Der Futsal Club Luzern wird auch in Basel für eine gute Leistung nicht belohnt. Sekunden vor Schluss gab man den zuvor sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen: 4:3 Sieg für Salines heisst das bittere Schlussverdikt. Leider geriet der Sieg der Basler durch deren unsportlichen Verhalten auf und nebem dem Platz etwas in den Hintergrund.

Die Luzerner Mannschaft wusste was auf sie zukam, da diese Partie in dieser Saison bereits einmal gespielt wurde. Trainer Martin warnte, dass ohne Topleistung keine Punkte aus dem Spiel resultieren würden. Seine Mannschaft startete gut in das Nachmittagsspiel. Die Defensive stand sicher und die Offensive konnte ihre Qualität in der einen oder anderen Szene unter Beweis stellen. Man bereitete dem Gegner Mühe sich in der Offensive zu entfalten. Selbst der 5-fache Torschütze im Hinspiel Fatih Dogan von Salines war zu Beginn blass.

Eine Unachtsamkeit reicht zum Führungstor
Genau dieser Fatih Dogan war es, der in der 11. Spielminute komplett alleine vor Torwart Kamber zum 1:0 für den Leader einschieben konnte. Ein Abstimmungsfehler in der Luzerner Hintermannschaft ermöglichte Dogan diesen Alleingang. Beachtenswert war die Reaktion des FUCL. Ohne jegliche Nervosität spielte man nach dem Führungstreffer weiter. Und dies wurde in der 15. Spielminute belohnt. Dominic Chielens überwindete den Heimtorhüter nach einem wunderbaren Zuspiel des Kapitäns Bolliger.

Bereits eine Minute nach der Pause schlug es wieder im Tor von Kamber ein. Der Futsal Club Luzern kam nicht wie gewünscht aus der Kabine. Jedoch traf Bolliger mit einem herrlichen Weitschusstor postwendend wieder zum Ausgleich. Diese Mentalität ist sicherlich eine Stärke in dieser Saison.

Fehlendes Fair-Play in einer spannenden Schlussphase
In der 34. Minute wurde diese hektische Schlussphase durch eine Notbremse vom bereits verwarnten Dogan eingeläutet. Obwohl der Luzerner Hoang noch zum Abschluss kann, sah der Basler im Nachhinein seine zweite gelbe Karte und musste damit unter die Dusche. Was danach folgte, hatte nicht viel mit sportlichem Verhalten zu tun. Der Trainer von Salines missachtete jegliche Art von Regeln an der Seitenlinie. Zwischenzeitlich warf die Basler Mannschaft eine Flasche auf den Hallenboden, was zu längeren Putzarbeiten führte. Selbst die Zuschauer wüteten gegen die Luzerner.

Der FUCL konzentrierte sich auf das Geschehen auf dem Platz und erzielte das 3:2 in Überzahl. Herlea war für die Leuchten erfolgreich. Nach den abgelaufenen zwei Strafminuten setzte Salines zur Schlussoffensive an. Nach einem Abpraller beim Luzerner Torwart, reagierte Ivans Bruder Dejan Rakitic am Schnellsten und erzielte das 3:3 eine Minute vor Spielende.

4 Sekunden vor Schluss erfolgte dann der endgültige Todesstoss für die Luzerner. Durch einen fragwürdigen Foulpfiff, der durch die Hektik angesteckten Schiedsrichter gepfiffen wurde, sprang die Foulanzeige der Blau-Weissen auf 6. Das 6. Foul bedeutete, dass Salines Futsal einen 10-Meter Penalty zugesprochen bekam. Kamber im Tor konnte den satten Schuss des Baslers Fernandez nicht parieren und musste mit ansehen, wie sein Team 4 Sekunden vor Schluss das Spiel noch verlor.

Ab in die Weihnachtspause
Jetzt wird erstmals der Spielbetrieb für ein paar Wochen eingestellt. Die Luzerner Mannschaft kann diese Weihnachtspause nutzen, um sich für die zweite Runde der NLA vorzubereiten. Das Fazit für die erste Hälfte der Meisterschaft fällt im Grossen und Ganzen positiv aus.

Obwohl nur 3 Punkten aus 4 Spielen reüssierte, befand man sich auf einem guten Level und konnte mit jedem Gegner mithalten. Der FUCL befindet sich auf dem 4. Tabellenrang und 6 Punkte mit einem Spiel weniger hinter einem Playoff Platz. Und dabei hat man bereits beide Spiele gegen den Krösus der Liga, Salines Futsal, gespielt. Also kann man unbeschwert im Januar neu angreifen und sich dabei Chancen auf einen höheren Tabellenrang ausrechnen.

Futsal Club Luzern: Kamber, Tugan, Bolliger (1), Herlea (1), Hoang, Vasilescu, Flohr, Fekete, Leone, Chielens (1), Zenuni.