 87. Bättig 2:1. FC Küssnacht a/R: Rispoli; Meyer, Steiner, Troxler, Hongler; Ulrich, Rodrigues, Scherrer, Bättig; Sommerhalder, Schilliger (Ersatzspieler: Camenzind, Pirker, Caluori, Mazza, Sommer). FC Solothurn Frauen: Saladin; Kull, Friederich, Adam, Grieder; Gillmann, Schläfli, Imoberdorf, Geiser; Bohner, Von Rotz (Ersatzspieler: Siepe, Steiner, Delolli, Gust, Zengaffinen, Villasalíu.