Trotz 2:0‑Führung: Cham gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Cham-Torschütze Marin Wiskemann (links) im Zweikampf gegen Kreuzlingen (Bild: Reto Müller).

Der SC Cham musste sich im Promotion‑League‑Heimspiel gegen den FC Kreuzlingen trotz einer komfortablen 2:0‑Führung mit einem 2:2 begnügen.

Vor 500 Zuschauerinnen und Zuschauern auf dem Eizmoos startete Cham als Tabellensiebter druckvoll und ging bereits in der 10. Minute in Führung: Nach einem Eckball von Yannick Pauli herrschte Chaos im Strafraum, bis Florian Schuler den Ball zum 1:0 über die Linie drückte.

Die Gastgeber hätten in der Folge mehrfach erhöhen können. Laurin Vögele und Iwan Hegglin verpassten innerhalb weniger Minuten das 2:0, bevor Torhüter Nico Stucki auf der Gegenseite zwei brenzlige Situationen gegen Nguy‑yi und Karaki entschärfte. Cham fand danach wieder in den Rhythmus zurück – und stellte durch eine starke Einzelaktion von Marin Wiskemann in der 37. Minute auf 2:0. Bis zur Pause blieben weitere gute Möglichkeiten ungenutzt.

Nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. In der 51. Minute führte ein Missgeschick im Spielaufbau dazu, dass Reda Laidouci für Kreuzlingen zum 2:1 abstaubte. Fünf Minuten später nutzte derselbe Spieler einen Abwehrfehler zum 2:2-Ausgleich. Cham verlor in dieser Phase an Klarheit und Genauigkeit, während Kreuzlingen die sich bietenden Räume konsequent bespielte.

In der Schlussphase suchten beide Teams den Siegtreffer, ohne jedoch zwingend genug zu werden. So blieb es beim 2:2, das für die Gäste einen wertvollen Punkt bedeutet, für Cham jedoch wie eine verpasste Chance wirkt – insbesondere nach der starken ersten Halbzeit und der frühen Zweitoreführung.

Telegramm SC Cham – FC Kreuzlingen 2:2 (2:0)
Eizmoos. – 500 Zuschauende. – SR Londino. – Tore: 10. Schuler 1:0. 37. Wiskemann 2:0. 51. Laidouci 2:1. 56. Laidouci 2:2. – Cham: Stucki; Haag (75. Flühmann), Niederhauser, Schuler, Zimmermann; Franek, Bajric (86.Wyss), Hegglin (86. Ris); Vögele (68. Tia Chef), Pauli (68. Lujic), Wiskemann. – Kreuzlingen: Fellmann; Affentranger, Seeger (46.Rama Bitterfeld), Matkovic, Meresi (78.Osmani); Marinovic, Karaki, Leao Muata; Anioke (61. Ukaj), Nguy-yi (90. Selmanaj), Laidouci.