Bittere Heimniederlage für den FC Küssnacht gegen Stans

Die Stanser können dank einem späten Gegentreffer jubeln (Archivbild: REGIOfussball.ch).

Auf dem schwer bespielbaren Luterbach empfing der FC Küssnacht am Samstagabend mit dem FC Stans einen weiteren Mitaufsteiger. Bei perfekten äusseren Bedingungen wollte die Sorrentino/Ordonez-Elf den Schwung aus dem Sieg gegen Baar mitnehmen und gleichzeitig ihre makellose Heimbilanz fortsetzen. Trotz mehr Spielanteilen und den besseren Möglichkeiten mussten sich die Küssnachter am Ende jedoch bitter mit 0:1 geschlagen geben.

Von Beginn an übernahm Küssnacht das Spieldiktat und liess den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Die Gäste aus Stans standen tief, verteidigten kompakt und überliessen dem Heimteam weitgehend den Ball. Küssnacht gelang es zwar vereinzelt, über die Aussenbahnen vorzustossen, die anschliessenden Hereingaben landeten jedoch oftmals zu nahe am Stanser Torhüter. So spielte sich die Partie über weite Strecken zwischen den beiden Strafräumen ab. Küssnacht machte mehr fürs Spiel, fand gegen die kompakte Defensive der Gäste jedoch nur selten die entscheidende Lücke.

Küssnacht mit den besseren Möglichkeiten
Erstmals richtig gefährlich wurde es in der 20. Minute. Nach einem zu kurzen Rückpass von Cadlini reagierte James Gügler schnell und brachte den Ball am herauslaufenden Torhüter vorbei. Der Winkel wurde anschliessend jedoch zu spitz, um die Aktion erfolgreich abzuschliessen. Am Spielgeschehen änderte sich danach wenig. Küssnacht blieb die aktivere Mannschaft, konnte aus dem vorhandenen Ballbesitz aber zu wenig zwingende Torchancen kreieren. Stans konzentrierte sich weiterhin auf eine kompakte Defensive und lauerte auf Umschaltsituationen.

Kurz vor dem Seitenwechsel kamen die Gäste zu einem ihrer seltenen Vorstösse. Nach einem Steilpass tauchte ein Stanser Angreifer vor dem Küssnachter Tor auf, konnte den Ball jedoch nicht an Wagner vorbeibringen. Der Küssnachter Schlussmann wurde bei der Aktion unglücklich mit einem Knie am Kopf getroffen und musste in der Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Morris Gügler übernahm für ihn zwischen den Pfosten.

Chancen zur Führung bleiben ungenutzt
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Küssnacht mehr vom Spiel und suchte geduldig nach dem Führungstreffer. In der 57. Minute fehlten nur wenige Zentimeter: Nach einem Flankenball stieg James Gügler hoch und setzte seinen Kopfball an die Latte. Nur wenige Minuten später folgte die nächste grosse Möglichkeit. Erneut gelang Küssnacht ein gefährlicher Vorstoss über die linke Seite. Der Ball kam zu James Gügler, der im Strafraum den besser positionierten Janis Müller bediente. Dieser konnte die vielversprechende Möglichkeit jedoch nicht verwerten. Mit einem Doppelwechsel in der 62. Minute versuchte das Trainerduo nochmals neue Impulse in der Offensive zu setzen. Antonio Linares und Daniel Pereira ersetzten James Gügler und Vitor Gomes. Doch auch mit den frischen Kräften fehlte beim entscheidenden letzten Pass weiterhin die nötige Präzision.

In der 72. Minute rückte der Fussball kurzzeitig in den Hintergrund. Nach einem Foul von Linares an Adiller kam es zu einer Rudelbildung. Die Situation wurde zusätzlich durch Wortgefechte von ausserhalb des Spielfeldes angeheizt und der Schiedsrichter hatte Mühe, die aufkommenden Emotionen wieder vollständig unter Kontrolle zu bringen. In der Folge wurde die Partie hektischer und gleichzeitig offener. Beide Mannschaften kamen nun zu Möglichkeiten, den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Später Gegentreffer entscheidet die Partie
Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden hindeutete, schlug Stans in der 89. Minute doch noch zu. Nach einem Einwurf war die Küssnachter Defensive für einen Moment unsortiert. Die Gäste verlagerten das Spiel geschickt auf die andere Seite, wo Luca Moser die sich bietende Möglichkeit eiskalt nutzte und zum 0:1 einschob. Für eine Reaktion blieb Küssnacht kaum mehr Zeit. Der späte Gegentreffer sass tief und die Gastgeber konnten sich keine entscheidende Möglichkeit zum Ausgleich mehr erspielen. So musste der FCK nach dem Schlusspfiff die erste Heimniederlage der laufenden Saison hinnehmen. Auch nach dem Abpfiff kochten die Emotionen nochmals hoch. Nach einer Auseinandersetzung zwischen der Stanser Bank und Antonio Linares musste der Schiedsrichter nochmals eingreifen und verteilte weitere Karten.

Für Küssnacht ist die Niederlage besonders bitter. Über weite Strecken bestimmte die Mannschaft das Spiel und hatte insbesondere nach dem Seitenwechsel mehrere gute Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen. Die fehlende Konsequenz vor dem Tor sowie einige ungenaue Entscheidungen im letzten Drittel wurden am Ende hart bestraft. Nun gilt es, die richtigen Lehren aus dieser Partie zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten. Bereits am kommenden Wochenende bietet sich auswärts in Eschenbach die nächste Gelegenheit, wieder eine Reaktion zu zeigen und die nächsten wichtigen Punkte einzufahren.

Telegramm FC Küssnacht – FC Stans 0:1 (0:0)
Luterbach. – Tore: 89. Moser 0:1
FC Küssnacht: Wagner; Schilliger (C), Pfefferle; Müller, Pasalic; Lieb, Matos; Qupi, Gomes, Domingos; J. Gügler.
FC Stans: M. Barmettler; Baumgartner, Adiller, Cadlini, Niederberger; R. Barmettler (C), Howald, Sperlich; Rosaria, Moser; Felder.