Zwei Wochen nach der Auftaktniederlage gegen Iliria reiste die Luzerner Mannschaft mit einem grossen Siegeswillen nach Uetendorf. Es ging gegen den letztjährigen Playoff-Teilnehmer Salines Futsal. Man konnte dem Gegner viel Mühe bereiten, doch am Ende reichte es wieder nicht für 3 Punkte.

Auf Grund mehreren gewichtigen Absenzen musste Trainer Martin wieder ein komplett neu geformtes Team aufs Spielfeld stellen. Davon konnte man aber in den ersten Minuten nichts erkennen. Nach 7 Minuten gelang es dem Futsal Club Luzern durch ein Eigentor in Führung zu gehen. Nachfolgend konnte man einige Schwächen im Luzerner Spiel entdecken. Zu Beginn dieser Saison haben die Blau-Weissen Mühe, das Spieldiktat an sich zu reissen. Man agiert oft sehr defensiv und kann sich nicht in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Daher ist es schwierig den Vorsprung zu verwalten oder auszubauen Obwohl der Abwehrblock gut formiert war, kam Salines durch Standartsituationen zu drei Treffern. Torwart Hodel war bei allen Gegentoren machtlos. Mit dem 1:3 Rückstand ging man in die Pause.

Der Kampf bestimmte das Spiel
Trainer Martin suchte in der Kabine nach Lösungen, wie seine Mannschaft die Abwehr von Salines in Bedrängnis bringen könnte. Wie schon gegen Iliria verlangte er nach der Halbzeitpause, dass man die gegnerische Mannschaft mittels Pressing attackierte. Zu Beginn des zweiten Abschnittes funktioniert dies ganz gut. Daraus reüssierten zwei Tore durch Ryser. Das Spiel beider Mannschaft zeigte sich in der 2. Halbzeit aber leider auch oft sehr unkonzentriert und die Emotionen bestimmten das Spiel.

Die Luzerner konnten mit dem Topfavorit der Gruppe mithalten. Abwechslungsweise wurden die Tore auf beiden Seiten erzielt. Beachtlich war die Leistung der Nummer 10 Fatih Dogan von Salines Futsal, welcher gleich 5 Mal im Luzerner Tor einnetzte. Er war es schliesslich, der den Unterschied ausmachte. Innerhalb von 4 Minuten erzielte Dogan 3 Tore zum 4:5, 4:6 und 5:7. Ein Schock, von dem sich die Luzerner nicht ganz erholen konnten. Man konnte zwar den Rückstand durch Tugan und Bolliger noch einmal um ein Tor verkürzen, aber schlussendlich musste man dem Gegner trotzdem zum verdienten Sieg gratulieren.

Woche für Woche hart arbeiten
Langsam aber sicher befindet sich der Futsal Club Luzern auf der richtigen Spur. Die Grundlagen sind da. Das Team um Kapitän Bolliger wächst mehr und mehr zu einer Einheit zusammen und zeigt dies auch auf dem Platz. Es wird zusammen gekämpft, gejubelt und gelitten. Doch Marcel Martin weiss auch, dass es noch viele Trainings in der Halle braucht, um die willige Mannschaft ans Ziel zu führen. „Sobald die Trainingspräsenz stimmt und wir effiziente Trainings absolvieren können, dann werden wir auf langfristiger Hinsicht Erfolg haben“, meint Marcel Martin. Momentan stimmt der eingeschlagene Weg, worauf man aufbauen kann.

Es folgt das Innerschweizer Derby
Am 4. Dezember wird der Futsal Club Luzern zum nächsten Meisterschaftsspiel antreten. Man trifft auf den Innerschweizer Konkurrenten aus Küssnacht. Das Spiel beginnt um 15:00 Uhr auswärts in der Sporthalle Ebnet in Küssnacht. Die 1.Mannschaft des FUCL freut sich auf eine würdige Derbykulisse. Eines können wir versprechen: Nach diesen Leistungen ist der Löwe jetzt hungrig auf den ersten Sieg. Hopp Lozärn!

FUCL: Hodel, Vasilescu, Bolliger Renato (1), Hoang, Bolliger Elio, Fekete, Zenuni, Tugan (1), Herlea, Levin (1), Ryser (2).

Tabelle: 1. Salines Futsal 3/9, 2. FC Iliria 3/6, 3. MNK Kuna Futsal Küssnacht 2/3, 4. FC Uetendorf 2/0, 5. Futsal Club Luzern 2/0.