An den vergangenen beiden Wochenenden wurde in Kriens und Kerns um die begehrten IFV Hallenmeistertitel gekämpft. Die Küssnachterinnen standen in allen vier Finals. Dreimal holten sie den Pokal, einmal ging der Titel mit dem knappsten aller möglichen Resultate an den FC Ebikon.
Als erstes durften die ältesten Juniorinnen in der Kategorie FF-17 ins Rennen starten. Aufgrund einer kurzfristigen Absage des SC Emmen wurden wir gebeten, ein zweites Team auf die Beine zu stellen. Die Trainer entschieden sich, zwei ausgeglichene Teams zu bilden, die beide eine reale Chance auf das Finale haben sollten. Trotz eines Unfalls und erster Grippeopfer gelang so beiden Teams mit je fünf Siegen der souveräne Gruppensieg. Nach weiteren Ausfällen blieben dem «Team Ruben» allerdings nur noch vier Feldspielerinnen für das Halbfinale. Dank heroischem Kampf und der Verbrennung der letzten 5 Kalorien blieb es bis zum Schlusspfiff spannend.
Am Ende ging der Sieg mit 5:3 an die technisch starken Mädchen aus Ebikon/Root. Die Küssnachterinnen hatten sich dafür den Respekt der ganzen Halle erobert! Das zweite Team erschien dank Grippe auch nicht mehr vollständig, entschied den Halbfinal gegen Erzrivale Baar aber dank solidarischer Teamleistung und zwei Kontertoren für sich. Im Finale gegen Ebikon/Root holten sie sich mit einer Galavorstellung und sechs tollen Toren den Pokal. Am meisten freute sich Torfrau Sophie, die in sieben Spielen keinen einzigen Ball aus dem Netz holen musste.
Parallel zur FF-17 griffen in Kerns die Mädchen der FF-14/9 ins Geschehen ein. Auch Sie holten sich in einer hochkarätigen Gruppe (u.a. mit Baar und Sempach) diskussionslos mit einem Torverhältnis von 26:1 den Gruppensieg. Im Halbfinale bekamen sie es mit den starken Zugerinnen zu tun. Nach einem engen Spiel sicherten sie sich den Finaleinzug mit 5:6 im Penaltyschiessen. Dort standen sie dann wie so oft der Spielgemeinschaft Ebikon/Root gegenüber. Trotz spielerischer Überlegenheit wollte das erlösende Tor aber nicht gelingen. Ebikon verwertete hingegen eine der wenigen Chancen zum Endstand von 0:1. Auf den beeindruckenden Auftritt und die Silbermedaille dürfen aber sowohl der Trainerstaff wie auch die Spielerinnen sehr stolz sein.
Dieses Wochenende war es dann für die Kategorie FF-14/7 endlich soweit. Sportlich starteten die Küssnachterinnen stark und gewannen ihr erstes Spiel souverän mit 3:0. Doch kurz nach Abpfiff folgte die Ernüchterung: Aufgrund einer falschen Interpretation des Reglements durch das Trainerteam wurde die Partie als Forfait mit 0:1 gewertet.
So standen die Küssnachterinnen nach dem ersten Spiel nicht nur ohne Punkte da, sondern auch mit einem reduzierten Kader. Kurzentschlossen wurden zusätzliche Spielerinnen kontaktiert, die sofort zusagten. Aufgrund der langen Anreise verpassten sie jedoch die nächsten beiden Partien. Trotz dieser widrigen Umstände sammelte das Team vier Punkte in drei Spielen. Nach dem Eintreffen der neuen Spielerinnen war klar: Eine Aufholjagd musste her. Mit drei Siegen in Folge holte sich der FC Küssnacht den Gruppensieg und damit die Qualifikation für den Halbfinal. In diesem setzte sich Küssnacht mit 2:0 gegen den SC Cham durch. Im Finale kam es zum zweiten Duell mit dem SC Emmen. Einmal in Fahrt, liessen sich die Küssnachterinnen durch nichts mehr aufhalten und siegten überzeugend mit 2:0. Trotz der Panne zum Start darf sich der FC Küssnacht voller Stolz IFV-Hallenmeister der Kategorie FF14/7 nennen.
Zum Schluss standen noch die Jüngsten in der Kategorie FF-11 im Einsatz. Hochmotiviert wollten sie den älteren Teamkolleginnen nacheifern – und das mit Erfolg. In der Gruppenphase feierten sie fünf deutliche Siege und sicherten sich die Qualifikation für die Halbfinals mit einem Torverhältnis von 35:4. Dort trafen sie auf den FC Luzern. In einem dominanten Spiel bodigten sie diese gleich mit 4:0 und waren mehr als parat für das grosse Finale. Dazu marschierte auf der Gegenseite das Team von Zug 94 ein. Küssnacht startete wie der Blitz und erzielte schnell das 1:0. Zug konnte zwar per Freistoss nochmals ausgleichen, bevor Küssnacht endgültig das Spieldiktat übernahm. Mit drei weiteren sehenswert herausgespielten Toren gewann das Team den Final klar mit 4:1 und stemmte kurz darauf zum 3. Mal in sieben Tagen einen Pokal für den FC Küssnacht in den Himmel.
Die Tatsache, dass unsere Mädchen in allen vier Finals standen und drei davon gewannen, zeigt einmal mehr, mit welcher Leidenschaft in unserer Frauenabteilung gearbeitet wird. Das gilt sowohl für die Spielerinnen, wie auch für den ganzen Staff. Hoffen wir, dass wir alle diesen Schwung mit auf den Rasen nehmen können und dass es uns gelingt, diesem Erfolg eine ebenso erfolgreiche und möglichst unfallfreie Frühlingsrunde anzuhängen.


























