FC Luzern unterliegt belgischem Erstligisten knapp
Eine Woche vor dem Meisterschaftsstart hat der FC Luzern seine Generalprobe gegen den belgischen Erstligisten VV St. Truiden mit 1:2 verloren. Vor 2400 Zuschauenden in der Thermoplan-Arena anlässlich der Saisoneröffnung zeigte die Mannschaft von Trainer Udo Portmann über weite Strecken eine ansprechende Leistung, musste sich aber durch einen späten Gegentreffer geschlagen geben.
Im Mittelpunkt stand dabei Torhüter Simon Simoni. Der albanische Nationalspieler, der derzeit als Testspieler bei den Innerschweizern vorspielt, stand erstmals im Luzerner Tor und hinterliess einen überzeugenden Eindruck. Bereits nach einer Viertelstunde bewahrte er sein Team mit mehreren starken Paraden vor einem Rückstand und strahlte während der gesamten Partie Sicherheit aus.
Die Gäste aus Belgien gingen kurz vor der Pause in Führung. Nach einem unglücklichen Zweikampf im Luzerner Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Ilias Sebaoui verwandelte den fälligen Penalty in der 41. Minute zum 0:1. Die Antwort der Luzerner folgte jedoch umgehend. Nach einer sehenswerten Kombination über Matteo Di Giusto und Oscar Kabwit traf Lars Villiger kurz vor dem Pausenpfiff zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Luzern zunehmend die Kontrolle und setzte die Belgier immer wieder unter Druck. Trainer Portmann nutzte die Partie zudem, um verschiedene personelle Varianten zu testen. Unter anderem kamen Löfgren, Oehlers und Bung Meng Freimann nach einer Stunde ins Spiel.
Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, schlugen die Gäste in der Nachspielzeit nochmals zu. Matice Vandegaer erzielte in der 91. Minute den entscheidenden Treffer zum 2:1 für St. Truiden und bescherte dem FCL damit eine ärgerliche Niederlage in der Hauptprobe.
Trotz des Resultats darf Luzern dem Saisonauftakt mit Optimismus entgegenblicken. Vor allem das kompakte Defensivverhalten und die spielerischen Ansätze in der Offensive zeigten, dass die Mannschaft unter dem neuen Trainer auf dem richtigen Weg ist.
FC Luzern – St. Truiden 1:2 (1:1)
Thermoplan-Arena, 2400 Zuschauende. – Tore: 41. Sebaoui 0:1. 45. Villiger 1:1. 91. Vandegaer 1:2.
Luzern: Simoni; Dorn, Sadikaj (63. Löfgren), Lüthi (63. Bung Meng Freimann), Dantas Fernandes (82. Ciganiks); Bertone; Ferreira (63. Oehlers), Owusu, Di Giusto; Kabwit (82. Meyer), Villiger.
Bemerkungen: Luzern ohne Knezevic (Nasenbeinbruch), Bung Hua Freimann (krank) und Toggenburger (rekonvaleszent).
SC Kriens remisiert bei Generalprobe in Biel
Der SC Kriens hat sein letztes Testspiel vor dem Start in die Challenge-League-Saison mit einem 1:1 beim FC Biel abgeschlossen. Gegen den letztjährigen Konkurrenten aus der Promotion League zeigte die Mannschaft von Michael Winsauer insbesondere vor der Pause einen kontrollierten und engagierten Auftritt.
Die Krienser hatten über weite Strecken mehr Spielanteile und wurden dafür kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde belohnt. Lukas Riedmann setzte sich hinter der Bieler Abwehr geschickt in Szene, wurde mit einem präzisen Zuspiel lanciert und überwand den gegnerischen Torhüter mit einem sehenswerten Lupfer zur 1:0-Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der SCK gefährlich, leistete sich jedoch vermehrt technische Ungenauigkeiten. Gleichzeitig nutzte das Trainerteam die Partie für weitere Tests. So erhielt Neuzugang Elio Rufener nach der Pause seine ersten Einsatzminuten, während auch Testspieler Gabriel Kyeremateng von Beginn an auflief.
Lange sah es danach aus, als würde Kriens die Führung über die Zeit bringen. In der Schlussphase gelang den Seeländern jedoch noch der Ausgleich. Nach einer Kombination im Strafraumbereich reagierten die Krienser nicht konsequent genug, sodass Biel in der 87. Minute zum 1:1 einschieben konnte.
Unterm Strich blieb ein solider Auftritt der Krienser, die nun mit Blick auf den Challenge-League-Auftakt bei Neuchâtel Xamax die letzten Feinabstimmungen vornehmen werden. Besonders in der ersten Halbzeit zeigte der Aufsteiger, dass er bereit ist für die Rückkehr in die zweithöchste Schweizer Spielklasse.
Telegramm FC Biel – SC Kriens 1:1 (0:1)
Tore: 28. Riedmann 0:1. 87. 1:1.
Kriens: Salchli (46. Zajac), Bohon Diet, Fäh, Heiniger, Tröndle; Riedmann (74. Mauricio Willimann), Romano, Francois, Sliskovic; Hoxha (46. Rufener), Kyeremateng (60. Alejandro Willimann).
Bemerkungen: Kriens ohne Wicht, Touré, Hermann, Krasniqi, Ishuayed, Jetzer (alle verletzt) und Siegrist (abwesend).

































