Spielbericht FC Dagmersellen:
Der FC Dagmersellen meldet sich eindrucksvoll zurück. Nach der schmerzhaften Niederlage gegen Leader Sursee zeigte die Mannschaft auf dem Schützenberg in Ruswil eine starke Reaktion und gewann das wichtige Verfolgerduell gleich mit 5:1. Trotz eines frühen Rückstands drehte der FCD nach der Pause die Partie mit Leidenschaft, Spielfreude und gnadenloser Effizienz. Gian Cavegn avancierte mit einem lupenreinen Hattrick zum Mann des Spiels. Am Ende stand ein verdienter und beeindruckender Auswärtssieg, der den Wiggertalern neues Selbstvertrauen verleiht.
























Unter garstigen Bedingungen erwischten die Gäste einen missglückten Start. In der 6. Minute kam es in der Dagmerseller Defensive nach einem langen Ball zu einem kleinen Missverständnis zwischen Torhüter und Verteidiger. Der darauffolgende unglückliche Klärungsversuch landete bei Reichmuth, der nicht zögerte und mit einem Distanzschuss in die freistehende linke Torhälfte das 1:0 für Ruswil erzielte. Ein Kaltstart für den FCD, der jedoch sofort die passende Antwort fand. Dagmersellen übernahm das Spieldiktat, agierte bissig in den Zweikämpfen und suchte stets spielerische Lösungen. In der 13. Minute prüfte Pascal Schwizer Goalie Nando Heller mit einem satten Schuss, kurz darauf klatschte eine Hereingabe von Luca Roth nach einem Eckball an die Latte.
Nun wirkten die Gäste griffig und zielstrebig. Zwar blieb Ruswil über schnelle Umschaltaktionen gefährlich, doch das Geschehen wurde klar vom FCD bestimmt. In der 38. und 41. Minute vergaben Taudien und Schwizer weitere gute Ausgleichsmöglichkeiten. Stattdessen bot sich kurz vor der Pause Reichmuth nochmals eine gute Gelegenheit für Ruswil, doch er setzte den Ball aus vielversprechender Position deutlich über das Tor. Mit einer schmeichelhaften 1:0 Führung für das Heimteam ging es in die Kabinen – Dagmersellen dominierte, lag aber wie im Spiel gegen Sursee erneut im Hintertreffen.
Nach Wiederbeginn trat die Diethelm/Roth Elf auf, als hätte sie sich viel vorgenommen. Nur fünf Minuten nach Anpfiff belohnte sich das Team endlich für seinen Aufwand: Noah Tschopp setzte sich technisch stark durch und legte quer auf Cavegn, der eiskalt zum längst fälligen 1:1 vollendete. Der Bann war gebrochen. Zwei Minuten später vergab Cavegn eine weitere Grosschance, ehe der FCD nach zuvor starker Parade von Gianluca Accola gegen Ruswils Grüter in der 63. Minute erneut zuschlug. Eine sehenswerte Kombination über Rölli, Scheidegger und Tschopp führte zum nächsten Höhepunkt: Cavegn chippte den Ball wunderbar an Heller vorbei. – 1:2, die verdiente Führung.
Nun spielte der FCD wie entfesselt auf. Nur zwei Minuten später flankte Roth hoch in den Strafraum, Cavegn setzte sich nach schöner Ballannahme energisch durch und traf per Innenpfosten zum dritten Mal – ein lupenreiner Hattrick innert fünfzehn Minuten. Ruswil hatte dem Druck nun nichts mehr entgegenzusetzen. Livio Rölli verpasste das 1:4 noch knapp, doch in der 81. Minute war es soweit: Scheidegger kombinierte mit Sommer, dieser legte quer auf den auffälligen Tschopp, der mit einem satten Schuss in die rechte Ecke das 1:4 und somit die Entscheidung markierte. Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute Luca Roth mit einem Elfmeter zum auch in dieser Höhe verdienten 1:5, nachdem Andrin Kerlein gefoult wurde. Danach pfiff der souverän pfeifende Schiedsrichter Ottiger die Partie ab.
