Spielbericht FC Sursee: SC Emmen – FC Sursee 4:3
Mit neun Punkten aus vier Spielen startete der FC Sursee grundsätzlich gut in die neue Kampagne. Das Team begeistert nicht nur mit der stärksten Offensive der Liga, sondern zeigt auch eine beeindruckende Heimstärke. Einzig die Abwehrarbeit stellt ein Manko dar (bereits 9 kassierte Gegentore). Auch auswärts beim Underdog Emmen wurde diese Schwäche den Gästen zum Verhängnis.
Lebendiger Start
Gerade einmal zwei Minuten waren vergangen als Lars Schmid, die Nummer 17 des FC Sursee, mit einem präzisen Zuspiel in die Tiefe geschickt wurde. Doch der überragend reagierende Emmen-Torhüter Bäuerle vereitelte den frühen Führungstreffer. Der FC Sursee erwischte den besseren Start ins Spiel und zeigte sich präsenter in der gegnerischen Platzhälfte. Nach 23 Minuten war es Prenrecaj, der nach einem präzisen Eckball von Sejdini den Ball mit einem Kopfball zum 0:1 für Sursee ins Netz beförderte. Diese Kombination hatte bereits gegen Emmens Stadtrivalen Emmenbrücke funktioniert. Doch rund zehn Minuten später glich Emmen durch Gabriel nicht unverdient aus, nachdem sie sich zunehmend besser in die Partie eingearbeitet haben. Dies ganz zur Freude der 300 Fans. 1:1 Pausenstand.
Emmen im Aufwind
Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Schlagabtausch. Das Aufbauspiel glich eher Kick & Rush als einem gepflegten „Hintenrausspielen“. Dann kam plötzlich der Einbruch der Surseer: Im Abstand von zehn Minuten kassierten sie drei Tore. Anders ausgedrückt: das 11., 12. und 13. Gegentor der Saison. Zurück zum Spielverlauf: Das 2:1 fiel einmal mehr nach einem Standard. Der toll getretene Flankenball von König flog durch den Surseer Strafraum, ohne dass ihn jemand berührte, ins Tor. Die beiden weiteren Tore resultierten aus effizienten Konterangriffen. Getroffen haben einerseits Kapitän Gashi und erneut Gabriel. Bei beiden Toren sah die komplette Surseer Abwehrreihe äusserst alt aus. Max Burri konnte einem schon fast leidtun.
Trotz Traumtor kein Punktgewinn für den FC Sursee
Die Mannschaft stand nun unter Druck. Die letzten 20 Minuten zeigten sie nochmals grossen Einsatz. Der Aktivposten Prenrecaj bediente Cikaqi, der nur noch einschieben musste – nur noch 4:2. Der eingewechselte Metzler erzielte sogar noch den Anschlusstreffer – und wie! Nach einem geklärten Eckball traf er den Ball perfekt und vollendete per Seitfallzieher. Technisch bestens gemacht! Anstatt die Partie noch auszugleichen, beendete man das Spiel nach einer gelb-roten Karte nur noch zu zehnt. Somit gratuliert der FC Sursee dem SC Emmen zum Sieg und muss sich hinterfragen, welche Lehren aus dieser Niederlage gezogen werden können.
Am kommenden Samstag um 16 Uhr empfängt Sursee den Tabellenersten aus Cham auf der heimischen Schlottermilch. Die Devise ist klar: 3 Punkte sollen her!
Spielbericht SC Emmen: Emmen gelingt der erste Saisonsieg gegen Sursee
Nach einer desolaten Leistung im Tessin beim FC Malcantone waren die Emmer nicht nur auf Wiedergutmachung aus, sondern mit 4 Spielen und nur einem Punkt braucht man seitens der Schwarz-Weissen auch dringend Punkte, um nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten.
Mit dem FC Sursee gastierte ein Team auf der Feldbreite, welches sich durch die ersten Spiele eine gute Ausgangslage für eine erfolgreiche Saison geschaffen hat. Dementsprechend war man sich in Emmen bewusst, dass dies eine schwere Aufgabe werden würde.
Sursee startete dann auch von Beginn an gut in die Partie. Nach nur 2 Minuten zwang Prenrecaj Emmens Torhüter Bäuerle zu einer ersten Parade. Auch in der Folge war Sursee besser. Vor allem die gut getretenen Standards brachten immer wieder Unruhe vor das Emmer Tor. In der 18. Minute führte dann eben einer dieser Standards zur verdienten Surseer Führung. Cikaqi kommt auf dem zweiten Pfosten an den Ball und braucht diesen nur noch über die Linie zu drücken. In der Folge wurde Emmen besser. Nur 2 Minuten später verpasst Oliveira am zweiten Pfosten knapp. Die Partie war nun ausgeglichen und beide Mannschaften versuchten den Gegner früh unter Druck zu setzen. in der 31. Minute belohnten sich die Flieger dann endlich mit dem Ausgleich. Mansoub findet mit einer Flanke aus dem Halbfeld Gabriel am zweiten Pfosten, welcher per Kopf zum Ausgleich einnickt. Sursee wurde nun wieder etwas besser und die Emmer Defensive um Abwehrchef Yves Erni konnte sich in dieser Phase mehr als nur einmal auszeichnen. Das 1:1 brachte man schliesslich in die Halbzeit.
Mit Beginn von Halbzeit zwei startete auch die beste Phase der Hausherren. In der 53. Minute trifft König per Freistoss zur 2:1 Führung. In der Folge riskierte Sursee mehr. Dies liess den Emmern immer wieder Platz für Gegenstösse. Das Ergebnis war das 3:1 durch Gashi nach Vorarbeit König. Im Gegensatz zu den vergangenen Partien nutzte Emmen heute seine Chancen un in der 73’ stellte man sogar auf 4:1. Nach einem weiteren Gegenstoss findet der eingewechselte Sadiku Gabriel, welcher mit seinem zweiten Treffer nachlegt. Wer nun dachte, die Partie sei nun gegessen, täuschte sich. Emmen wurde fahrlässiger und schon in der 75. Minute stellte Cikaqi nach Vorarbeit Prenrecaj auf 4:2.
Nur 5 Minuten später erzielte Sursee gar den Anschlusstreffer zum 4:3. Ein weiterer Eckball wurde nur ungenügend geklärt und Metzler traf sehenswert per Seitfallzieher zum Anschlusstreffer. Nur 2 Minuten später liegt der Ball schon wieder im Tor. Diesmal aber beim FC Sursee. Die Rot-Weissen hatten in dieser Szene Glück, dass der Unparteiische auf Abseits entschied – es wäre wohl keines gewesen. Emmen stellte sich nun aber nicht nur hinten rein. Man spielte konsequent weiter und versuchte die Surseer so weit wie möglich vom Tor fernzuhalten. Dies gelang und somit darf der SCE verdient den ersten Saisonsieg feiern.
Entlastung bringt dieser aber nur bedingt. Mit 4 Punkten aus 5 Spielen liegt man weiter am Tabellenende. Es ist jedoch ein erster Schritt und wichtig für die Moral des Teams. Am nächsten Samstag begrüsst man mit dem FC Rotkreuz einen Absteiger aus der 1. Liga Classic auf der Feldbreite. Das neu formierte Team kam in den letzten Spielen immer mehr in Fahrt und grüsst mittlerweile von Platz 4. Eine weitere Standortbestimmung für das ebenfalls immer besser eingespielte Emmer Team.































