Die Frauen des FC Küssnacht bezwingen den FC Oerlikon/Polizei ZH zu Hause deutlich mit 6:0 und rücken damit auf den dritten Tabellenplatz vor. Nach einer knappen Führung zur Pause drehten die Küssnachterinnen nach dem Seitenwechsel auf und entschieden die Partie mit fünf weiteren Treffern klar für sich.
Studer sorgt für den Dosenöffner
Gegen Oerlikon übernahm Küssnacht von Beginn weg die Initiative. Mit viel Ballbesitz erspielte sich das Heimteam bereits in der ersten Viertelstunde zweimal vielversprechende Möglichkeiten. Die Küssnachterinnen kombinierten gefällig, waren beim letzten Pass jedoch noch zu ungenau. Auch in der Folge agierte der FCK mit und gegen den Ball dominant. In der Offensive fehlten zunächst aber Spielwitz und Präzision, um daraus zwingende Torchancen zu kreieren. In der 24. Minute setzte sich Vogl auf der rechten Seite durch, doch ihr Zuspiel auf Ulrich war zu ungenau. Danach häuften sich die Möglichkeiten. Unter anderem versuchte es Studer mit einem Weitschuss. In der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhte Küssnacht das Tempo – und wurde dafür belohnt. Studer traf in der 30. Minute mit einem präzisen Schuss aus 17 Metern zum hochverdienten 1:0. Mit dieser knappen, aber verdienten Führung ging es in die Pause.
Zwei Doppelschläge bringen die Entscheidung
Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gestaltete sich für Küssnacht schwierig. Nach dem Seitenwechsel bot sich Oerlikon plötzlich die Chance zum Ausgleich. In der 47. Minute verhinderte Beetschen mit einer Glanzparade nach einem Kopfball im Anschluss an einen Eckball das 1:1. Praktisch im Gegenzug wurde Ulrich in die Tiefe geschickt. Ihr Ball durch den Strafraum fand Hongler, die jedoch nicht zum 2:0 verwerten konnte. Auch nach einem Freistoss in der 51. Minute war erneut Beetschen gefordert und hielt die Führung mit einer starken Parade fest. Die beiden Oerliker Chancen wirkten wie ein Weckruf für das Heimteam. Küssnacht fand zurück ins Spiel – und sorgte innerhalb weniger Minuten für die Entscheidung. Suma lancierte Ulrich in die Tiefe. Deren vermeintliche Flanke senkte sich direkt ins Tor zum 2:0 (54.).
Nur vier Minuten später wurde Studer nach einem Einwurf von Rolinger auf die Reise geschickt. Mit einem sehenswerten Lupfer erhöhte sie auf 3:0 (58.). Nun waren die Küssnachterinnen endgültig in Torlaune. Vogl brachte den Ball von rechts in den Strafraum, Studer verpasste zunächst, doch Ulrich stand richtig und schob zum 4:0 ein (60.). Damit schnürte auch sie ihren Doppelpack. Vier Minuten später fiel bereits der nächste Treffer. Schilliger bediente Müller, die den Ball knapp verpasste. Oerlikons Zwimpfer lenkte ihn jedoch unglücklich ins eigene Tor ab – 5:0 für Küssnacht (64.). Die Partie war damit entschieden. Vor einer guten Kulisse gab es aus Sicht des FCK aber noch weitere erfreuliche Momente. Mit Flury und Carbone erhielten auch zwei junge Spielerinnen Einsatzzeit im FCK-Dress. Den Schlusspunkt setzte Müller in der 87. Minute. Nach einem Ballgewinn von Geisel wurde sie in die Tiefe geschickt und überwand die Oerliker Torhüterin mit einem sehenswerten Schuss aus rund 30 Metern zum 6:0.
Klarer Heimsieg dank starker zweiter Halbzeit
Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ging der klare Küssnachter Erfolg auch in dieser Höhe in Ordnung. Oerlikon hatte dem Heimteam in der Schlussphase kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Damit feiert Küssnacht den zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen und steht neu auf dem dritten Tabellenplatz.
Weiter geht es in Winterthur
Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht: Bereits am Sonntag um 14.00 Uhr steht das dritte Spiel innerhalb einer Woche auf dem Programm, womit eine perfekte «Englische Woche» abgeschlossen werden könnte. Dann gastiert der FC Küssnacht in Winterthur auf der Schützenwiese.
Telegramm FC Küssnacht a/R – FC Oerlikon/Polizei ZH 6:0 (1:0)
Mittwoch, 09.09.2026, 20.15 Uhr, Luterbach, Küssnacht a/R, 90 Zuschauer
Tore: 30. Mara Studer 1:0, 54. Silja Ulrich 2:0, 58. Mara Studer 3:0, 60. Silja Ulrich 4:0, 64. Eigentor 5:0, 87. Juliana Müller 6:0.
FC Küssnacht a/R: Beetschen; Rolinger, Häring, Steiner, Hongler; Suma, Lourenco Rodrigues (78. Carbone), Scherrer (75. Geisel); Ulrich (75. Flury), Vogl (59. Müller), Studer (59. Schilliger).
FC Oerlikon/Polizei ZH: Ruggieri; Beck, Rochaix, Klaus (66. Ernst), Zwimpfer; Akyol (20. Franscini), Arpagaus, Perez, Arpagaus (78. Da Silva Matias Bras); Hermann, Tremml (66. Benslama).




























