Bittere Heimpleite: Luzern verliert gegen Schlusslicht Winterthur 1:3

Bei den Luzernern (hier mit Tyron Owusu) ist die Enttäuschung gross (Bild: FC Luzern).

Der FC Luzern steckt weiter in der Krise. Trotz 26 Abschlüssen und einer kämpferischen Leistung unterliegt die Mannschaft von Mario Frick dem Tabellenletzten FC Winterthur mit 1:3. Es ist die erste Heimniederlage gegen die Zürcher seit deren Rückkehr in die Super League 2022 – und ein weiterer Rückschlag in einer ohnehin schwierigen Phase.

Hoffnung vor der Pause, Ernüchterung danach
Die Partie begann mit einem Schockmoment für die Innerschweizer: In der 39. Minute zirkelte Pajtim Kasami einen Freistoss aus rund 22 Metern unhaltbar ins Netz – 0:1. Luzern reagierte jedoch stark und kam noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich. Lucas Silva Ferreira köpfte nach einer präzisen Flanke zum 1:1 (45.) und beendete damit seine eigene Torflaute.

Nach dem Seitenwechsel drängte Luzern auf die Führung, doch die Effizienz fehlte erneut. Stattdessen schlug Winterthur eiskalt zu: Andrin Hunziker (63.) und Joker Elias Maluvunu (69.) nutzten defensive Unachtsamkeiten und stellten die Weichen auf Sieg. Maluvunu traf dabei nur eine Minute nach seiner Einwechslung.

Luzern drückt – aber ohne Ertrag
Die Gastgeber warfen alles nach vorne, doch weder Kevin Spadanuda noch die anderen Offensivkräfte fanden den Weg ins Tor. Spadanuda scheiterte mit einem sehenswerten Schlenzer an Keeper Stefanos Kapino, der den Ball an die Latte lenkte. Am Ende blieb es beim 1:3 – trotz klarer Überlegenheit in den Statistiken.

Die Krise spitzt sich zu
Für den FCL ist es die erste Heimniederlage gegen Winterthur seit drei Jahren und das siebte sieglose Spiel in den letzten acht Partien. Die Mannschaft bleibt im unteren Tabellenmittelfeld und muss dringend Antworten finden. Trainer Mario Frick steht vor der Herausforderung, die Defensive zu stabilisieren und die Chancenverwertung zu verbessern. Die Fans warten weiter auf Konstanz – und auf den zweiten Heimsieg der Saison.

Telegramm FC Luzern – FC Winterthur 1:3 (1:1)
Swisspor-Arena. – 9348 Zuschauende. – SR Cibelli.
Tore: 39. Kasami (Freistoss) 0:1. 45. Ferreira (Karweina) 1:1. 63. Hunziker 1:2. 69. Maluvunu 1:3
Luzern: Loretz; Ottiger, Knezevic, Freimann, Bajrami (64. Wyss); Owusu, Dantas Fernandes; Kabwit (46. Spadanuda), Ferreira (80. Vasovic), Di Giusto; Karweina (64. Grbic).
Winterthur: Kapino; Rohner (75. Sidler), Arnold, Durrer, Diaby; Jankewitz, Zuffi; Golliard (68. Dansko), Kasami (68. Maluvunu), Schneider (85. Cueni); Hunziker (85. Beyer).
Bemerkungen: Luzern ohne Abe (gesperrt), Ciganiks, Dorn, Löfgren, von Moos und Zimmermann (alle verletzt). Winterthur ohne Burkart, Chiappetta, Lüthi, Sahitaj, Stillhart und Ulrich (alle verletzt). – Verwarnungen: 36. Golliard, 38. Owusu, 49. Rohner (beide Foul), 67. Grbic (Reklamieren), 89. Jankewitz (Zeitspiel).