Im Nachgang zum Auswärtsspiel gegen Lausanne hat das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern verfügt, dass ab dem nächsten Auswärtsspiel am Sonntag gegen den Grasshopper Club Zürich für drei Spiele die Stufe 1 des Kaskadenmodells zur Anwendung kommt.
Dies hat zur Folge, dass der FC Luzern sowie seine Fans für die kommenden drei Spiele zu obligatorischen Lagebesprechungen mit den Behörden verpflichtet sind. Bei Verstössen in der Bewährungsphase drohen dem Club zudem Sanktionen wie beispielsweise Geldstrafen oder gar Sektorsperren.
Nachdem der FC Lausanne-Sport anfangs letzter Woche entschied, den Gästefansektor als Folge der Ausschreitungen bei ihrem Heimspiel gegen den Servette FC von anfangs März zu schliessen, kamen letzten Sonntag kurz vor dem Anpfiff die zuständigen Waadtländer Behörden zum Schluss, den Gästefansektor für die mitgereisten FCL-Fans zu öffnen. Die Zusammenarbeit am Spieltag mit dem FC Lausanne, den Behörden und unseren Fans verlief bis zur Halbzeitpause konstruktiv und ruhig. Danach verschoben sich die FCL-Fans aus dem Gästesektor in den leeren Nebensektor, was die Wiederaufnahme der 2. Halbzeit verzögerte und zu einem Spielabbruch sowie einer Forfait-Niederlage hätte führen können. Dank dem beherzten und verantwortungsbewussten Einsatz unseres Cheftrainers sowie mehreren Führungsspielern und Staff-Mitgliedern gelang es, die Partie geordnet fortzusetzen und drei wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation für die Championship Group zu sichern.
Der FC Luzern und die Swiss Football League lehnen das Kaskadenmodell und die Kollektivstrafen weiterhin ab, da diese wie das Beispiel Lausanne zeigt, in der Planung und Organisation grosse Herausforderungen und auch schwer kalkulierbare Sicherheitsrisiken für alle Beteiligten mit sich bringen und nicht zielführend sind. Allerdings stellte sich ein Teil der Fans mit der Aktion in Lausanne über die Interessen des Clubs, zusätzlich kam es auch zu erheblichen Sachbeschädigungen und Sprayereien. Der FC Luzern verurteilt die Vorkommnisse daher entschieden und wird die Behörden in der Aufarbeitung dieser Vorfälle unterstützen und ist weiterhin in einem engen Dialog mit allen Beteiligten.
Wir weisen an dieser Stelle noch einmal darauf hin, dass es dem FC Luzern dank eines intensiven und konstruktiven Dialogs mit allen Beteiligten gelungen ist, in den vergangenen Monaten die Heimspiele in Luzern ohne Probleme durchzuführen. Dies ist aus Sicht des Klubs auch zukünftig der richtige und zielführende Weg.