Nach Niederlage in Basel: Zug 94 zieht die Reissleine

Trainer Erminio Piserchia und Zug 94 gehen getrennte Wege (Bild: Zug 94)

Für Zug 94 setzte es am Wochenende einen weiteren Rückschlag ab. Beim FC Concordia Basel unterlagen die Innerschweizer mit 0:3 und rutschten damit tiefer in die Abstiegszone der 1. Liga Classic. Nur einen Tag später reagierte der Verein auf die schwierige sportliche Situation und trennte sich per sofort von Trainer Erminio Piserchia.

Auf dem Basler Rankhof geriet Zug 94 früh ins Hintertreffen. Nach einer starken Parade von Torhüter Nikkita Vanins nutzte Denis Temelkov den Nachschuss zur Führung für die Gastgeber. Auch danach fanden die Zuger nie richtig in die Partie. Zwar erspielten sie sich einige Standardsituationen, im Spiel nach vorne fehlte jedoch die nötige Durchschlagskraft, um Concordia ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Die Basler kontrollierten das Geschehen über weite Strecken und liessen defensiv wenig zu. Mit dem knappen 0:1-Rückstand blieb für Zug 94 zur Pause zwar noch alles möglich, doch kurz nach Wiederbeginn folgte der nächste Dämpfer. Erneut war Temelkov zur Stelle und erhöhte auf 2:0.

Die Gäste versuchten in der Folge mit personellen Wechseln neue Impulse zu setzen. Einzelne Abschlüsse von Flavio Caserta und Dein Barreiro sorgten zwar für offensive Akzente, insgesamt blieb die Mannschaft jedoch zu ungefährlich. Concordia agierte weiterhin zielstrebiger und nutzte die sich bietenden Räume konsequent. Rund eine Viertelstunde vor Schluss sorgte Mihael Validzic mit dem dritten Treffer für die endgültige Entscheidung.

Die 0:3-Niederlage verschärfte die ohnehin angespannte sportliche Lage der Zuger. Nach acht Meisterschaftsrunden stehen lediglich sieben Punkte zu Buche. Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen belegt das Team den vorletzten Tabellenplatz. Besonders die Defensive bereitet Sorgen, denn bereits 20 Gegentore mussten hingenommen werden.

Vor diesem Hintergrund analysierten die Vereinsverantwortlichen die aktuelle Situation und kamen gemeinsam mit Trainer Erminio Piserchia zum Schluss, dass die Mannschaft neue Impulse benötigt. Damit endet das Engagement des 62-Jährigen bereits nach wenigen Monaten. Erst im vergangenen Mai war er als Nachfolger von Vural Oenen verpflichtet worden und sollte seine Erfahrung sowohl auf als auch neben dem Platz in die Weiterentwicklung des Vereins einbringen.

Bis auf Weiteres übernimmt Sportchef Besnik Reci gemeinsam mit dem bisherigen Trainerstaff die Verantwortung für die erste Mannschaft. Parallel dazu läuft die Suche nach einer langfristigen Nachfolgelösung.

Viel Zeit bleibt den Zugern nicht, um die sportliche Wende einzuleiten. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem FC Courtételle die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Vor heimischem Publikum soll unter neuer Führung die Reaktion auf die jüngsten Rückschläge gelingen.