Später Nackenschlag und keine Punkte für Ibach im Tessin

Ibachs Abwehr - hier mit Mwakassa - hatte alle Hände voll zu tun (Bild: Armin Reichlin).

Der FC Ibach verliert das schwierige Auswärtsspiel beim FC Gambarogno mit 1:0. Gegen die starken Tessiner fanden die Muotadörfler über die ganze Partie hinweg kein probates Mittel und konnten auch offensiv keine Akzente setzen.

Die Hausherren legten auch ohne ihren abwesenden Torschützenleader Stojanov los wie die Feuerwehr. Mit einem aggressiven und früh angesetzten Pressing schnürten sie Ibach in deren eigener Platzhälfte ein. Zwar hielt die Jevremovic-Elf kämpferisch mit Leidenschaft dagegen, doch spielerisch lief in der Startphase überhaupt nichts zusammen. Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe Novalic den allerersten nennenswerten Torschuss für die Gäste abfeuerte.

Gambarogno dominiert Geschehen klar
In der Folge zogen die Tessiner das Tempo noch einmal an. Vor allem über die agilen Flügelpositionen lancierte die Squadra immer wieder gefährliche Flankenläufe, die im Ibächler Strafraum für helle Aufregung sorgten. Weil die Muotadörfler die Bälle in der eigenen Offensive und im Aufbau kaum einmal festmachen konnten, rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Gehäuse der Blau-Weissen zu. Die logische Konsequenz dieses Dauerdrucks war eine enorme Anzahl an Freistössen und Eckbällen, die Ibach rund um den eigenen Sechzehner in Kauf nehmen musste. Kurz vor dem Pausenpfiff stellten die bis dahin blassen Gäste den bisherigen Spielverlauf dann aber beinahe auf den Kopf: Nach einem der wenigen präzise vorgetragenen Entlastungskonter entwischte Merdovic der Abwehr – kam jedoch einen winzigen Tick zu spät, um die überraschende Führung zu erzielen. So ging es mit einem für Ibach schmeichelhaften 0:0-Unentschieden in die Kabinen.
Später K.o.-Schlag durch Guidotti entscheidet Spiel

Nach dem Pausentee zeigten sich die Gäste etwas verbessert und hatten die beste Phase der gesamten Partie. Das Spiel präsentierte sich nun eine Spur ausgeglichener, da Ibach einen Hauch offensiver agierte und mutiger nach vorne spielte. Die goldene Gelegenheit zur Führung bot sich schliesslich Gwerder: Nach einem mustergültig vorgetragenen Konter tauchte er plötzlich alleine vor dem Tessiner Schlussmann auf, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Keeper der Hausherren. In der 70. Minute reagierte das Heimteam mit einem Dreifachwechsel: Dieser taktische Schachzug zeigte sofort Wirkung, denn nur sechzig Sekunden später folgte die bittere Quittung für Ibach. Nach dem gefühlt 25. Eckball für Gambarogno konnte die Kugel nicht entscheidend aus der Gefahrenzone geklärt werden und Guidotti traf artistisch per Fallrückzieher zum 1:0 in die Maschen. Von diesem späten Nackenschlag erholte sich der FC Ibach nicht mehr. Die Mannschaft wirkte sichtlich geknickt und war in der Schlussphase nicht mehr in der Lage, eine zwingende Reaktion oder eine gefährliche Schlussoffensive auf den Platz zu bringen. Am Ende blieb es bei der knappen, aufgrund der Spielanteile aber absolut verdienten Niederlage gegen einen starken Gegner.

Telegramm FC Gambarogno – FC Ibach 1:0 (0:0)
185 Zuschauer. – SR: Pilipovic. – Tor: 71. Guidotti 1:0. – FC Gambarogno: Vidovic; François Guidotti (90. Mitrovic), Emanuele Guidotti, De Gianbattista; Muletta, Gocic, Bottazzi (54. Sciarini), Da Silveira; Dujaka (70. Monighetti), Fuso (70. Spasov), Borga (70. Cepilov). – FC Ibach: Camenzind; Elia Gasser (62. Theiler), Kadrija, Schönenberger (77. Peranovic), Mwakassa; Jaun (65. Pranjic), Nabarro, Gwerder (65. Schlegel), Novalic, Merdovic; Marinovic. – Bemerkungen: FC Ibach ohne Elghandour und Reichmuth (beide abwesend), Aliu und Gudelj (rekonvaleszent), Tela, Kündig, Denis Novalic, Iadarola (alle nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 30. Borga, 39. Muletta, 85. Monighetti, 87. Gocic, 88. Pranjic.