Dagmersellen überzeugte über die ganze Spieldauer in allen Belangen: bissig, stark in den Zweikämpfen, mit viel Spielfreude und Zug nach vorne. Nach der Pause steigerte sich das Team sogar noch einmal und dominierte die zweite Halbzeit klar. Die Mannschaft bewies Moral, drehte das Spiel mit Wille und Tempo und zeigte, welches Potenzial in ihr steckt. Dank dieser bärenstarken Leistung rückt der FCD wieder näher an die Spitzengruppe heran. Nun wollen die Wiggertaler im letzten Spiel vor der Winterpause am kommenden Samstag in Eich (17.30 Uhr, Sportanlage Brand) an diese Leistung anknüpfen und für einen guten Abschluss sorgen.
Spielbericht FC Ruswil: Ruswil läuft in eine Kanterniederlage
Bei garstigem Wetter ging der FC Ruswil früh in Führung. Nach der Pause drehten die Gäste aus Dagmersellen aber gehörig auf und kehrten die Partie.
Nein, das war kein guter Abend. Bei schwer herbstlichem Wetter und beinahe schon winterlichen Temperaturen fing der FC Ruswil auf dem Schützeberg eine Kanterniederlage ein. Besonders ärgerlich: Der Gegner war der direkte Tabellennachbar. Dagmersellen hielt dank des 5 zu 1 Sieg den Anschluss an die Spitzenplätze, die Ruswiler dümpeln weiter im Mittelfeld. Allerdings sind die Punkte sehr gleichmässig verteilt und es ist weiterhin alles möglich. Weh tat die Niederlage trotzdem.
Vor allem, weil die Ruswiler früh in Führung gingen. Luca Reichmuth profitierte nach einem Abstimmungsproblem in der Dagmerseller Defensive und zimmerte in der 6. Minute den Ball per Weitschuss sehenswert ins Tor. Einen eigentlichen Euphorieschub lieferte der Blitzstart für die Heimmannschaft aber nicht. Die Gäste agierten bissiger und aufsässiger. Goalie Nando Heller, die Latte und eine Portion Unvermögen retteten die schmeichelhafte Führung für den FCR in die Pause. Es war allerdings sehr bescheidene Fussballkost, die da in den ersten 45 Minuten serviert wurde.
Lupenreiner Hattrick bei den Gästen
Zumindest für die Gäste wurde es nach dem Wiederanpfiff deutlich besser. In der 50. Minute glichen sie mit Gian Cavegn aus. Bis zur 65. Minute traf ebenjener Cavegn gleich noch zwei weitere Male. Er konnte einen lupenreinen Hattrick feiern und sorgte früh für die Entscheidung. In der 81. Minute und per Penalty in der 90 Minute stellten die Dagmerseller dann noch auf das Schlussresultat von 5 zu 1.
Selbst in dieser Höhe war dieses Resultat nicht unverdient. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Gäste dem Heimteam deutlich überlegen. Bei den wenigen Ruswiler Lebenszeichen blieben die Stürmer im Abschluss glücklos. Trotz des klaren Verdikts blieb das Spiel aber jederzeit fair, und bis auf eine gelbe Karte musste der souveräne Schiedsrichter Micha Ottiger keine Karten zücken.
Für die Ruswiler gilt es nun, gegen den FC Horw eine Reaktion zu zeigen. Das Team von Luca Müller und Nicholas Sidler trifft am Freitag auswärts auf die Horwer. Die sind, bei einem Spiel weniger, nun Tabellennachbarn der Ruswiler. Umso wichtiger wäre ein Sieg auf der Sportanlage Seefeld. Danach gehen die Ruswiler in die Winterpause.
Telegramm FC Ruswil – FC Dagmersellen 1:5 (1:0)
Schützenberg – 150 Zuschauer. – SR: Micha Ottiger – Tore: 6. Reichmuth 1:0, 50. Cavegn 1:1, 63. Cavegn 1:2, 65. Cavegn 1:3, 81. Tschopp 1:4, 90. Roth (Penalty) 1:5 – Ruswil: Heller, Schnider, Schäfer, Bucher, Spaar, Steffen, Ehrbar, Reichmuth, Albisser, Groenendijk, Grüter (Primus, Ming, Hofstetter, Simon) – Dagmersellen: Gianluca Accola, Goller, Bühler, Blum, Roth, Tschopp, Taudien, Scheidegger, Rölli, Cavegn, Schwizer (Sommer, Flavio Accola, Kerlein, Stäuble, Fivian, Sampaio).



























