Der FC Luzern gewinnt auswärts beim FC Lugano mit 3:1 und feiert damit einen wichtigen Erfolg im Tessin. In einer umkämpften Partie zeigte sich das Team von Cheftrainer Mario Frick sehr kämpferisch und effizient.
Dass der FC Luzern vier Runden vor der Teilung der Tabelle noch Chancen auf die Championship Group (mit den besten 6 Teams) hat, ist vor allem Oscar Kabwit zu verdanken. Der 20-jährige Kongolese drückte auch dem Spiel im Cornaredo seinen Stempel auf und steht nun bei 10 Skorerpunkten in den letzten 8 Spielen.
Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen, klare Torchancen waren zunächst selten. Kurz vor der Pause schlug der FCL jedoch zu: Oscar Kabwit fasste sich ein Herz und zog aus der Distanz ab. Der Schuss wurde abgelenkt und flog in hohem Bogen in den Strafraum der Luganesi, wo der junge Andrej Vasovic perfekt reagierte und den Ball per Kopf über Torhüter David von Ballmoos zum 1:0 für den FCL lupfte (44′).
Nach dem Seitenwechsel fand Lugano rasch eine Antwort. Nach einem Eckball von Yannis Cimignani segelte der Ball durch den Luzerner Strafraum, wo Hannes Delcroix aus kurzer Distanz zum 1:1 ausglich (50′). Die Reaktion der Innerschweizer folgte jedoch wenig später: Oscar Kabwit spielte zunächst einen Doppelpass mit Matteo Di Giusto, setzte sich anschliessend gegen Mahou durch und traf mit einem platzierten Linksschuss zur erneuten Luzerner Führung (64′).
In der Nachspielzeit sorgte Matteo Di Giusto für die Entscheidung. Nach einem langen Ball von Adrian Bajrami sprang das Spielgerät im Strafraum unglücklich auf, doch der Luzerner Spielmacher reagierte blitzschnell und verwertete die Situation spektakulär per Fallrückzieher zum 3:1-Endstand (94′).
Lugano ohne Durchschlagskraft
Lugano hingegen muss einen weiteren Rückschlag verkraften. Die erste Heimniederlage seit dem 26. November (1:3 gegen St. Gallen) schien keinesfalls unvermeidbar. Die Equipe von Coach Mattia Croci-Torti war die spielbestimmende Mannschaft in der ersten Halbzeit. Allerdings resultierte nichts Zählbares. Das Sturm-Duo Georgios Koutsias und Kevin Behrens, das seit dem Eklat erstmals wieder gemeinsam auflief, blieb blass. Mehr als ein Offside-Tor des Griechen kurz vor dem 0:1 und eine Kopfball-Chance des Deutschen in der Anfangsphase gab es nicht zu sehen.^Bezeichnend für die wenig zwingenden Hausherren: Das 1:1 in der 50. Minute durch Neuzugang Hannes Delcroix (kam im Winter von Burnley) fiel nach einem Eckball. Der Verteidiger netzte einen Abpraller freistehend ein.
Ausblick
Für den FC Luzern geht es nun mit zwei Heimspielen an Sonntagen weiter. Am 15. März spielt der FCL zu Hause gegen den FC Winterthur, am 22. März gegen den FC Lausanne-Sport.
Telegramm FC Lugano – FC Luzern 1:3 (0:1)
Cornaredo. – 3385 Zuschauende. – SR Kanagasingam. – Tore: 44. Vasovic 0:1. 50. Delcroix (Koutsias) 1:1. 63. Kabwit (Di Giusto) 1:2. 94. Di Giusto (Bajrami) 1:3.
Lugano: Von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Delcroix (78. Marques); Zanotti, Grgic (90. Kendouci), Bislimi (78. Pihlström), Cimignani (61. Mahmoud); Steffen; Behrens (46. Mahou), Koutsias.
Luzern: Loretz; Dorn, Freimann (77. Knezevic), Bajrami, Dantas Fernandes; Kabwit (84. Ottiger), Owusu (68. Winkler), Abe, Di Giusto; Vasovic, Grbic (77. Villiger).
Bemerkungen: Lugano ohne Dos Santos (gesperrt), Alioski und Cassano (beide verletzt) und Bottani (krank). Luzern ohne Ferreira (gesperrt), Löfgren, Spadanuda, von Moos und Zimmermann (alle verletzt). – 86. Pfostenschuss Vasovic. –Verwarnungen: 66. Freimann, 84. Villiger, 88. Bajrami, 93. Pihlström (alle Foul).


































