Der FC Rotkreuz erobert die Tabellenspitze

Rotkreuz und Malcantone trennen sich torlos (Bild: Ruth Carbone).

Der FC Rotkreuz reiste mit einem dünn besetzten Kader ins Tessin, zeigte jedoch von Beginn weg eine starke Leistung. Die Mannschaft von Trainer Roli Schwegler dominierte die erste Halbzeit und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten zur Führung. Entweder fehlte in der entscheidenden Phase die letzte Konsequenz, ein Bein der Gastgeber war im Weg oder die nötige Präzision im Abschluss.

Ein Wendepunkt ereignete sich in der 44. Minute: Luka Stevic wurde nach einem harten Einsteigen verletzt und musste mit Verdacht auf eine Knieverletzung vom Feld getragen werden. Damit verlor Rotkreuz den letzten verfügbaren Mittelfeldspieler. Die Mannschaft stellte um und agierte fortan mit einem komplett neu formierten Zentrum um Cappellini und Toska.

In der zweiten Halbzeit ging die spielerische Dominanz erwartungsgemäss verloren. Dafür zeigte Rotkreuz eine kämpferisch starke Leistung, verteidigte kompakt und nahm die Zweikämpfe konsequent an. In der 69. Minute bewahrte Joao Ngongo sein Team mit einer spektakulären Parade vor dem Rückstand, als er einen wuchtigen Distanzschuss an die Latte lenkte und damit die Zuschauer, die bereits zum Jubel ansetzten, verstummen liess.

Das Spiel, grundsätzlich intensiv aber fair geführt, wurde ab der 59. Minute zunehmend hektisch. Der Schiedsrichter verlor etwas die Linie und verteilte mehrere Verwarnungen in kurzer Zeit.

Am Ende resultierte ein torloses Unentschieden. Dank der geringeren Strafpunkte erobert der FC Rotkreuz dennoch die Tabellenspitze.

Telegramm FC Malcantone – FC Rotkreuz 0:0 (0:0)
Sportplatz Malcantone
FC Malcantone: Candeloro; Villa, Guaita, Boni, Corti; Guerchadi, Alshikh (83. Cvetkovic), Cortez Aguirre; Roncari, Stan (70. Seferaj), Di Palma
FC Rotkreuz: Ngongo; Ndongani Nkanga, Ukaj, Souare, Cappellini, Stevic (44. Camara), Lika, Kisisa Kahumba (79. Galvanelli), Da Silva, Causi, Toska.