
Zug 94 Trainer Vural Oenen blickt auf eine Vorrunde mit Höhen, Tiefen und klaren Erkenntnissen zurück. Im Interview spricht er über den furiosen Start, die Gründe für die Schwächephase, die Ziele für die Rückrunde und warum er überzeugt ist, dass sein Team mehr kann als nur gegen den Abstieg zu kämpfen.
Vural, wir blicken auf eine insgesamt gute Vorrunde unserer 1. Mannschaft zurück. Wie sieht dein Fazit aus?
Ja, wir hatten einen sehr guten Start und haben am Anfang sicher unser aller Erwartungen übertroffen. Auch im Cup haben wir es in die 3. Runde geschafft, wo wir unseren Fans ein tolles Highlight mit dem Spiel gegen den FC Luzern bieten konnten. Dazwischen hatten wir eine schwächere Phase. Vielleicht lag es daran, dass unsere Vorbereitung im Sommer zu kurz war und wir diverse Abwesenheiten hatten und so am Ende die Kraft fehlte.
Wir liegen aktukell auf Platz 12. Entspricht das in etwas unserem Potenzial?
Wir haben ausser in drei Spielen bewiesen, dass wir gegen jeden Gegner auf Augenhöhe spielen können oder sogar besser waren. Von drei gegnerischen Trainern habe ich soger das Kompliment bekommen, dass wir gegen sie das beste Team waren. Wir haben sicher das Potenzial, um in den Top 10 zu sein.
Was nimmst du aus der Vorrunde an Positivem mit in die Wintervorbereitung? Was hast du dem Team zum Trainingsstart gesagt?
Den guten Start mit vielen guten Spielen, vorallem auch in der Defensive. Das müssen wir in der Rückrunde bestätigen und gleichzeitig konstanter werden.
Ihr habt jetzt mehr Zeit zur Vorbereitung als damals im Sommer. An was arbeitet ihr ganz speziell?
Der Fokus liegt ganz klar im physischen Bereich. Fussball spielen können wir. Das haben wir mehrmals bewiesen.
Ihr spielt in der Vorbereitung einige Male auch gegen starke Gegner aus höhere Ligen. Diesen Samstag gegen das Challenge League Team von Rapperswil. Was erhoffst du dir davon?
Ich habe das bewusst so geplant. Bei diesen Spielen müssen wie viel mehr laufen, schneller umschalten, schneller spielen, schneller verschieben, schneller im Kopf sein. Da kann man viel lernen.
In einem Monat geht es mit der Meisterschaft wieder los. Was erwartest du vom Team für die Rückrunde?
Ich will bei allem, was ich mache, immer gewinnen. Mein Aufgabe ist es, dem Team diese Mentalität in jedem Training zu vermitteln. Das wichtigste Ziel des Vereins ist klar, nicht abzusteigen. Aber für mich reicht das nicht. Wir habe das Ziel, oben mitzuspielen.
Wie schätzt du die Liga insgesamt ein?
Die Liga hat mich überrascht. Ich finde, jeder Gegner hat Qualität. Das sieht man auch in der Tabelle. Alles ist so nahe beieinander. Bei jedem Spiel entscheiden die kleinen Dinge. Wir müssen deshalb immer bei 100% sein, nachlassen geht nicht.
Abgesehen von GC, die klar voraus sind. Welche Teams haben dich am meisten überzeugt?
Ich möchte da keine Teams nennen. Jedes Team hat sehr gute Spieler, die den Unterschied machen können. Ausser GC haben auch alle Teams teils überraschende Niederlagen einstecken müssen oder gegen höher klassierte Teams gewonnen.
Was muss unsere Mannschaft machen, um die Distanz zu den Abstiegsplätzen möglichst rasch zu vergrössern?
Wir müssen genau so verteidigen, wie wir das zu Beginn des Saison gemacht haben. Wir haben dann sehr wenige Gegentore bekommen. Ich erwarte aber auch von den Offensiv-Spielern mehr als in der Vorrunde. Wenn wir wieder gut verteidigen und gleichzeitig mehr Tore schiessen, werden wir uns schnell von unten distanzieren.
Planst du Änderungen bezüglich des Spielstils? Defensiver?
Das wird von Spiel zu Spiel anders sein. Meine Matchpläne für die Rückrunde behalte ich aber noch für mich.
Wir hatten teils ein Vakuum im Sturm ohne gelernten Mittelstürmer. Wie sieht dies jetzt aus?
Ja das hatten wir aber ich bin nicht einer, der Ausreden sucht. Ich suche immer nach der optimalen Lösung. In der Rückrunde habe ich jetzt mehr Optionen. Als Stürmer kommt Bojan Saponja nach langer Verletzung zurück. Er hat am 6. Jan. begonnen, mit dem Team zu traineren. Und vom FC Schötz haben wir den Stürmer Sead Selishta verpflichtet.
Hast du sonst noch einen Wunsch für die Rückrunde?
Ja. Ich wünschte mehr, dass der ganze Verein unserer Mannschaft mehr Vertrauen schenkt. Manchmal spüre ich aus dem Umfeld die Angst vor dem Abstieg. Das ist nicht gut. Ich bin optimistisch, wir haben ein sehr gutes Team und wir wollen alle gewinnen und Erfolg haben. Für das arbeitet die ganze Mannschaft jeden Tag. Wir trainieren intensiv und tun alles für den Erfolg von Zug 94.





























