Dramatik pur: Sursee entreisst Rotkreuz den Sieg

Rotkreuz und Sursee lieferten sich eine intensive Partie (Bild: Ruth Carbone).

FC Sursee – FC Rotkreuz 1:1

Mit sieben Zählern aus vier Spielen rangiert die neu formierte Mannschaft aus Sursee komfortabel im Mittelfeld – und dies, obwohl noch keine Heimpartie gewonnen werden konnte. Mit dem FC Rotkreuz erwartete man ein sehr ambitioniertes Team und zugleich den Tabellennachbarn auf Platz zwei.

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt – abgesehen vom Abtasten passierte wenig. Beide Teams hatten zwar ihre Ballstafetten, vor den Toren tat sich dennoch wenig. Einzig bei Standards wurde es etwas gefährlich. Zu erwähnen gilt es den Volley-Direktversuch von Rotkreuz-Mittelstürmer Nsiala, den Sursees Torhüter Remo Schenk jedoch gekonnt abwehrte. Dann war Pause. 0:0.

Der zweite Durchgang begann deutlich spannender. Die Zweikämpfe wurden intensiver geführt, was in sieben gelben Karten resultierte. Generell gewann die Partie an Tempo und vor allem an Spannung. Rotkreuz hatte nun mehr vom Spiel – oder zumindest mehr Ballbesitz. Wirklich Zwingendes brachten aber auch die Zuger nicht auf den Rasen. Lange sah es nach einem 0:0 aus. Doch wie so oft sind Spiele des FC Sursee von Dramatik und Aufregung geprägt, und der Samstag machte da keine Ausnahme. Eti Toska erlöste den FC Rotkreuz in der 86. Minute: Nach einem genialen Steckpass stand er allein vor dem Tor und vollstreckte flach ins lange Eck. Kurz zuvor hatten die Surseer eine Grosschance vergeben – umso ärgerlicher fühlte sich dieser Gegentreffer an. Doch der Wink des Schicksals meinte es gut mit dem FC Sursee: Tief in der Nachspielzeit trat Thiago Frey zum Eckball an und fand tatsächlich einen Abnehmer. Dieser hiess Berzan Polat – sonst Spielmacher, an jenem Samstag Kopfballungeheuer.

Dem Spielverlauf zufolge ist dieser Punkt willkommen und letztlich wohl auch verdient. Kommenden Samstag geht es auswärts im Nordwesten Zürichs beim SV Höngg um die nächsten drei Punkte. Übrigens: Auch Sursees zweite Mannschaft fand ihr Glück in der Nachspielzeit. Dieser Vollerfolg verschönerte den Samstagabend auf der Schlottermilch.