
Am vergangenen Samstag empfing der ESC Erstfeld bei milden Temperaturen den Weggiser SC auf der Pfaffenmatt. Nach dem unglücklichen Cup-Aus unter der Woche gegen den gleichklassigen FC Aegeri und zuletzt schwierigen Wochen in der Meisterschaft wollten die Urner eine Reaktion zeigen. Diese gelang vor allem in der zweiten Halbzeit, als der ESC einen Zweitore-Rückstand aufholte und sich noch einen verdienten Punkt sicherte.











































Bereits am Dienstag, 29. September, hatte Erstfeld im IFV-Cup-Sechzehntelfinal gegen den FC Aegeri eine engagierte Leistung gezeigt. Trotz mehrerer guter Offensivaktionen und starken Paraden vom ESC-Torhüter musste sich der ESC nach einem Gegentreffer infolge eines Eckballs in der 82. Minute knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Weggis nutzt seine Chancen vor der Pause
Die Partie gegen Weggis begann ausgeglichen. Erstfeld suchte früh den Weg nach vorne, während die Gäste vor allem auf schnelle Umschaltsituationen setzten. Die beste Möglichkeit der Startphase gehörte jedoch den Gästen, als Nils Loretz nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum mit einer starken Parade den Rückstand verhinderte. In der 14. Minute geriet der ESC dennoch ins Hintertreffen. Nach einem unglücklichen Penaltyentscheid verwertete Weggis den Strafstoss zum 0:1. Die Hausherren reagierten mit mehr Offensivdrang. Yves Christen kam nach einem schönen Zuspiel von Mateus Souza da Silva Fonte zum Abschluss, scheiterte jedoch am Gästetorhüter. Auch Matteo Zgraggen prüfte den Schlussmann kurz vor der Pause mit einem starken Distanzschuss. Statt des möglichen Ausgleichs folgte kurz vor der Halbzeit der nächste Dämpfer. Nils Loretz konnte einen Schuss nicht entscheidend festhalten und der Abpraller wurde zum 0:2 verwertet. Kurz darauf vergab Nino Epp eine weitere Möglichkeit für den ESC, womit es mit einem Zweitore-Rückstand in die Pause ging.
Erstfeld dreht auf
Direkt nach dem Seitenwechsel bot sich dem ESC die grosse Chance auf den Anschlusstreffer. Nach einem Penalty für die Gastgeber übernahm Matteo Zgraggen die Verantwortung, scheiterte jedoch am stark reagierenden Weggiser Torhüter. Trotz dieses Rückschlags blieb Erstfeld die klar spielbestimmende Mannschaft. Während Nils Loretz mit mehreren starken Paraden den Rückstand festhielt und Weggis zudem am Pfosten scheiterte, erhöhte der ESC den Druck kontinuierlich. In der 72. Minute wurden die Bemühungen endlich belohnt. Nach einem langen Ball von Mattia Epp setzte sich Nando Eller durch und traf zum 1:2-Anschlusstreffer. Nur zwei Minuten später folgte bereits der Ausgleich. Ein Freistoss von Matteo Zgraggen wurde entscheidend abgelenkt und landete zum vielumjubelten 2:2 im Netz. In der Schlussphase entwickelte sich eine hitzige Partie mit vielen Emotionen auf beiden Seiten. Trotz weiterer Bemühungen gelang keinem Team mehr der entscheidende Treffer, weshalb die Punkte am Ende geteilt wurden.
Nun wartet das Kantonsderby
Trotz des Zwei-Tore-Rückstands zur Pause darf sich der ESC Erstfeld aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel über den Punktgewinn freuen. Die Mannschaft zeigte Moral, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und war in der zweiten Hälfte klar die dominierende Mannschaft auf dem Platz. Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste Herausforderung. Im Kantonsderby trifft der ESC Erstfeld auswärts auf den zuletzt stark aufspielenden und in dieser Saison noch ungeschlagenen FC Altdorf. Anpfiff auf der Schützenmatte ist um 15 Uhr. Man darf gespannt sein, wie sich die Erstfelder gegen den formstarken Kantonsrivalen präsentieren werden. Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Unterstützung am Spielfeldrand.
Telegramm ESC Erstfeld – Weggiser SC 2:2 (0:2)
Pfaffenmatt – 150 Zuschauer – SR Gjemaj Enis
ESC Erstfeld: Nils Loretz, Marc Zgraggen, Mattia Epp, Nino Epp, Mike Püntener, Patrik Wyrsch (C), Danilo Triulzi, Mateus Souza da Silva Fonte, Yves Christen, Matteo Zgraggen, Rafael Kalbermatter (Marko Vuckovic, Elia Baumann, Simon Muoser, Jaiden Köpf, Nando Eller, Danyal Calisici, Ismaele Marchiano)
Weggiser SC: Jan Bühler, Jonas Bortoluzzi, Matteo Kolb (C), Leandro Hasler, Alessio Ioanna, Luca Kron, Luca Küttel, Jerome Abächerli, Livio Küttel, Roberto Tarzia, Tino Musshafen (Pascal Fischer, Joel Gloggner, Luigj Nrecaj, Joël Braichet, Levin Bieri, Loris Belfiglio, Collin Clint Schulze)





























