Bitteres Saisonfinale: Keine Zentralschweizer Aufsteiger – auch Hergiswil steigt ab

Der FC Rotkreuz schlägt Cham mit 5:1 und verpasst trotzdem den Aufstieg knapp (Bild: Ruth Carbone).

Die Entscheidungen in der 2. Liga interregional – Gruppe 4 sind gefallen – und sie verlaufen aus Zentralschweizer Sicht enttäuschend. Während sich vorne kein regionales Team durchsetzen konnte, muss der FC Hergiswil und der FC Emmenbrücke den Gang zurück in die 2. Liga antreten.

Dramatischer Aufstiegskampf ohne Happy End
Der Kampf um Rang eins entwickelte sich bis zur letzten Runde zu einem wahren Krimi. Gleich mehrere Teams lagen vor dem finalen Spieltag punktgleich an der Spitze. Den entscheidenden Vorteil sicherte sich jedoch der FC Locarno, der auswärts beim bereits abgestiegenen FC Emmenbrücke nach einem 0:3-Rückstand doch noch mit 4:3 gewann und sich damit den Aufstieg sicherte.

Die Zentralschweizer Verfolger konnten zwar ihre Pflichtaufgaben erfüllen, blieben aber ohne Einfluss auf die Spitze. Der FC Rotkreuz setzte sich souverän mit 5:1 gegen Cham II durch, während der FC Sursee einen klaren 3:0-Heimsieg gegen Rothrist feierte. Beide Teams beenden die Saison punktgleich mit 52 Zählern auf den Plätzen drei und vier – knapp hinter den beiden Tessiner Klubs.

Zentralschweizer Resultate der Schlussrunde

  • FC Sursee – FC Rothrist 3:0
  • FC Rotkreuz – SC Cham II 5:1
  • SC Emmen – FC Hergiswil 4:3
  • FC Emmenbrücke – FC Locarno 3:4
  • FC Gambarogno – FC Ibach 0:0

Hergiswil verpasst Ligaerhalt trotz Ausgangslage
Im Tabellenkeller erhielt der FC Hergiswil vor der letzten Runde nochmals die Chance auf den Klassenerhalt. Die Ausgangslage spielte den Nidwaldnern in die Karten – ein Sieg hätte gereicht. Doch in einem turbulenten Direktduell beim SC Emmen setzte es eine 3:4-Niederlage ab. Damit bleibt Hergiswil auf Rang 12 und steigt ab.

Tabelle: Zentralschweizer Teams im Überblick

  • 3. FC Rotkreuz (52 Punkte, 50:25 Tore)
  • 4. FC Sursee (52 Punkte, 62:35 Tore)
  • 6. SC Emmen (40 Punkte)
  • 7. SC Cham II (35 Punkte)
  • 8. FC Ibach (35 Punkte)
  • 12. FC Hergiswil (22 Punkte, Abstieg)
  • 14. FC Emmenbrücke (20 Punkte, Abstieg)

    An der Spitze setzen sich mit Locarno und Malcantone zwei Tessiner Teams durch, beide mit 53 Punkten. Rotkreuz und Sursee folgen unmittelbar dahinter, konnten aber trotz starker Saison den entscheidenden Schritt nicht machen. Sursee stellt mit 62 Treffern immerhin die beste Offensive der Liga.

    Einordnung der Zentralschweizer Saison
    Die Saison zeigt ein gemischtes Bild: Während Rotkreuz und Sursee bis zum Schluss im Aufstiegsrennen mitmischten und zu den konstantesten Teams gehörten, fehlte letztlich die entscheidende Konstanz in den Direktduellen. Gleichzeitig mussten mit Hergiswil und Emmenbrücke zwei regionale Teams den Abstieg hinnehmen.

    Damit bleibt die 2. Liga interregional aus Zentralschweizer Sicht weiterhin hart umkämpft – mit viel Potenzial nach oben, aber auch klaren Herausforderungen im Tabellenkeller.